Eine andere Welt ist möglich
16. September 2008 | Von ilona | Kategorie: Brennpunkt
Heute beginnt das 5. Europäische Sozialforum (ESF) im südschwedischen Malmö. Mehr als 250 Seminare und Workshops soll es dort gemischt mit Kultur, Musik, Filmen und anderen Veranstaltungen bis einschließlich Sonntag geben. Erwartet werden rund 20.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz Europa sowie Vertreter aus Afrika und Lateinamerika, wobei die tatsächlichen Anmeldungen wohl unter diesen Erwartungen lagen (siehe Bericht in der taz) – es bleibt abzuwarten, wie viele unangemeldet erscheinen.
“Das Hauptziel des ESF 2008 in Malmö ist klar: Es soll neue Initiativen, Aktionen und starke Bündnisse für ein anderes Europa schaffen - und damit für eine andere Welt!” heißt es in einem letzten Aufruf des Organisationskomitees am Vorabend dieses europaweiten Treffens von Aktivistinnen und Aktivisten aus den sozialen Bewegungen. Als die zentralen Anliegen des Programms werden unter anderem aufgezählt: Aktionen gegen die Privatisierung des öffentlichen Dienstes und den Abbau des Wohlfahrtsstaates, gegen die Angriffe auf Gewerkschaftsrechte, für die Rechte der Migranten, für Klimagerechtigkeit, gegen Rassismus und Rechtsextremismus, gegen Krieg und Militarismus, für ein soziales Europa.
Das ESF hat sich nach dem Vorbild des Weltsozialforums gebildet, welches als Gegenveranstaltung zu den Gipfeln der Welthandelsorganiation (WTO), dem Davoser Weltwirtschaftforum und den jährlichen Weltwirtschaftsgipfeln der Regierungschefs der G8-Staaten ins Leben gerufen wurde. Daneben gibt es mittlerweile zahlreiche lokale Sozialforen.
Die Sozialforen werden organisiert und besucht von Organisationen und Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft: vor allem sind es die so genannten Globalisierungskritiker (bspw. Attac) und linke Organisationen (bspw. die IG-Metall), aber zum Beispiel auch kritische Christen, Anthroposophen und andere Anhänger alternativer Weltanschauungen sowie schließlich auch Studierende, Migranten, Rentner, Arbeitslose und engagierte Bürger.
Infos zum Programm, der Anreise und Unterkunft gibt es bspw. unter: www.esf2008.org









