11.9.08 Karibik: Wirbelstürme treiben Millionen in die Flucht

11. September 2008 | Von ilona | Kategorie: Kurz & Knapp

Die Diakonie-Katastrophenhilfe berichtet: In Haiti gestaltet sich die Hilfe wegen überfluteter Straßen und zerstörter Brücken immer noch sehr schwierig, wie die Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe, Astrid Nissen, berichtet. Sie verweist darauf, dass gegenwärtig mehr als zwei Millionen Menschen in dem verarmten Karibikstaat von den Unwettern betroffen sind und Hilfe benötigen.

In Kuba mussten wegen des Hurrikans “Ike” mehr als zwei Millionen Menschen evakuiert werden. Der lokale Partner der Diakonie Katastrophenhilfe, der kubanische Kirchenrat, berichtete, dass zwölf der 14 Provinzen im Land von den Stürmen und den Überflutungen betroffen sind. “Zahlreiche Häuser wurden zerstört und Stromleitungen unterbrochen”, heißt es in dem Bericht. Der Kirchenrat will nicht nur Nothilfe leisten, sondern Betroffene bei der Rückkehr in ihre Dörfer und beim Wiederaufbau unterstützen.

In der Karibik hat die Diakonie Katastrophenhilfe nun 100.000 Euro für die Nothilfe bereit gestellt. Die Mittel dienen zur Unterstützung der Hurrikanopfer in den am schwersten betroffenen Ländern Haiti und Kuba. Dort sind Hilfsmaßnahmen angelaufen. In Haiti begann die Verteilung von Nahrungsmittelpaketen an 2.000 Betroffene. Geplant sind Hilfsmaßnahmen für 25.000 weitere Menschen. Angesichts der schon vor den Verwüstungen akuten Nahrungsmittelkrise im Land befürchten die Helfer, dass wegen der starken Ernteschäden künftig vier Millionen Menschen in Haiti von der Knappheit an Nahrungsmitteln betroffen sein könnten.

Infos oder Online-Spenden: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

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