08 Feb 2012

Falkland-Krise 2.0

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»Argen­ti­nien zitiert Groß­bri­tan­nien vor die UN« heißt es WELT ONLINE. Gemeint ist damit der erneute Kon­flikt der bei­den Staa­ten, der vor 30 Jah­ren - wohl haupt­säch­lich zur inne­ren Demons­tra­tion der Stärke - von gegen Agen­ti­nien geführt wurde. Als wenn es keine ande­ren Pro­bleme gäbe. Und nun wird wie­der mit den Säbeln geras­selt, gerade so wie damals, bevor es knallte: »Die Ent­sen­dung moder­ner bri­ti­scher Kriegs­schiffe zu den stelle ein »gro­ßes Risiko für die inter­na­tio­nale Sicher­heit« warnt Argen­ti­ni­ens Prä­si­den­tin Kirchner«.

Man hat den Ein­druck, an vie­len Stel­len des Erd­balls soll die »geo­stra­te­gi­sche« neu geord­net wer­den. Und mal ehr­lich, Groß­bri­tan­nien ist ein biß­chen weit weg - als natür­li­chen Aus­läu­fer der Insel kann man die Falk­lands somit nun wahr­lich nicht bezeich­nen - aber eben schon als Kolo­nie oder Pro­tek­to­rat von Empi­res Gna­den. Na ja, die Besitz­an­sprü­che wur­den und wer­den auch von ande­ren Län­dern ange­mel­det, Hol­län­der, Spa­nier, Fran­zo­sen, alle tum­mel­ten sich bereits dort - nur die Enlän­der mach­ten eben das Ren­nen. Heute mutet der Streit eher unap­pe­tit­lich an, obwohl sich Deutsch­land gar nicht erst brüs­kie­ren sollte (wenn man mal in die Kolo­ni­al­ge­schichte des Lan­des) zurück schaut. Na, und am Ende geht es doch meist weni­ger um die Ehre als um Kohle: »Streit gibt es auch um bri­ti­sche Ölboh­run­gen vor der Küste der Inseln und um die Fisch­be­stände. „Die gro­ßen Schlach­ten des 21. Jahr­hun­derts wer­den um die Natur­res­sour­cen gehen“, sagte Kirchner.«

Und genau an die­ser Stelle beginnt das Hick­hack zu ner­ven, denn die Welt ist zu einem bro­deln­den Fass gewor­den und da ist es kei­nes­falls beru­hi­gend, wenn Staa­ten die Groß­mann­süchte und -Raub­züge der letz­ten Jahr­hun­derte auf­le­ben las­sen. In die­ser Phase der Geschichte gilt es, ein Mit­ein­an­der zu fin­den. Ver­drän­gung, und Raub hilft immer nur einem ganz klei­nen Teil einer Elite. Der Rest darf dann auf dem »Feld der Ehre« ste­hen und die eigen­sin­ni­gen Schlach­ten der Pri­vi­li­gier­ten austragen.

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Geschrieben von
Als kleiner Junge lief ich immer mit einem Bleistift in der Hand herum und fragte die Menschen in meiner Umgebung Löcher in den Bauch. Denn genauso stellte ich mir einen Reporter vor: wie einen Detektiv mit Schreibblock... Auch heute noch versuche ich gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anzutreten – so wie meine Helden von damals. Und das Projekt „Für eine bessere Welt“ ist ein wichtiger Teil dieser Arbeit.
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