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Fleisch verbieten?

25. Mai 2009 | Von david | Kategorie: Gesundheit & Ernährung

pixelio_fleisch_cb.jpg(Sein.de) Auf fleischverbot.info läuft gerade eine Petition zum Verbot von als Nahrungsmittel. “Sind die Vegetarier jetzt völlig durchgeknallt?”, wird sich so mancher fragen – oder gibt es vielleicht tatsächlich gute Gründe, zu verbieten?

Die Diskussion ums Fleischessen wird seit Jahren sowohl von Carnivoren, als auch von Vegetariern mit großer Leidenschaft geführt. Und auch wenn “militante” Vegetarier, für die der nicht-Verzehr von zu einer Art Ersatzreligion geworden ist, dazu neigen, ihren Mitmensch extrem auf die Nerven zu gehen, muss eines mal festgehalten werden: Sie haben verdammt nochmal recht!

Die weit verbreitete Meinung “das muss doch jeder selber wissen”, ist bei näherem Hinsehen nämlich unhaltbar: Der verheerende Effekt, den das Fleischessen auf den Planeten und das Ökosystem hat, muss nämlich von allen getragen werden. Und damit ist Fleischessen keine persönliche, sondern eine gesellschaftliche Frage. Warum also nicht das Fleischessen einfach verbieten?

Was zunächst wie eine Provokation oder völlig wahnsinnige Idee erscheint, wird etwas plausibler, wenn man bereit ist, sich die Fakten einmal näher anzusehen. ist keine Herzensentscheidung, sondern eine pragmatische Notwendigkeit, wenn uns irgendwas am Erhalt dieses Planeten liegt. Da die meisten Menschen diese Tatsache jedoch aufgrund eines niedrigen Bildungsstandes oder krasser Realitätsverweigerung nicht akzeptieren mögen, ist es vielleicht tatsächlich Zeit für ein Verbot.

ist Unsinn
Es gibt faktisch keinen einzigen guten Grund zu essen (vom Geschmack mal abgesehen). Die Ansicht, das vegetarische oder vegane Ernährung zu irgendwelchen Mangelerscheinungen führen würde ist widerlegt, dafür ist aber ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von und den großen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Gicht, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes inzwischen durch Langzeitstudien bewiesen.

Und es gibt eine Vielzahl von sehr guten Gründen, auf zu verzichten – keiner davon hat irgendwas mit Tierliebe zu tun. Schauen wir uns doch ein paar davon mal an.

ist Verschwendung
ist unlogisch. Aus 10 kg Getreide kann nur 1 kg Rindfleisch gewonnen werden, den Rest braucht das Rind für seine Lebenserhaltung. Wer sich über den Umweg von ernährt, verbraucht also viel mehr Pflanzen, als bei der vegetarischen Lebensweise. Das gilt auch für die Eiweißbilanz: Würde man die als Futtermittel verwendeten Lebensmittel direkt verwenden, ließen sich auf der gleichen Fläche 5 – 10 mal mehr Menschen mit Eiweiß ernähren als bei - und Milchwirtschaft. Tiere konsumieren nämlich weit mehr Protein als sie produzieren. Für jedes Kilogramm tierischen Proteins, das produziert wird, konsumieren Tiere im Durchschnitt fast 6 Kilogramm pflanzliches Protein in Form von Getreide und Grünfutter. Tierisches Protein kann vom Menschen aber nur etwa 1,4 mal besser verwertet werden als pflanzliches.

ist das teuerste und ineffizienteste Nahrungsmittel, das man essen kann.

ist Menschen-Mord
Schon heute sterben zahlreiche Menschen in den Entwicklungsländern, weil die dort produzierten Lebensmittel als Futtermittel für die Industrienationen verwendet werden. Harvard-Ernährungswissenschaftler Jean Mayer schätzt, dass durch eine Reduktion der Fleischproduktion um 10%, soviel weniger Getreide produziert werden könnte, wie zur Versorgung von 60 Millionen Menschen notwendig ist.

trinkt
Auch wenn es uns in einem Land, in dem noch immer aus der Leitung kommt nicht bewusst ist: Sauberes Trinkwasser ist ein knappes Gut. Viele Forscher warnen schon jetzt, dass das nächste Gold und Öl ist und künftige Kriege sich vor allem um Trinkwasser drehen könnten.

Ein Kilo Fleisch zu produzieren verbraucht 15.000 Liter Wasser – ein Kilo Getreide benötigt gerade mal 1.000 Liter. Fleischesser verbrauchen durchschnittlich 5.000 Liter pro Tag mit ihrer gesamten Ernährung, Vegetarier etwa 2.000 Liter. Nur um die Auswirkungen mal plastisch zu machen: In China ist der durchschnittliche Fleischkonsum seit 1985 von 20 kg pro Jahr auf 50 kg pro Jahr angestiegen. Der dadurch verursachte Mehrverbrauch an beträgt 390 Trillionen Liter – das ist fast soviel wie ganz Europa zusammengenommen an verbraucht.

Man spart also mehr , indem man ein 500 Gramm Steak nicht isst, als dadurch, ein ganzes Jahr nicht zu duschen.

Außerdem belastet die Gülle das Grundwasser massiv mit Nitrat und macht es langfristig ungenießbar.

frisst Boden und
Nutztierhaltung nimmt 30% der gesamten Landoberfläche der Erde in Anspruch – einschließlich der für den Anbau von Futtermitteln genutzten 33% des gesamten Ackerlandes. Landwirtschaftliche Tierhaltung führt zur Abholzung von Wäldern, um Platz für neues Weideland zu schaffen, und zu einer gravierenden, weit verbreiteten Verschlechterung des Bodens durch Überweidung, Verdichtung und Erosionen.

Der südamerikanische , die “Lunge der Welt”, wird gerodet, um Anbauflächen für Futtermittel sowie Weideflächen zu schaffen. Dabei werden Gebiete abgeholzt, die um ein vielfaches größer sind als Deutschland. Der Wasserhaushalt, das Klima und der Kohlendioxidgehalt der Luft werden nachhaltig verändert. Zehntausende von Pflanzen- und Tierarten werden ausgelöscht.

Die Verdunstung von Ammoniak der riesigen Menge von Gülle aus der Massentierhaltung führt zur Bildung von Salpetersäure, die neben Schwefeldioxid (Industrie) und Stickoxide (Kfz) wesentlich für das weltweite Waldsterben verantwortlich ist.

und der
Ein Studie der UN-Ernährungs- und Agrarorganisation kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: Landwirtschaftliche Tierhaltung verursacht mehr Treibhausgas-Emissionen als alle Autos, Flugzeuge, LKWs und Schiffe der Welt zusammengenommen.

Tierhaltung ist dabei nicht nur in Sachen CO2-Ausstoß ganz vorne mit dabei. Viehzucht ist für 65% der weltweiten Stickoxidemissionen (NO ist 296-mal so schädlich wie CO2), 37% der Gesamtmethanproduktion (23-mal schädlicher als CO2) und 64% der gesamten Ammoniakproduktion verantwortlich, die sauren Regen und Nitrat im Grundwasser verursacht. Zusammen bewirken diese Gase den Treibhauseffekt, der zur globalen Erwärmung führt, die das Ökosystem Erde in noch nie dagewesenem Ausmaß bedroht.

Die Ergebnisse der FAO wurden von zahlreichen Universitäten und Institutionen bestätigt.
Ein Verbot als Lösung?

Angesichts dieser Fakten sieht ein Verbot von Fleischverzehr gar nicht mehr so verrückt aus – Wenn eine Sache keinen positiven Nutzen hat, aber im Gegenteil verheerende Folgen, ist ein Verbot gar nicht mehr so abwegig. Warum zum Beispiel ist Heroin verboten und erlaubt? Auch wenn dieser Vergleich vielleicht etwas hinkt.

Es muss aber ja auch nicht gleich ein Verbot sein: Eine Steuer wäre aber das mindeste. Denn die negativen Auswirkungen der Massentierhaltung werden auf die Gesellschaft als ganzes umgesetzt – das ist gesellschaftlich subventionierter Wahnsinn. Durch eine Fleischsteuer könnte immerhin so teuer gemacht werden, dass auch hartnäckige Fleischfresser ihren Verbrauch wieder auf den Sonntagbraten zurückfahren – und die Fleischproduktion so unwirtschaftlich würde, wie sie in Wirklichkeit schon lange ist.

Wer ein Zeichen setzen möchte, kann auf fleischverbot.info die Petition zum Verbot von Fleisch unterzeichnen – und dort gleich noch viele interessante Informationen nachlesen.

David Rotter

Quelle: Sein
Bildquelle: cb, Pixelio.de

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11 Kommentare
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  1. Es gibt Menschen die nicht mehr als etwas Fleisch am Tag zu Essen haben und es gibt welche, die sich dieses als “Leckerei” gönnen, obwohl sie auch anders könnten. Den Ersten will ich den Verzehr nicht absprechen, den Zweiten schon. Es gibt ansonsten keinen Grund, für übermäßigen Fleischverzehr. Dazu kommt das unsägliche Leid der Tiere!!!

    George W.
    (man kann sich doch mal irren)

  2. Stimme dem Beitrag vollends zu. Aber: “Fleisch verbieten!” hört sich fast noch zu harmlos an… “Tiermassentötung verbieten!” trifft es da noch besser.Auch wenn es hier um andere Folgen der Produktion geht. Zu viele Menschen sehen ein schön hergemachtes oder neutral verpacktes Stück Fleisch und haben gar keinen Bezug zur Produktion. Das schlimmste sind diese Aufschnittscheiben mit lächelnden Gesichtern drauf. Tiere töten bleibt Mord, egal wie andere das nennen, oder?

    Minimax

  3. Kämpfe nie gegen etwas – sondern für etwas. Es sollte doch darum gehen, die geistig vorherrschende Haltung einer möglichst großen Bevölkerungsschicht positiv zu verändern. Schon alleine die Verbotsforderung wird das Gegenteil hervorrufen – Hass und Unverständnis der meisten Fleischesser. Die gesamte Aktion sollte also positiv formuliert werden und nicht als Verbot, um aufgenommen zu werden.

    Zukunftsdenker

  4. Hallo “Denke an die Zukunft”,

    im Grunde genommen ist der Kampf um Fleischverzicht insbesondere ein Kampf um das Leben der Tiere, die zu Millionen in großen Fabriken gezüchtet und getötet werden, nur damit es dem Menschen schmeckt. Mal abgesehen von den Regionen dieser Welt, in denen die Menschen vom Verzehr des Fleisches abhängig sind, gibt es in den Industrienationen – außer der Lust auf Fleisch – kein echtes Argument für den Fleischverzehr.

    Ich bin seit bald 25 Jahren Vegetarier. Mir wurde damals von Ärzten gesagt, dass ich nach 10 – 15 Jahren mit erheblichen Gesundheitseinbußen zu rechnen habe. Mir geht es aber noch immer bestens. Das gesundheitliche Argument kann ich nicht nachvollziehen. Mir wurde mal gesagt, dass Kinder ohne Fleisch zu essen, in ihrer Entwicklung benachteiligt seien. Dies kann ich auch nicht erkennen, da alle vegetarisch ernährten Kinder die ich kenne, keinerlei nachteilige Gesundheitsfolgen zu ertragen hätten. Hier müsste ein Ernährungswissenschaftler (und zwar keiner der Fleischlobby) noch mal erklären, was an diesem Argument wirklich dran ist.

    Vielleicht ist die “Kampfansage” an die Fleischesser nicht der beste Weg. Vielleicht geht es mit Argumenten besser, doch diese höre ich jetzt seit Jahrzehnten. Und trotzdem wurden die Nahrungsmittelindustrie und Fleischproduzenten immer “perfekter” darin, den Fleischertrag zu erhöhen. Ich werde hier keine Fotos aus den Schlachthallen und von den Brutfabriken und Tötungsfließbändern zeigen. Doch wer sich diese mal angesehen hat, wird allein wegen dem Argument “Aber es schmeckt mir doch so gut!” noch kein Verständnis für diesen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen zeigen.

    Welche Chance haben diese Tiere, Dir von ihrem Unverständnis und von ihren Todesängsten zu erzählen? Wäre es ein Mensch, ein guter Freund oder Verwandter, so würde niemand wagen, ihr Leben dem eigenen Genuss zu opfern. Zum Glück sind wir keine Kannibalen, aber wer sagt, dass die Tiere wichtig und weniger wert sind als wir Menschen?

    Dieses sind rein ethische Argumente. Die ökologischen sind hier noch gar nicht berücksichtigt…

    Viele Grüße,
    Marek

  5. Fleisch verbieten?

    Bei allem Respekt vor alternativen Ansichten und Lebenseinstellungen: Ein Rostbraten mit deffiger Soße, leicht angebräunten Zwiebelringen und handgeschabten Spätzle ist für mich ein Hochgenuss! Darauf will und werde ich nicht verzichten, doch gönne ich mir dieses schmackhafte Mahl nur alle paar Wochen einmal.

    Fleischverzehr wurde im Übrigen schon in der Bibel erwähnt (ebenso wie Wein) und dürfte somit weder aus gesundheitlicher Sicht noch aus irgendwelchen ideologischen Gründen verachtenswert sein.

    Also nichts für ungut
    und mit freundlichen Grüßen
    von Gärtnerjoe

  6. Hallo Gärtnerjoe,

    wir können froh sein, dass Du kein Menschenfleisch magst, wenn Dir der reine Genuß als Argument schon reicht.
    ;-)

    Du argumentierst allein aus Deiner eigenen Sicht. Was sagt denn das Tier dazu, dass für ein paar Minuten Genuß dran glauben muss? Übrigens sagt die Bibel auch: Du sollst nicht töten!

    Nichts für ungut,
    Gruß,
    Gregor

  7. @Gärtnerjoe,

    ich frage mich immer wieder, nur nicht beim Fleischthema, warum gerade die Bibel immer wieder zitiert wird, wenn es “uns” Menschen gerade so in den Kram passt.

    Bitte vergiss nie, das die Bibel von Menschen geschrieben wurde. Und auch vieles in der Bibel hat symbolhaften Charakter. Darunter verstehe ich auch den Teil der sagt, macht euch die Erde untertan.

    Nachdem Kain Abel erschlug zog er aus und suchte sich eine Frau um seine Familie zu gründen. Das erklär mir mal wie er das machte als einziger Mensch neben seinen Eltern…….
    Wer bei der Bibel am Wort festhängt, der hat das ganze Ding nicht verstanden :)

    Viele Grüße
    Stefan

  8. Der Link >>Die Ansicht, das vegetarische oder vegane Ernährung zu irgendwelchen Mangelerscheinungen führen würde ist widerlegt – http://www.eatright.org/cps/rde/xchg/ada/hs.xsl/advocacy_933_ENU_HTML.htm<< ist leider nicht mehr aktuell.

    Danke. Solch eine Seite war lange überfällig, denn Probleme müssen einem erst bewusst sein, damit diese gelöst werden.

  9. Ich sehe schon, dass sich auch einmal ein aufrechter Fleischesser zu Wort melden muss:

    Interessanterweise habe ich mir just die Tage Gedanken darüber gemacht, welche Bedeutung Fleisch für mich hat, und ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass Fleisch so ziemlich das einzige ist, was mir das Leben lebenswert macht.

    Das mag für euch absurd erscheinen, genauso absurd erscheint es mir jedoch, dass ein Mensch auch nur einen Tag lang kein Fleisch essen will, geschweige denn ein Leben lang???
    Ich übertreibe keineswegs, wenn ich sage, dass der Gedanke, nur noch Grünzeug zu essen, für mich unerträglich ist!!!
    Gäbe es kein Fleisch, wäre ich permanent schlecht gelaunt, hätte Depressionen und würde wahrscheinlich zum Alkoholiker verkommen. Gutes Essen ist nun mal das größte Glück meines Lebens, und Fleisch ist dabei nicht wegzudenken!!!

    Vielleicht denkt ihr daher auch einmal an Personen, die eure Lebenseinstellung nicht teilen, und an die Konsequenzen, die die Menschheit nehmen würde, wenn es kein Fleisch gäbe, bevor ihr euch weiterhin gegenseitig bestätigt, wie sündhaft Fleisch doch ist.
    Genauso sinnig wäre es, ein Alkoholverbot zu fordern: Alkohol ist schädlich, fördert Kriminalität, und bestimmt findet sich auch irgendeine Studie, die belegt, dass Alkoholkonsum der Ozonschicht schadet.
    Dennoch würde die Menschheit vermutlich wahnsinnig werden, oder sich gegenseitig auslöschen wenn es ihn nicht gäbe…

    In diesem Sinne,
    Anonymous

  10. Hallo Anonymus, OK, dann sagen wir den Tieren das wir sie schlachten MÜSSEN, da wir sonst schlechte Laune bekommen… Würdest Du dafür Dein Leben geben, damit eine andere Spezies glücklich ist? Gewiss nicht. Das Verhältnis zwischen Erfüllung und Ernährung das Du aufzeigst sehe ich auch. Ich kenne aber genügend Vegetarier die nie ausflippen, besonders nervös oder aggressiv sind. Und ich kenne Fleischesser die es doch sind. Es scheint mir also keine zwangsläufige, biologische Folge zu sein.

    Manchmal ist es auch einfach nur der Wunsch etwas zu haben… und wenn man es nicht bekommt, dann wird man eben wütend. Klar. Jetzt Rauchern oder Fleischessern einen Vorwurf zu machen ist absoluter Quatsch. Trotzdem kann man über den Sinn des Fleischverzehrs nachdenken. Aus der Perspektive des Menschen betrachtet ist Deine Argumentation nachvollziehbar, sie funktioniert aber gar nicht mehr, wenn man den Tieren auch nur ein Zipfel Daseinsrecht zugesteht. Es sind keine Produkte die nur auf der Welt sind, um von uns gefressen zu werden… Und wenn Du guckst, WAS für ein Dasein diesen Tieren zugemutet wird, dann wirst Du gewiss nicht mit ihnen tauschen, auch wenn die Tiere dadurch so glücklich werden könnten wie Du es für Dich forderst.

    Max Headroom

  11. Interessanter Bericht mit eindeutig einseitiger Argumentation.
    Ich hatte das Glück, aber leider auch manchmal das Pech, zusammen mit einem Vegetarier eine Ausbildung zu machen bzw. eine Zeit lang mit ihm gemeinsam zu arbeiten. Ich konnte dadurch ein paar Erfahrungen mit Vegetarier sammeln, wobei ich selbst diese Ernährungsphilosophie noch nicht selbst getestet habe.
    Vegetarier müssen sehr wohl mehr aufpassen, wenn sie verhindern wollen, an Mangelerscheinungen zu leiden. Ihnen ist es durchaus möglich, mit der richtigen vegetarischen/veganischen Ernährung zu vermeiden an Mangel zu leiden, aber nur wenn sie darauf achten, was sie zu sich nehmen. Aber Sie können doch nicht glauben, dass der durchschnittliche Mensch fähig wäre, sein Essen sinnvoll auszuwählen und einzuteilen. Wir hätten ansonsten dann doch dadurch (fast) keine Fälle von Übergewicht/Fettleibigkeit mehr zu beklagen. Aber die Leute sind leider diesbezüglich schlicht und ergreifend unfähig.

    Abgesehen von diesem Punkt hat die vegetarische/veganische Ernährung, wenn man nicht aufpasst, noch einen Haken. Mein Bekannter hatte nämlich sich seine Nahrung wohl so ausgewählt, dass er zu vermehrten “Gasentlandungen” geneigt hat. Diese zeichneten sich aber nicht nur in ihrer Häufigkeit aus, sondern auch in der Intensität des Geruchs. Angeblich waren jedoch Bohnen nie der Ursprung dieser Zustände.

    Zusammengefasst muss ich leider sagen, dass ich Ihrem Artikel in dieser Form nicht glauben kann. Ihre Links funktionieren jetzt nicht mehr. Wenn diese nicht auf anerkannte Webseiten von Ernährungswissenschaftler verlinkt haben, haben Sie in meinen Augen kein stichhaltiges Argument.

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