»Argentinien zitiert Großbritannien vor die UN« heißt es WELT ONLINE. Gemeint ist damit der erneute Konflikt der beiden Staaten, der vor 30 Jahren - wohl hauptsächlich zur inneren Demonstration der Stärke - von Großbritannien gegen Agentinien geführt wurde. Als wenn es keine anderen Probleme gäbe. Und nun wird wieder mit den Säbeln gerasselt, gerade so wie damals, bevor es knallte: »Die Entsendung moderner britischer Kriegsschiffe zu den Falklandinseln stelle ein »großes Risiko für die internationale Sicherheit« warnt Argentiniens Präsidentin Kirchner«.
Man hat den Eindruck, an vielen Stellen des Erdballs soll die »geostrategische« neu geordnet werden. Und mal ehrlich, Großbritannien ist ein bißchen weit weg - als natürlichen Ausläufer der Insel kann man die Falklands somit nun wahrlich nicht bezeichnen - aber eben schon als Kolonie oder Protektorat von Empires Gnaden. Na ja, die Besitzansprüche wurden und werden auch von anderen Ländern angemeldet, Holländer, Spanier, Franzosen, alle tummelten sich bereits dort - nur die Enländer machten eben das Rennen. Heute mutet der Streit eher unappetitlich an, obwohl sich Deutschland gar nicht erst brüskieren sollte (wenn man mal in die Kolonialgeschichte des Landes) zurück schaut. Na, und am Ende geht es doch meist weniger um die Ehre als um Kohle: »Streit gibt es auch um britische Ölbohrungen vor der Küste der Inseln und um die Fischbestände. „Die großen Schlachten des 21. Jahrhunderts werden um die Naturressourcen gehen“, sagte Kirchner.«
Und genau an dieser Stelle beginnt das Hickhack zu nerven, denn die Welt ist zu einem brodelnden Fass geworden und da ist es keinesfalls beruhigend, wenn Staaten die Großmannsüchte und Ressourcen-Raubzüge der letzten Jahrhunderte aufleben lassen. In dieser Phase der Geschichte gilt es, ein Miteinander zu finden. Verdrängung, Krieg und Raub hilft immer nur einem ganz kleinen Teil einer Elite. Der Rest darf dann auf dem »Feld der Ehre« stehen und die eigensinnigen Schlachten der Priviligierten austragen.
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