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Rettet das Internet

21. Juli 2008 | Von marek | Kategorie: Datenschutz & Demokratie

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Es ist kein Geheimnis, dass sich die Schlinge um den Hals der -Nutzer, Webseiten-Betreiber und Provider langsam enger zieht.
Anwälte, Politiker, Medien und Wirtschaft bilden eine unheilige Allianz, wenn es darum geht, das Recht auf freie Meinungsäußerung und freien Wettbewerb zu unterbinden, Nutzer und Seitenbetreiber zu bekämpfen. So manch kleiner Online-Händler, Blogger oder Betreiber politischer Websites musste dies schon teuer bezahlen, wurde zu hohen Geldstrafen genötigt oder sogar kriminalisiert. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht, planen Politiker doch ständig neue Maßnahmen, um das Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken und am besten jede kritische Stimme verstummen zu lassen. Ganz zu schweigen von den (erfolgreichen) Versuchen, das gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen, sie gläsern zu machen, die Gewohnheiten, Eigenheiten und persönliche Schwächen politisch und wirtschaftlich auszunutzen.

Gegen die allgegenwärtige und sich bedrohlich auswachsende Gefahr schließen sich nun immer mehr -Nutzer zusammen, um sich gegen den Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und die Gefährdung des Datenschutzes zur Wehr zu setzen. Eine der Aktionen nennt sich “Rettet das ” und setzt gleich an mehreren Stellen an:

Rettet das
“Eine Aktions- und Informationsseite gegen die von Surfern, Tauschbörsennutzern und Webmastern. Parallel zur öffentlichen Aufklärungsarbeit soll eine Interessengemeinschaft privater Internetnutzer aufgebaut werden.

Die derzeitige Rechtslage in Deutschland führt immer häufiger dazu, dass ansonsten unbescholtene Internetnutzer wegen Bagatellen mit dem Gesetz in Konflikt geraten und finanziellen Forderungen nachkommen müssen, die für die Betroffenen existenzbedrohende Ausmaße annehmen können. Deshalb wurde im Herbst 2003 von mehreren unabhängigen Webmastern die Aktion „Rettet das “ gegründet, die eine breite Öffentlichkeit über solche juristischen Gefahren informieren und Anregungen für eine mehr an der Praxis orientierte Gesetzgebung liefern soll.

Ein Fernziel ist der organisierte Zusammenschluss möglichst vieler privater Internetnutzer und deren regelmäßige Anhörung bei der Schaffung neuer Gesetze für das . Um dies zu erreichen soll ein Netzwerk von Links, Bannern und Buttons zu „Rettet das “ aufgebaut werden, das der Kampagne die nötige Bekanntheit und auch ein gesellschaftliches Gewicht verschafft.

„Rettet das “ ist bewusst plakativ gehalten, um nicht nur Insider und Betroffene, sondern auch und vor allem die große Gruppe normaler Surfer und privater Homepagebesitzer anzusprechen. Es werden unter anderem die folgenden Themen behandelt:

Mißbrauch von Abmahnungen
Kostenpflichtige Abmahnungen sind ein legitimes Mittel der außergerichtlichen Einigung, doch werden sie vielfach bei Bagatelldelikten, oft gleich serienweise und mit völlig überzogenen Streitwerten, als reine Einnahmequelle für Anwälte missbraucht. Opfer sind meist kleine Homepagebesitzer, bei denen die geringste Gegenwehr erwartet wird.

Link-
Jeder Webmaster kann für die Inhalte fremder Seiten haftbar gemacht werden, die er verlinkt, da ein Link von vielen Richtern bereits als Veröffentlichung angesehen wird. Im dynamischen ist es jedoch praktisch unmöglich, jederzeit die vollständige juristische Korrektheit aller verlinkten Seiten zu garantieren.

und Privatkopie
Das am 13. September 2003 in Kraft getretene, verschärfte ist selbst unter Juristen umstritten und liefert Millionen ansonsten unbescholtener Internetnutzer der Willkür von Anwälten und Rechte-Inhabern aus.

Filesharing
Die weit verbreiteten Peer-to-Peer-Tauschbörsen (Kazaa, EMule, etc.) sind noch immer eine juristische Grauzone. Den zahlreichen, meist jugendlichen Nutzern drohen, aufgrund völliger Rechtsunsicherheit und mangelnder Transparenz, Klagen und Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen.

Technische Überwachung
Vorgebliche Sicherheitssysteme, wie TCPA / TCG, die zukünftig in jedem Rechner enthalten sein sollen, verletzen die Privatsphäre und sind aus Sicht des Datenschutzes äußerst bedenklich.


Willkürliche Filter und erkaufte Top-Positionen in Suchmaschinen verfälschen Suchergebnisse und wirken als unterschwellige Form der .

Zusätzlich werden aktuelle Meldungen und reale Fallbeispiele zu allen Bereichen präsentiert. Die Besucher haben außerdem die Möglichkeit, sich in eine virtuelle Liste einzutragen, Kommentare abzugeben, eigene Beiträge zu veröffentlichen und sich an Aktionen zu beteiligen.”

Quelle:
Website von Rettet das Internet
Mitmach-Aktion von Rettet das Internet
Bildquelle: Pixelio.de, Antje Delater

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Ein Kommentar
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  1. Das Internet könnte sich als gefährlicher Bumerang erweisen, wenn irgendwann alle Inhalte die wir blauäugig einstellen auf uns zurück fallen. Vielleicht wurde es ja nur öffentlich, um die Nutzer dazu zu bringen, freiwillig ihre Daten herzugeben. Jetzt hat man genug gesammelt und ausgewertet und kann sich an die Ernte machen.

    Das Internet ist die beste Erfindung der letzten Jahrzehnte. Endlich haben die Menschen eine Möglichkeit ihre Stimme zu erheben. Aber manche wollen sie bestimmt nicht hören oder uns wieder mundtot machen. Aber warum sollen wir uns verrückt mache? Das Wichtigste ist ja schon passiert: Wir wissen, dass wir mit unseren Gedanken nicht alleine sind.

    Und das macht Mut.
    Also: weitermachen!

    Bis denne.

    Gregor

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