20 Jan 2011

NABU-Dokumentarfilm über 15 Jahre Gen-Soja-Anbau in Lateinamerika

2 Kommentare Umwelt & Tierschutz

Bei uns in Deutsch­land wird schon seit Jah­ren um die in der Land­wirt­schaft gerun­gen. Die EU-Kommission will sie und übt Druck auf ihre Mit­glieds­län­der aus. Doch den meis­ten ist die Sache nicht geheuer und sie sper­ren sich, zum Bei­spiel - ein­zu­set­zen. Im letz­ten Jahr tauchte das gen-verseuchte dann doch auf Äckern in sie­ben Bun­des­län­dern auf und man ver­mu­tete, dass hier durch die Aus­saat Fak­ten geschaf­fen wer­den soll­ten. Denn ist das Gebiet erst mal »kon­ta­mi­niert«, so ist es schwie­rig das Zeug wie­der los zu wer­den. Seit­her tobt der Streit, wol­len Her­stel­ler wie Mons­anto unbe­dingt mit ihren Pro­duk­ten auf die Fel­der und Geg­ner dies mit allen Mit­teln ver­hin­dern.  Der Natur­schutz­bund Deutsch­land (NABU) zeigt in einem bewe­gen­den Video was 15 Jahre Gen-Soja-Anbau in Latein­ame­rika bewirkt haben - nichts Gutes.

In Deutsch­land ist, wegen des Dioxin-Skandals, ohne­hin gerade Land unter. Alles redet über die Qua­li­tät unse­rer Nah­rungs­mit­tel und empört sich hef­tig. Doch genauso wie der Skan­dal auf­kam, wird er auch wie­der gehen - wie viele andere zuvor. Ob das Fleisch von fin­den Her­stel­lern nun für »bes­sere Zei­ten« ein­ge­fro­ren wird, ob der X-Punkte-Plan von Ilse Aigner auf­geht… alles das spielt eigent­lich keine Rolle, da es »Klein­kram« ist, sobald man sich anschaut, wie es gene­rell zugeht in der Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie. Es gibt eine ganze Reihe ehr­ba­rer Land­wirte, Öko-Bauern usw. doch es gibt auch die gro­ßen Kon­zerne die das Geschäft welt­weit betrei­ben und die Klei­nen immer wei­ter bedrängen.

Von so einer »Bedräng­nis« ist in einem Film von die Rede. Pablo Paciuk, Film­au­tor aus Uru­guay, ver­folgt seit vie­len Jah­ren, wie sich sein Hei­mat­land durch den Anbau von gen­ma­ni­pu­lier­ten Pflan­zen immer mehr in eine Agrar­wüste ver­wan­delt. Doch die unhei­lige »Drei­fal­tig­keit« aus Agrar­lobby, Medien und dem Staat betreibt ein nur schwer durch­schau­ba­res Spiel: »In Zusam­men­ar­beit mit dem NABU ist nun ein Doku­men­tar­film über die Situa­tion in ent­stan­den. Pablo Paciuk hat mit den Men­schen vor Ort gespro­chen. Sie berich­ten von schwe­ren Krank­hei­ten, erhöh­ter Kin­der­sterb­lich­keit und Unfrucht­bar­keit - Fak­ten, die bis­her ver­bor­gen blieben.«

Trans­gene Pflan­zen und Agro­che­mi­ka­lien
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Hin­ter­grund
Hierzu schreibt NABU auf sei­ner Seite: »Der groß­flä­chige Anbau von gen­tech­nisch ver­än­der­tem Soja ver­gif­tet Men­schen, Natur und Umwelt in Latein­ame­rika. Die ein­zi­gen Gewin­ner sind Groß­grund­be­sit­zer und der Kon­zern Mons­anto, der das mani­pu­lierte Saat­gut ver­kauft. Die Soja wird fast 100 Pro­zent expor­tiert nach USA und Europa. Bil­li­ges Fut­ter­mit­tel für unsere Kühe, Schweine und Hüh­ner für bil­li­ges Fleisch. Den Preis dafür zahlt der Süden.«

Es spielt also fast keine Rolle, wo genau das kon­ta­mi­nierte Saat­gut ver­wen­det wird, da die dar­aus erzeug­ten Fut­ter­mit­tel ohne­hin um die ganze Welt rei­sen. Nicht gerade beruhigend…

In die­sem Zusam­men­hang wei­sen wir noch mal auf die Demons­tra­tion »Wir haben es satt« hin die am 22. 1. in Ber­lin statt­fin­det. Das Motto: »Nein zu Gen­tech­nik, Tier­fa­bri­ken und Dumping-Exporten!«

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Geschrieben von
Als kleiner Junge lief ich immer mit einem Bleistift in der Hand herum und fragte die Menschen in meiner Umgebung Löcher in den Bauch. Denn genauso stellte ich mir einen Reporter vor: wie einen Detektiv mit Schreibblock... Auch heute noch versuche ich gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anzutreten – so wie meine Helden von damals. Und das Projekt „Für eine bessere Welt“ ist ein wichtiger Teil dieser Arbeit.
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2 Antworten to “NABU-Dokumentarfilm über 15 Jahre Gen-Soja-Anbau in Lateinamerika”

  1. Grüner Typ
    Antworten15 Jahre Gen-Soja-Anbau in Lateinamerika - Keine Erfolgsgeschichte - Farmblogger says:

    […] und Natur­ver­lust. Erfolgs­ge­schich­ten sehen anders aus. Wir haben es satt! Link zum Video via Für eine bes­sere Welt Geschrie­ben von Michael Wenzl in Agrar um 08:54 | Kom­men­tare (0) | Track­backs (0) Tags für […]

  2. AntwortenBettina says:

    Man kann also nicht sicher sein, dass man sich gesund ernährt. Heut­zu­tage ist nichts sicher und es ist trau­rig, dass die Men­schen sich gegen­sei­tig vergiften.

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