Radio: Dealer, Diebe, Datenfänger - Wie der Stadt ermittelt
3. Februar 2010 | Von marek | Kategorie: Wirtschaft & Finanzen
Der Bundesnachrichtendienst kauft die Daten von Steuersündern. Der Staat kassiert Millionen an Straf- und Nachzahlungen. Die Daten waren einer Liechtensteiner Bank geklaut worden. Na und! Da kennt der Finanzminister keine Skrupel. Zwei Jahre später das gleiche Spiel: Neue Daten-CD, neue Bank, neuer Finanzminister. Schon stellt sich wieder die Frage: darf der Staat den Hehler machen? Geschäfte mit Kriminellen - geht das? Andererseits: tut er das nicht sowieso schon jeden Tag? Wenn er seine verdeckten Ermittler vorschickt - als Drogenhändler, als Neonazis, in Kinderpornoringe. Sollte das alles auch illegal sein? Und wenn ja - was dann?
Frank A. Meyer, Chefpublizist Ringier, Schweiz
Konrad Freiberg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei
Axel Kossel, Computerzeitung c’t
Hans Leyendecker, Süddeutsche Zeitung
Prof. Rainer Hamm, Strafrechtler, ehem. hessischer Datenschutzbeauftragter
Moderation: Florian Schwinn
Hier geht es zur RADIOSENDUNG.
Bildquelle:
Claudia Hautumm, Pixelio.de
Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung
hr2-kultur | Der Tag











Interessant ist in dieser Affäre zu sehen, wie wenig darüber in den Medien diskutiert und hinterfragt wird. Sicherlich gibt es da das eine oder andere Blatt, dass unangenehme Fragen stellt, aber letztendlich scheinen sich damit alle abgefunden zu haben und es überrascht offenbar auch kaum jemanden, wie weit der Staat mittlerweile bereit ist und welche Mittel er in Kauf nimmt, um in die Privatsphäre seiner Bürger noch weiter vorzudringen.
Sobald sich das einbürgert, könnte sich das Verhalten auf alle erdenklichen Bereiche ausweiten. Und dann gute Nacht. Gleichzeitig haben wir Politiker die bei ihren eigenen Affären schweigsam bleiben (auch in der Regierung). Stichwort “Spendenkoffer” oder Mövenpick-Zuwendungen gegen Steuerersparnis im Gastgewerbebereich. Und wer liefert die Adressen mit den tatsächlich Verantwortlichen der Wirtschaftskrise?
George W.