Wir müssen aus den Schulden raus, wir müssen den Haushalt in Ordnung bringen, die Konjunktur muss wieder anspringen: Denn wir brauchen Wachstum, damit’s mit unserem Land weitergeht, aufwärts geht. Das ist der oberste Glaubenssatz, der die Politik fast aller Parteien beherrscht. Allmählich allerdings bekommt die Wachstumsideologie Risse: Fast vierzig Jahre nach dem Bericht des Club of Rome über die »Grenzen des Wachstums« zweifeln immer mehr Menschen daran, dass die alleinige Ausrichtung auf Wachstum uns auf Dauer nützen kann. Nicht nur wegen der schädlichen Auswirkungen auf die Natur und die Gesundheit des Menschen. Sondern auch aus grundsätzlichen Erwägungen: Kann es denn sein, dass ein System bei Strafe des Untergangs immer nur wachsen und wachsen muss, oder führt eher der permanente Wachstumszwang zum Zusammenbruch des Systems? Zum Teufel mit dem Wachstum - vom Ende eines Glaubensgebäudes.
Karl-Heinz Wellmann, Hessischer Rundfunk
Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln
Max Schön, Präsident der deutschen Sektion des Club of Rome
Prof. Meinhard Miegel, Publizist und Sozialwissenschaftler, Autor von „Exit: Wohlstand ohne Wachstum“
Moderation: Peter Zudeick
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© Michael Grabscheit, Pixelio.de
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