16 Feb 2012

Klare Wahl: Politisch, grün & digital

5 Kommentare Kultur & Medien, Umwelt & Tierschutz

 

Klar wol­len wir alle die Umwelt schüt­zen. Aber wo anfan­gen? Direkt vor unse­rer Nase, würde ich vor­schla­gen: bei der Nut­zung des World Wide Web. Unsere Tipps… lesen und umsteigen!

Atom­aus­stieg selbst machen!
Unter die­sem Motto ruft Green­peace schon lange dazu auf, den Ener­gie­an­bie­ter zu wech­seln, sollte die­ser Atom- oder Koh­le­kraft­werke betrei­ben (selbst die­je­ni­gen, die »grü­nen« Strom von sol­chen Anbie­tern bezie­hen, soll­ten sich über­le­gen, ob sie nicht lie­ber die Unter­neh­men unter­stüt­zen, die kom­plett auf Alter­na­ti­ven set­zen möch­ten). Umfang­rei­che Infos zu Anbie­tern (inkl. den Ergeb­nis­sen von Stif­tung Waren­test), Rat­schläge für den ein­fa­chen Umstieg und eine Hot­line gibt es unter: www.atomausstieg-selber-machen.de.

Politisch-korrekte Internet-Service-Provider (ISP)
Es ist schon lange bekannt: unsere com­pu­te­ri­sierte und www-vernetzte Welt frisst immer mehr Strom. Schon 2007 soll der Internet-Verkehr in Deutsch­land rund 10% des gesam­ten Strom­ver­brauchs eines Jah­res aus­ge­macht haben! Der Öko-ISP Greensta meint gar, der durch das Inter­net ver­ur­sachte CO2-Ausstoß sei mitt­ler­weile genauso hoch, wie der durch den Flug­ver­kehr ver­ur­sachte… Also: run­ter mit dem Blog, der Web­site, dem Email vom alten unethi­schen Pro­vi­der - rauf zu den ökologisch- bzw. politisch-korrekten. Eine Liste mit vie­len, vie­len Anbie­tern sowie aus­führ­li­chen Bewer­tun­gen fin­det ihr bei www.green-software-engineering.de

Ergän­zen möchte ich hier nun, dass es natür­lich auch ISPs gibt, die ihr Ange­bot auf poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen fußen. Wie bei­spiels­weise JPBer­lin, poli­tisch akti­ven Men­schen eine vir­tu­elle Hei­mat bie­ten möchte. Die Preise sind dem ent­spre­chend Ver­hand­lungs­sa­che. Aber auch »nor­male« Men­schen und Unter­neh­men sind will­kom­men – die kön­nen dann näm­lich die klam­men Akti­vis­ten quer­fi­nan­zie­ren (www.jpberlin.de).


Jawoll - die Ser­ver der Such­ma­schi­nen fres­sen eine rie­sige Por­tion des täg­li­chen Internet-Stromverbrauchs. Allein Google soll mit 2000 Mil­lio­nen Such­an­fra­gen etwa 2.000 Ton­nen CO2 täg­lich ver­ur­sa­chen – allein in Deutsch­land. Die ALter­na­tive: grüne Such­ma­schi­nen. Sie lau­fen - na klar - unter Öko-Strom. Außer­dem unter­stüt­zen sie mit dem Geld, das sie durch Wer­be­an­zei­gen auf den Ergeb­nis­sei­ten erzie­len, - oder soziale Initia­ti­ven. Zu nen­nen wären hier zum Bei­spiel eco­sia oder forestle oder eco­se­arch. Eine ganz gute Liste fin­det ihr bei Utopia.de.

CO2-Ausgleich: mach Dich !
Ja, und wem all das noch nicht reicht - oder wer das alles nicht machen will, der hat immer noch die Mög­lich­keit mit einem Anbie­ter den CO2-Ausstoß sei­nes Blogs oder sei­ner Web­site quasi auf­zu­he­ben: Kauf einen Baum und glei­che Dei­nen aus. Mit per­sön­lich erscheint das ja ein biss­chen wie ein augen­wi­schen­der Ablass­han­del, aber ich würde den­noch sagen: bes­ser als nichts! Käuf­lich sind der­lei Zer­ti­fi­kate zum Bei­spiel bei mach’s grün, prima-klima-weltweit.de, www.greenmiles.de oder auch www.natureoffice.com und viele mehr.

Fazit: Warte nicht auf andere! Mecker nicht an den Poli­ti­kern herum! Fange selbst an, die Welt zu ändern und ein ein klei­nes biss­chen bes­ser zu machen. Denn die Frage ich nicht: was kön­nen wir schon machen?!? Son­dern: wo sol­len wir zuerst anfan­gen bei den vie­len, vie­len Din­gen, die wir für eine bes­sere Welt tun können!?!

Danke an Berlin-Pics für das tolle Foto (via pixelio)

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Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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5 Antworten to “Klare Wahl: Politisch, grün & digital”

  1. AntwortenFelicia says:

    Daran habe ich bis­her nie gedacht, dass Google soviel frisst. Net­ter Tipp mit Ecoisa, habe es gleich Mal @Facebook geteilt…

  2. AntwortenEnrico says:

    Bäume pflan­zen ist nicht schlecht, beson­ders um das lokale Klima, den loka­len Wasser- und Nähr­stoff­haus­halt zu ver­bes­sern. Es ist noch bes­ser eigene Nah­rung anzu­bauen und im Boden schön durch Humus­bil­dung Koh­len­stoff ein­zu­la­gern. Denn der Baum wird auch gefällt und in einem Ofen ver­brannt - oder er ver­rot­tet irgend­wann. Daher würde ich mich nicht so sehr auf Bäume und Pflan­zen fixie­ren, son­dern immer auf den Boden.

  3. AntwortenTanja says:

    Hallo,

    erst ein­mal ein gro­ßes Lob für eure Webseite.

    Vie­len Dank auch für eure Tipps. Und das Google mit 2000 Mil­lio­nen Such­an­fra­gen etwa 2.000 Ton­nen CO2 täg­lich pro­du­ziert, ist ja echt der Hammer.

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