Für eine bessere Welt http://www.fuereinebesserewelt.info Menschen, Ideen, Visionen, Projekte und Aktionen für eine bessere Welt. Wed, 16 May 2012 17:55:14 +0000 en hourly 1 Brasilien geht uns alle an: Der Protest um Belo Montehttp://www.fuereinebesserewelt.info/protest-um-belo-monte/ http://www.fuereinebesserewelt.info/protest-um-belo-monte/#comments Wed, 16 May 2012 17:55:14 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18746 »Countdown am Xingu II« heißt eine neue Protest-Doku über den Bau eines desaströsen Staudamms (klick auf das Bild, um den Trailer zu sehen). 

Was haben wir mit einem Staudamm-Projekt am Amazonas zu tun? Eine ganze Menge findet der Filmemacher Martin Keßler. Sein Dokumentarfilm »Countdown am Xingu II« hatte letzte Woche in Berlin Premiere. Worum es geht und was ihr dabei tun könnt? Lest selbst!

Warum ist Belo Monte schlecht?

Weil der Amazonas nur wenig Gefälle hat, muss der Belo Monte eine riesige Fläche überfluten, um die geplante Strommenge erzeugen zu können. Genau gesagt sollen es 516 Quadrat-Kilometer sein! Land, das derzeit noch von indigenen Völkern und Flussfischern bewohnt und bewirtschaftet wird. Mehr als 20.000 Menschen würden ihre Heimat und ihre Lebensgrundlage unwiederbringlich verlieren, befürchtet Martin Keßler im Gespräch mit fuereinebesserewelt.info.

Aber nicht nur das: Durch die Bauarbeiten würden geschätzte 100.000 Menschen (Arbeiter mit ihren Familien) in diese Gegend ziehen – und nach den Bauarbeiten auch nicht mehr wegziehen, allerdings dann arbeitslos sein. Keßler befürchtet deshalb eine Zersiedelung und soziale Konflikte über Jahrzehnte hinaus.

Dazu kommt, dass der Regenwald zu großen Teilen einfach überflutet wird. Das bedeutet, dass bei der Zersetzung des organischen Materials (also der Bäume und Pflanzen) sehr viel Methan frei wird. Und »Methan ist ein wesentlich schlimmeres Klimagas als CO2«, so Keßler.

Warum uns Belo Monte etwas angeht

Entgegen geltendem Recht haben die Bauarbeiten für Belo Monte begonnen. Allerdings regt sich nicht nur in Brasilien erheblicher Widerstand, sondern immer mehr auch hier in Deutschland. »Denn wir verwenden das Aluminium, das mit Hilfe der in Belo Monte gewonnenen Energie erzeugt wird«, so Keßler.

Das landet dann zum Beispiel in der Karosserie von Autos. Dann nämlich sind sie leichter und verbrauchen nicht so viel Energie – und können von Deutschen Autobauern flux als besonders umweltfreundlich präsentiert werden. Eine Farce, findet nicht nur Keßler.

Der Widerstand braucht Deine Hilfe!

Denn mittlerweile haben sich 13 NGOs zur Initiative »Gegenströmung« (www.gegenstroemung.org) zusammen geschlossen und planen den Protest. Sie promoten zum einen den Dokumentarfilm von Martin Keßler. Die aktuellen Filmvorführungen könnt ihr auf der Keßlers Website einsehen www.neuewut.de. Falls ihr euch gegen Belo Monte engagieren wollt, könnt ihr darüber hinaus auch eine Filmvorführung bei euch in der Stadt organisieren.

Außerdem bieten sie auf der oben genannten Website Protestbriefe an, die ihr an die Vertreter der deutschen Unternehmen schicken könnt, die entweder für Belo Monte zuliefern (also etwa Maschinen oder Versicherungen bereit stellen) oder vom bereits genannten Aluminium profitieren.

Schließlich und endlich soll am 3. Juni ein Umweltfestival organisieren. Wer mit organisieren möchte, kann sich gerne hier melden.

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Krautbuster: Online die Welt verbessernhttp://www.fuereinebesserewelt.info/krautbuster-online-die-welt-verbessern/ http://www.fuereinebesserewelt.info/krautbuster-online-die-welt-verbessern/#comments Mon, 14 May 2012 06:21:09 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18732 Krautbuster heißt die OpenSource-Software für Online-, die Campact am Wochenende auf der re:campaign vorstellte.

Viele Online-Kampagnen könnten noch viel mehr Gutes bewirken, wenn sie von einer richtig guten Software unterstützt würden. Das hat sich zumindest die Kampagnen-NGO Campact gedacht und in mehrjähriger Entwicklungsarbeit eine OpenSource-Software für die Planung und Umsetzung von Online-Kampagnen vorgelegt: .

Wann soll welche Zielgruppe welche Texte, Bilder und Filme erhalten? Wie sieht Plan A und wie Plan B aus? Welche Website-Variante kommt bei den Leuten besser an? Wie kann ich meine bestehenden Tools – wie beispielsweise Civi CMS oder WordPress – einbinden? Und wie kann ich die Abläufe vergangener erfolgreicher Kampagnen ohne großen Aufwand kopieren und wieder verwenden?

Das alles (und noch viel mehr) soll die OpenSource-Software Krautbuster von Campact leisten. Am vergangenen Wochenende stellte die Organisation ihr Tool bei der re:campaign erstmals in der Öffentlichkeit vor. Nun geht es in die Betaphase. Mit anderen Worten: ab Juni/Juli sind testfreudige NGOs und Aktivisten gefragt. Denn dann soll die Software verfügbar gemacht werden.

Zum einen als Software, die jeder in eigener Regie auf seinem Server installieren, administrieren und natürlich weiter entwickeln kann (wobei jede Weiterentwicklung der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden soll, schließlich geht es hier um OpenSource). Für kleinere Organisationen gibt es dann aber auch die Möglichkeit, die Software als einen Service zu »mieten«.

Das bedeutet, dass sie für einen bestimmten monatlichen Betrag die Software nutzen kann, die dann jedoch auf dem Server einen Providers installiert ist und von diesem auch gepflegt und weiter entwickelt wird. Einer solcher Krautbuster-Vermieter wird laut Campact die berliner Agentur Zitrusblau sein, die auch das Design für Krautbuster gemacht hat. Jeder, der über entsprechende Fähigkeiten und Kapazitäten verfügt, kann diesen Service jedoch anbieten.

Weitere Infos bekommt man über die Website www.krautbuster.org. Hier kann man sich auch eintragen, um über den Fortlauf des Projektes auf dem Laufenden zu bleiben. Und man kann sich hierüber melden, falls man zu dem Projekt beitragen möchte – sei es als Software-Entwickler, als Designer, als experimentierfreudige NGOs oder ganz allgemein als Ehrenamtlicher oder Geldspendender. Wir wünschen viel Spaß und Erfolg und sind gespannt auf all die guten, weltverbessernden Kampagnen, die daraus entspringen.

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Geek-Gymnastik & Kampagnen-Körpererfahrungenhttp://www.fuereinebesserewelt.info/geek-gymnastik-kampagnen-korpererfahrungen/ http://www.fuereinebesserewelt.info/geek-gymnastik-kampagnen-korpererfahrungen/#comments Sat, 12 May 2012 11:24:30 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18725

Was haben Gymnastikübungen mit Social Media zu tun? »Nichts« denkt man zunächst – bis man die Session von Daniel Unsöld (koerpersprache-wissen.de) und Ole Seidenberg (nest.im) bei der mitgemacht hat. Hier konnte man live und buchstäblich am eigenen Leib erleben, wie unterschiedlich die Kommunikation (auf sozialen Plattformen) rüber kommen kann.

Schon zu Beginn des Tages hatte Daniel Unsöld mit ungewöhnlichen, aber echt effektiven Gruppenübungen für Stimmung – genauer gesagt: für eine extrem ausgelassene und austauschfreudige Stimmung gesorgt. Damit, kann man sagen, startete die re:campaign perfekt in den zweiten Tag: Den Tag der Barcamps. Und so sprudelten kurz darauf auch die Session-Ideen. Ich entschied mich – überzeugt von Unsölds Intro – für das Thema »Teamtraining für Social Media«.

Und rein ging es in die Social-Media-Kommunikation in RL (real live). Der Anfang: Basics. Will heißen: Das richtige Händeschütteln. Ja, denn auch diese vermeintlich so banale wie alltägliche Geste hat es in sich! Ist der Händedruck zu schlaff, wirkt man unsicher und unmotiviert. Ist er zu hart – eventuell sogar noch verbunden mit einem vertraulichen Oberarmgetatsche – wird er zu dominant. Auch nicht das wahre. Greifen wir zu schnell zu oder warten wir, bis sich die Fläche zwischen Daumen und Zeigefinger in eben jene Fläche unseres Gegenübers schmiegt, bevor wir gefühlvoll zudrücken? Suchen wir den Blickkontakt? Lächeln wir? Schütteln wir die Hand des anderen sachte und locker?

Ja, allein schon diese Eröffnungsgeste verrät viel über uns. Mehr vielleicht, als wir uns wünschen. Und genauso ist es auch im sozialen Web, wie uns Ole Seidenberg der Übung folgend erklärte. Flankiert von einigen Beispielen erfolgreicher und auch nicht so erfolgreicher Online-Kampagnen (die eine von Obama, die andere von Merkel und ihr dürft raten, wer erfolgreicher war). Und schon ging es in die nächste Übung: das Schwarmverhalten des Web 2.0 analog erproben.

Zu eben jenem Zweck fing jeder an, ein Geräusch plus Geste zu vollführen, die ihm oder ihr gerade so einfiel. Traf man auf jemanden, dessen Geräusch/Geste einem besser gefiel, machte man sie oder ihn nach – bis sich ein paar (bei uns waren es drei mit einem klaren Favoriten, dem mehr als die Hälfte verfiel) Geräusch-Gesten-Kombinationen übrig blieben: je nach Geräusch-Gesten-Kombination kann man so quasi live miterleben, wie ein Shitstorm respektive Buzz zustande kommt!

Und so wechselten sich Daniel Unsöld und Ole Seidenberg in hervorragender Kombination von Körperbewegung, Geistestraining, Energizer und Gedankenfutter ab. Danke an die beiden – und: sie überlegen, ob sie dies auch als buchbaren Workshop anbieten sollen/wollen. Ich kann nach der Session nur dazu raten: diese Erfahrungen könnten in einigen Organisationen und Unternehmen die Hemmschwellen für nicht so social-media-affine Menschen abbauen bzw. ihr Bewusstsein für ein Web-2.0-gemäßes Verhalten schärfen!

P.S.: Besonders beeindruckend auch folgendes Experiment: Fünf Menschen stehen mit dem Rücken zur Menge. Einer tritt aus der Menge hervor und »schmeißt« ein YOU laut rufend und mit einer werfenden Armbewegung unterstützend »auf« einen der Fünf. Fühlt sich dieser angesprochen, war unsere Versuchsfrage. Und tatsächlich: Der oder die »trauten« sich zwar nicht, sich umzudrehen, zuckten aber jeweils als einzige zusammen! Und die Moral von der Geschicht? Überleg Dir gut, wen Du fokussieren willst mit Deiner Online/Social-Media-Kampagne – dann wird er sich auch angesprochen fühlen!

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Globaler Aktionstag am 12. Mai – aber wo ist was los?http://www.fuereinebesserewelt.info/globaler-aktionstag-am-12-mai-%e2%80%93-aber-wo-ist-was-los/ http://www.fuereinebesserewelt.info/globaler-aktionstag-am-12-mai-%e2%80%93-aber-wo-ist-was-los/#comments Fri, 11 May 2012 07:10:36 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18715 Komm, wir bauen eine neue Welt, so der Appell von 12mai-berlin.org

Am 12. Mai wollen sich Menschen weltweit in gemeinsamen Protestaktionen für und Freiheit einsetzen. Der kommende Samstag ist nicht nur der »Tag des gerechten Handelns« – und damit Anlass genug. Er ist auch der Jahrestag, an dem in Spanien die Platzbesetzungen begannen. Damals fingen Menschen an, auf öffentlichen Plätzen zu zelten, um sich so für mehr und einzusetzen. Ein Jahr später geht es nicht nur darum, sich an diesen Jahrestag zu erinnern. Es gibt immer noch genug Gründe, sich zu empören.

Ende Mai soll der Bundestag zum Beispiel den europäischen Fiskal­vertrag beschließen. Etliche Organisationen – etwa attac oder Mehr Demokratie e.V. – sehen dies als einen Angriff auf die Demokratie. »Parlamente werden zunehmend entmachtet, immer mehr Kompetenzen & Entscheidungen auf die höhere Ebene verlagert«, schreibt Mehr Demokratie e.V. und hat bereits eine Sammelklage für einen Volksentscheid zum Fiskalpakt auf den Weg gebracht, bei dem übrigens jeder kostenlos mitmache kann (www.verfassungsbeschwerde.eu).

Auch Attac macht sich gegen den Vertrag stark: Im alternativen Web-TV-Sender kontext-tv.de erklärt Attac-Mitglied Alexis Passadakis, was der Fiskalpakt für unsere Demokratie in Europa bedeutet. Auch er fordert deshalb auf, sich am Samstag an den Aktionen zu beteiligen.

Dabei hat für Aufregung gesorgt, dass die Stadt Frankfurt eine der größten Protest-Aktionen verboten hat: Unter dem Titel »« sollen hier mehrere Tage lang – nämlich die ganze kommende Woche – Aktionen im Frankfurter Bankenviertel stattfinden. Kaum ist das Verbot ausgesprochen, lassen und andere, beteiligte NGO (u.a. medico international) verlauten, dass das Verbot nicht rechtsmäßig sei – sie gehen davon aus, dass alle Veranstaltungen wie geplant stattfinden.

Ein Überblick über die Aktionen weltweit unter http://map.squaresdatabase.org

So – und was ist nun so los in und um Deutschland? Eine recht eindrucksvolle Weltkarte unter map.squaresdatabase.org. Sie zeigt in Form roter Punkte, wo überall auf der Welt Aktionen am 12. Mai stattfinden. Auch unter http://www.globalmay.org/de und www.may12.net findet man eine Karte – zusätzlich aber auch noch eine Auflistung nach Ländern und Städten. Von dort aus kommt man zu den entsprechenden Orga-Websiten. Speziell für Berlin – wo der größte Marsch erwartet werden dürfte – gibt es zudem die Website 12mai-berlin.org.

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Chinesische Taktiken für geschickte Campaignerhttp://www.fuereinebesserewelt.info/chinesische-taktiken-fur-geschickte-campaigner/ http://www.fuereinebesserewelt.info/chinesische-taktiken-fur-geschickte-campaigner/#comments Thu, 03 May 2012 12:27:57 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18707 über die Kunst des Campaignings.

Es ist knall orange und richtig gut: Andreas Graf von Bernstorff, seines Zeichens schon viele Jahre als Campaigner für Greenpeace tätig, hat ein schmales Taschenbüchlein im Carl-Auer Verlag heraus gebracht. Ein Büchlein, das ich jedem ans Herz legen möchte, der sich in einer NGO oder Initiative für politische Veränderungen einsetzt.

Denn das Buch bietet nicht nur praktische Tipps – etwa zum Kampagnendesign. Der Autor beschäftigt sich auch mit wichtigen Hintergrundüberlegungen. Zum Beispiel hat er ein ganzes Kapitel geschrieben, in dem es um die Bedeutung von Begriffen geht. Schafft man es, den (noch legalen) Export von Giftmüll als »Giftmüllschieberei« in die Medien zu bringen, hat man die öffentliche Meinung fast schon hinter sich.

Er beschreibt auch die Bedeutung von B-Plänen. Also der Tatsache, dass man als guter Campaigner eigentlich niemals, niemals, niemals eine Kampagne scheitern lassen darf. Nicht, dass sie nicht tatsächlich gescheitert wäre, weil man die Ziele, die man sich (intern) gesteckt hat, nicht erreicht. Aber in der Öffentlichkeit, so von Bernstorff, muss man die »Interpretationshoheit« über den Ausgang der Sache behalten. Mit anderen Worten: Es muss von außen gesehen immer so erscheinen, als sei man ans Ziel gelangt.

Taktik – so viel wird durch das kleine Büchlein klar – ist die wichtigste Tugend eines guten Campaigners. Er muss »Gegner« konstruieren, um die politischen Entscheidungen herbei zu führen, um die es ihm eigentlich geht. Da muss dann auch schon mal ein Unternehmen für herhalten, das eigentlich gar nicht zu den »Schlimmen« gehört. Das sich aber unter Druck setzten lässt (etwa, weil es im Vergleich zu den wirklich »Schlimmen« auf seinen guten Ruf bedacht ist).

Dabei kann auch schon mal ein Politiker ins Kreuzfeuer geraten, der eigentlich gar nicht für den Gesetzeszustand verantwortlich ist – aber so auf die Zustimmung der öffentlichen Meinung angewiesen ist, dass er schon für das entsprechende »Strippen ziehen« im Hintergrund sorgen wird.

Und so macht das kleine Büchlein auch eines klar: Wer sich für das »Gute« einsetzen will, »muss« auch Tricks und Schlichen anwenden – zumindest nach der Lesart von Bernstorffs. Er stützt sich dabei gerne auf die taktischen Prinzipien der Chinesen (einer davon lautet zum Beispiel, dass man die Truppen des Gegners immer intakt halten soll, damit man sich nach gewonnener Schlacht übernehmen kann).

Das wird manchem »verträumten Idealisten« nicht gefallen. Und auch ich musste mich beim Lesen hin und wieder fragen, ob denn wirklich der Zweck dieses oder jenes Mittel heiligt bzw. ob man nicht zu sehr »wie die da« wird, wenn man sich zu sehr auf die Taktiererei einlässt. Doch selbst wenn man die ein oder andere Strategie und Überlegung für sich selbst nicht anwenden möchte, profitiert man von der Lektüre.

Ja, ich wage zu behaupten: selbst wenn man nie als Campaigner arbeiten will, profitiert man von der Lektüre. Denn das Buch zeigt auch, wie Medien(macht) funktioniert. Und wie leicht wir alle uns – als kleiner Teil von dem, was wir »die öffentliche Meinung« nennen – manipulieren lassen. Und so wäre mein einzig negativer »Kritikpunkt« eigentlich nur der, dass das Buch definitiv zu schmal ist. Ich hätte gerne mehr von Herrn von Bernstorff erfahren ;-) .

Bibliografische Angaben:
Andreas Graf von Bernstorff
»«
Carl-Auer Verlag, Buchreihe Compact
ISBN 978-3-89670-831-1
13,95 Euro
www.carl-auer.de

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Nullbruchstellen: Ein Label gegen die geplante Obsoleszenzhttp://www.fuereinebesserewelt.info/nullbruchstellen-ein-label-gegen-die-geplante-obsoleszenz/ http://www.fuereinebesserewelt.info/nullbruchstellen-ein-label-gegen-die-geplante-obsoleszenz/#comments Fri, 27 Apr 2012 07:36:29 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18696

 

Rund 25.000 Gegenstände soll ein durchschnittlicher Deutscher besitzen. Und etwa 564 Kilo Hausmüll produzieren wir pro Kopf und Jahr (bis 2019 sollen es laut Eurostat 680 Kilo werden!). Ja, unsere Welt ist voll. Und das liegt zu einem nicht unerheblichen Maße daran, dass die Hersteller von Produkten sogenannte einbauen. Nun ist ein Label in Planung, das Produkte ohne »« ausweist.

 

Was ist die geplante Obsoleszenz?

Es können man absichtlich eingebaute Schwachstellen sein, die ein frühzeitiges Ableben eines Produktes provizieren. Meist sind diese Gegenstände dann außerdem so konstruiert, dass es sich nicht lohnt sie zu reparieren – oder es schlicht nicht möglich ist, weil alles verschweißt und nicht geschraubt ist. Ein andermal sind es extreme Moden, die Dinge – vor allem Kleidung – schnell veralten lassen. Es geht aber auch noch weiter. »Das sicherlich bekannteste Beispiel für die geplante Obsoleszenz ist ein Desktop-Drucker, bei dem ein Micro-Chip ab einer bestimmten Anzahl von Ausdrucken den Betrieb einfach sperrt«, erklärt Gabriella Höfler, Studentin an der Zürcher Hochschule der Künste und neben Myriam Marti und Raffael Greminger Initiatorin des Labels gegen Sollbruchstellen – genannt »Nullbruchstellen«.

 

Wie sieht das Label aus?

Noch stecken die Studierenden ganz am Anfang. Im Laufe eines Seminars zum Thema Sollbruchstellen kamen die Drei auf die Idee, dass es ein solches Label geben müsste. Es würde die Produkte ausweisen, die ohne geplante Schwachstellen auskommen. Damit wir Verbraucher uns bewusst gegen eine solche umweltunfreundliche Produktpolitik entscheiden und so natürlich auch Druck auf die Hersteller ausüben können. Denn die sehen die Drei vor allem in der Verantwortung: »Vom Verbraucher wäre es zu viel verlangt, sich hier ständig zu informieren«, meint beispielsweise Myriam Marti.

 

Welche Verantwortungen haben Hersteller und Designer?

Aber auch die Produkt-, Mode-, Industrie- und Kommunikationsdesigner sieht sie in der Pflicht. Denn sie sind schließlich die Experten, wenn es um zeitlose (also langlebige) Gestaltung geht – bestes Beispiel dafür seien die Design-Klassiker von Design-Ikone (http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Rams). »Aber auch das Material spielt eine große Rolle«, weiß Marti und weist auf die in den letzten Jahren zunehmend populär gewordene Theorie »« von Michael Braungardt hin (http://de.wikipedia.org/wiki/Cradle_to_Cradle): Seiner Ansicht nach, sollten wir Menschen einfach Produkte erzeugen, die ein Gewinn für die Natur sind, wenn wir sie wegschmeißen – anstatt einer Belastung. Beispielsweise kompostierbare Eisverpackungen, die Samen seltener Pflanzen freisetzen… Denn dann könnten wir so viel und nach Herzenslust konsumieren, es würde die Natur nur freuen.

 

Nullbruchstellen und Cradle to Cradle

Noch ist »Cradle to Cradle« eine Theorie und bislang nur ansatzweise in verschiedenen Industrieunternehmen realisiert. Noch ist unsere Welt überfüllt mit Produkten, die nicht nur viel zu schnell veralten oder kaputt gehen – sondern obendrein auch noch unsere Umweltressourcen ausbeuten und die Natur (und die Menschen in der so genannten dritten Welt) als Second-Hand-Ware (bspw. Kleidung) oder Müll extrem belasten. Noch ist das Label »Nullbruchstellen« eine sehr gute Idee. Denn noch steht nicht fest, wie man die so unterschiedlichen Produkte – von Klamotten bis Elektrogeräten – entsprechend prüfen könnte. Doch das Label wäre ein guter Anfang. Und mit Sicherheit macht es ein Problemfeld für viele Menschen überhaupt erst einmal sichtbar.

Weitere Infos gibt es unter www.facebook.com/Nullbruchstellen

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Yellow Cake: Atomkraft ist nicht nur am Ende schlimm!http://www.fuereinebesserewelt.info/yellow-cake/ http://www.fuereinebesserewelt.info/yellow-cake/#comments Wed, 25 Apr 2012 06:49:33 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18663 Ein Dokumentarfilm zeigt unbequeme Wahrheiten über den Uranabbau (klick auf das Foto, um den Trailer zu sehen).

Während Millionen von Menschen auf die diversen Katastrophen und Umweltverschmutzungen bei der Ölförderung schauen, fragen sich wenige, wie das eigentlich mit der Gewinnung von Uran aussieht? Klar, wir wissen nicht erst seit Tschernobyl und : Die Atomkraft ist gefährlich. Außerdem haben – obwohl wir schon jahrzehntelang suchen – noch kein passendes Endlager für den Müll gefunden. Doch mit der Urangewinnung beschäftigen wir uns nicht - den sogenannten bestellen wir bequem im Ausland… Der Film » - die Lüge von der sauberen Energie« schafft Aufklärung

 

Die Hinterlassenschaften des Uran-Abbaus

Dabei könnten wir Deutsche eigentlich auf eine Geschichte zurückblicken, die uns eines Besseren belehren könnte: Mehrere Jahrzehnte förderte die DDR über die Uran. Am 31.12. 1990 wurde der Uran-Tagebau eingestellt. Seitdem versuchen die ehemaligen Bergleute sowie Ingenieure das Gelände zu sanieren. 5 Jahre lang begleitete der Filmemacher Joachim Tschirner die Arbeiten: Aus einer gigantischen Mondlandschaft mit riesigen kegelförmigen Bergen von radioaktivem Geröll soll wieder eine »normale« Landschaft werden. Wie? Indem man das radioaktive Geröll in die riesigen Löcher des Tagebaus schüttet. Die radioaktivsten Steine nach unten, die weniger radioaktiven nach oben. Ob das gut geht? Keiner weiß es…

Eine Uran-Mine in Namibia mitten in der Wüste.

 

Das Problem mit dem Tailing

Dabei ist das Geröll laut Tschirner noch nicht mal das größte Problem. Bei der Gewinnung von Uran fallen riesige Mengen radioaktiven Abwassers an. Das so genannte Tailing. Weltweit - so sieht man im Verlauf des Films – wird dieses Abwasser in großen Becken gesammelt. Technisch ist es nicht möglich, diese wirklich abzudichten. Schon gar nicht über einen angemessen langen Zeitraum. Teilweise trennt nur ein schmaler Deich die Seen von großen Flüssen - zum Beispiel in den verlassenen Uran-Tagebauen in der Nähe von Uranium City in Kanada (der Lieferant für das Uran, dass für das Wettrüsten im Kalten Krieg »notwendig« war). In den ehemaligen WISMUT-Werken weiß man nicht genau, wie man langfristig sicher verhindern soll, dass das Tailing ins Grundwasser sickert. In Kanada scheint man sich darüber gar nicht erst Gedanken zu machen…

 

Widerstand gegen Uran-Minen in Australien

In Australien haben sich die Aborigines in einem jahrelangen Widerstand gegen die Uran-Tagebaue auf ihrem Land gewehrt Die Aborigines haben ein Veto-Recht, doch wurde die Zustimmung zum Teil mit leeren Versprechungen erschlichen, zum Teil wurde das Veto-Recht einfach ignoriert. Und so wurde mit dem Abbau einfach schon mal begonnen. Heute ist die Arbeit zwar eingestellt, doch keiner weiß, ob die Betreiber der Minen die Landschaft je wieder so zurück geben werden, wie sie sie erhalten haben…

Die Aborigines haben gegen die Uran-Minen auf ihrem Land gekämpft - und gewonnen!

 

Und wirtschaftliche Notwendigkeiten

In anderen Ländern zwingt die wirtschaftliche Notwendigkeit die Menschen zu einem unkritischeren Verhältnis zu den Uran-Minen. Der Film zeigt zum Beispiel mehrere Frauen in namibischen Uran-Minen. Sie gehören zu den Privilegierten in der Gesellschaft Namibias, weil sie eine feste Anstellung haben. Wie hoch die Strahlendosis ist, der sie täglich ausgesetzt sind - das wissen sie allerdings nicht. Und wie es scheint, machen sie sich auch zum ersten Mal darüber Gedanken, als das Filmteam sie danach fragt.

Ähnlich sieht es im bereits erwähnten Uranium City aus. Vor Jahren haben die Betreiber einige Kilometer weiter bessere Uran-Vorkommen entdeckt. Seit dem stirbt die Stadt, die im letzten Jahrhundert Hochburg des Uran-Abbaus war, langsam aus. Die, die noch da sind, hoffen, dass sie wieder Betreiber für den Uran-Abbau in ihrer Region gewinnen können: Und schicken Teenager los, um radioaktive Bodenproben aus Bohrungen zu sammeln. Ob das nicht gefährlich für ihre Gesundheit sei, will das Kamerateam durch das Geknatter des Geigerzählers wissen? Die beiden Mädchen zögern. Nein, meinen sie dann, denn sonst würde man sie das ja nicht machen lassen…

In Uranium City blühte einst das Leben, heute ist es fast eine Geisterstadt – die Betreiber der Minen haben woanders mehr Uran-Vorkommen entdeckt.

 

Unser Fazit: Yellow Cake

Ja, der Film stimmt nachdenklich. Er zeigt Menschen, die für den Uran-Abbau sind - meist aus wirtschaftlichen Gründen. Wobei man ihnen entgegenhalten könnte, dass die Sanierung der Minen gigantische Summen verschlingt: Die Sanierung der WISMUT wird uns laut Tschirner zum Beispiel 6,5 Milliarden Euro kosten und geschätzt noch bis mindestens 2020 dauern.

Und natürlich zeigt der Film diejenigen, die skeptisch bis ablehnend sind. Wie beispielsweise der DDR-Umweltaktivist Michael Beleites. Er fing in den 1980ern an, die Minen von WISMUT zu dokumentieren (sie waren in keiner Landkarte verzeichnet und existierten offiziell gar nicht). Angesichts der katastrophalen Auswirkungen der WISMUT für Natur und Mitarbeiter fragt er sich und uns: »Ist es moralisch vertretbar, Uran für unsere Energiegewinnung zu importieren von Menschen, denen wir damit diese Umwelt- und Gesungheitsrisiken zumuten?«. Ja, diese Frage ist rhetorisch…

Hier noch mal die Daten zum Film:
Yellow Cake – die Lüge von der sauberen Energie
Von Michael Tschirner
22,90 Euro inkl. Versand
www.yellowcake-derfilm.de

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Ad ACTA? Diskussionsabend über Urheberrechte, Datenschutz und Pirateriehttp://www.fuereinebesserewelt.info/ad-acta-diskussionsabend-uber-urheberrechte-datenschutz-und-piraterie/ http://www.fuereinebesserewelt.info/ad-acta-diskussionsabend-uber-urheberrechte-datenschutz-und-piraterie/#comments Mon, 23 Apr 2012 10:10:30 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18685

Dienstag Abend (24.4.2012) streiten wir uns mit anderen um die Frage: Was bringt ? Zwar ist das geplante Abkommen fast zu den Akten gelegt, doch die Diskussion um Fragen des Urheberrechts, des Datenschutzes und der sind nach wie vor eine spannende und lebhafte Debatte wert. Wir diskutieren mit: Prof. Dr. Dr. g. c. Karl-Heinz Ladeur von der Uni Hamburg und mit Herrn Lercher von der Initiative »« Hamburg. Ladet euch hier das Plakat als PDF runter und KOMMT und diskutiert mit! Die Veranstaltung wird organisiert vom Akademikerbund Hamburg.

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Gewinn mal: Ein neues Wir!http://www.fuereinebesserewelt.info/gewinn-mal-ein-neues-wir/ http://www.fuereinebesserewelt.info/gewinn-mal-ein-neues-wir/#comments Fri, 20 Apr 2012 05:41:06 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18640

Wir verlosen die über in Europa! Was Du dafür tun sollst? Schick uns einfach die URL von Deinem allerliebsten Gemeinschaftsprojekt!

Ja, wir haben Glück gehabt: L.O.V.E. Filmproduktion hat uns versehentlich 2 DVDs für die Rezension geschickt (siehe hier) – und sie waren so nett, uns die 2. DVD zur Verlosung zu überlassen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr und sagen: Vielen Dank!!!

Schickt uns die URL Eures Lieblings-Gemeinschaftsprojektes

Und nun seid ihr am Zug: Wenn ihr euch für den Film interessiert und gerne die DVD gewinnen würdet, dann schickt uns den Link zu dem Gemeinschaftsprojekt, das Euch am meisten begeistert! Das kann ein Stadtgarten-Projekt sein oder ein Umsonstladen. Es kann ein Tauschring sein oder eine Regionalwährung. Es kann sich um ein alternatives Wohnprojekt, ein Kunstprojekt, ein OpenSource-Projekt oder ein landwirtschaftliches Projekt handeln. Ihr entscheidet!

So gehts: Schreiben, twittern oder posten

Die Links könnt ihr uns bis zum 1. Mai (einschließlich) schicken, indem ihr:

- uns eine E-Mail sendet
- am Ende dieses Blogposts einen Kommentar hinterlasst
- uns auf die Facebook-Pinnwand schreibt (www.facebook.com/fuereinebesserewelt)
- oder uns Twittern (@FebW_Tweets)

Natürlich freuen wir uns über spannende Einreichungen, die wir dann wiederum gerne auch in unserem Blog vorstellen! Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen…

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Blockupy United - der Protest geht weiter!http://www.fuereinebesserewelt.info/blockupy-united-der-protest-geht-weiter/ http://www.fuereinebesserewelt.info/blockupy-united-der-protest-geht-weiter/#comments Wed, 18 Apr 2012 14:11:48 +0000 ilona http://www.fuereinebesserewelt.info/?p=18627 Der Winter ist überstanden - und die Occupy-Aktivisten dürften aufatmen. Aber was ist aus der Bewegung geworden? Sie ist noch da. Am 12. Mai sind wieder weltweite Demonstrationen geplant. Doch auch bis dahin gibt es verschiedenste Aktionen.

Die Occupy Bewegung: Was bisher geschah

Lange war es unklar, ob die Bewegung überlebt oder nicht. Wenn es nicht die zum Teil brutalen Räumungen sein könnten, dann auf jeden Fall die winterliche Kälte, die den den wackeren Zeltbewohnern die Lust auf den Dauerprotest schon austreiben würde… dachte vielleicht der ein oder andere.

 

Und wie es weiter geht: Weltweiter Aktionstag am

Doch weit gefehlt. Die meisten Camps (in Deutschland) haben überlebt – wenn auch in reduziertem Format. Und für Mitte Mai – dann nämlich, wenn sich der erste weltweite Protesttag am 15. Mai 2011 (fast) jährt – ist wieder globaler Widerstand angesagt. Die Vorbereitungen in den einzelnen Städten laufen auf Hochtouren. Jede Hand und jedes Hirn ist herzlichst willkommen. Also scheut euch nicht und macht mit! Zum Beispiel haben sich in Hamburg unter dem Motto »United Hamburg« mehrere -Bewegungen und NGOs zusammen geschlossen, um dem 12. Mai vorzubereiten (www.united-hamburg.net).

 

Was bis dahin an Aktionen los ist

Bis dahin könnt ihr aber auch schon mal ein bisschen üben: Occupy Frankfurt ruft für den kommenden Samstag (21. April 2012) zur Demonstration auf. Und in Berlin soll es morgen (19.April 2012) eine Probe-Blockade der EU-Vertretung geben (www.blockupy-frankfurt.org). In Frankfurt soll dann um den 12. Mai herum sogar eine komplette Woche Aktionsprogramm geboten werden (siehe ebenfalls ).

Einen Überblick der geplanten Aktionen gibt es zum Beispiel bei www.may12.net

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