30 Nov 2011

Here, there and everywhere: Bitte keine weltweite Internet-Zensur!

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Ach, das ist ein so fei­ner Ort: Hier kann man sich umfas­send infor­mie­ren. Hier wird man end­lich mal gehört. Hier kann man seine Mei­nung sagen und mit ande­ren Men­schen dis­ku­tie­ren. Der rich­tige Platz, um glo­bale, basis­de­mo­kra­ti­sche Struk­tu­ren schaf­fen. So denkt man, es dürfte doch jeder Frei­geist und Demo­krat vor Freude laut jauch­zen, wenn an die­ses Mensch­heits­ge­schenk denkt. Doch Pus­te­ku­chen… Es gibt man­che, die sehen gerade durch das die (oder das was sie dafür hal­ten) gefähr­det. Die möch­ten das nicht. Die wol­len keine umfas­sende Infor­ma­tion, denn diese könnte ja auch Unge­woll­tes zutage för­dern. Die wol­len nicht, das jeder gehört wer­den kann, denn dann müsste man ja nicht nur zuhö­ren und - womög­lich - dar­auf rea­gie­ren. Die wol­len nicht, dass Men­schen ihre Mei­nung sagen und schon gar nicht, dass sie dar­über spre­chen. Sie seh­nen sich die Zei­ten zurück, als diese noch Sache des Staa­tes, oder zumin­dest »hand­hab­ba­rer« Medien war. Sie sehen das Netz nicht als einen Ort für neue, gerechte Struk­tu­ren, son­dern als einen Quell anti­de­mo­kra­ti­scher Umtriebe, gefähr­li­cher Machen­schaf­ten und men­schen­ver­ach­ten­der Mau­schelein. Und auf diese muss es ein Mono­pol geben… ;o) Oder wie ist es zu ver­ste­hen, dass gerade der US-Kongress über ein Gesetz berät, das ihm eine welt­weite - erlau­ben würde, mit einer »schwar­zen Liste, die auf YouTube, Wiki­Leaks und sogar Grup­pen wie abzie­len könnte! « Tja, für die einen ist das World Wide Web end­lich der Weg zu einer eige­nen Stimme und für andere eine Art »Teu­fel auf Rädern«. Auch bei uns in Deutsch­land wird ja bei jeder Gele­gen­heit von eini­gen »Demo­kra­ten« nach Zen­sur geschrie­hen. Und das Inter­net steht dann immer gaaaanz weit vorne an. Doch in den ist man mit dem »« und »« schon wei­ter. Die machen Ernst!

Grund genug, alle Frei­geis­ter und Men­schen die das Netz als einen demo­kra­ti­schen Ort erhal­ten wol­len auf­zu­ru­fen, sich gegen die Ein­schrän­kung ihrer Rechte auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung und Zugang zu freien Wis­sens­quel­len zu weh­ren. Auf der Kam­pa­gnen­seite AVAAZ geschieht genau das: Hier wer­den per Abstim­mung Stim­men gegen die Internet-Zensur gesam­melt. Eine Mil­lion sol­len es wer­den… über 841.000 sind es bereits. Gut, dass es noch reich­lich Men­schen gibt, für die Demo­kra­tie keine Wort­hülse ist.

Für eine bes­sere Welt unter­stützt die Aktion, denn wir sind ebenso für ein freies und demo­kra­ti­sches Netz. Es gibt andere, bes­sere, effi­zi­en­tere Wege, um Ver­bre­cher im Inter­net ding­fest zu machen, als eine glo­bale Zensur…

Wir wür­den uns freuen, wenn Ihr auch Eure Stimme gebt. Das könnt Ihr hier!

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17 Okt 2011

Konferenz: Mit der Enquete-Kommission über Demokratie und Staat diskutieren

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Über die Kon­fe­renz »Online par­ti­zi­pie­ren, online arbei­ten« kann man nun an der » und Digi­tale Gesell­schaft« des Deut­schen Bun­des­ta­ges teil­neh­men und über die The­men » und Staat« sowie »Wirt­schaft und Arbeit« dis­ku­tie­ren. Poli­ti­schen Ver­tre­ter und Sach­ver­stän­dige der Enquete-Kommission sowie mit Exper­ten aus Wis­sen­schaft und Wirt­schaft sol­len dabei anwe­send sein.

Eine Teil­nahme ist kos­ten­los, aber man muss sich anmel­den. Die Plaetze sind begrenzt. Infos und Anmel­dung sowie Live-Stream gibt’s unter www.eidg.freiheit.org

Kon­fe­renz »Online par­ti­zi­pie­ren, online arbei­ten«
WANN? Frei­tag, 28.10.2011 von 10 bis 17 Uhr
WO? Humboldt-Viadrina School of Gover­nance, Wil­helm­strasse 67, 10117 Berlin

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Interview: 0zapftis. Ulf Buermeyer über den Bundestrojaner

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10 Okt 2011

FIfF Jahrestagung: Dialektik der Informationssicherheit

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Vom 11. bis 13.11.2011 fin­det in der Hoch­schule in Mün­chen die Jah­res­ta­gung des »Forum Infor­ma­ti­ke­rIn­nen für und gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung« () statt. Die The­men der Kon­fe­renz oszil­lie­ren zwi­schen den Schlag­wor­ten »Ver­trau­lich­keit«, »« und »Inte­gri­tät«. Mit einem Wort: Die Tagung nimmt sich des Inter­es­sens­kon­flikts zwi­schen Sicher­heit und Frei­heit in unse­rer Digi­ta­len Welt an. Wei­tere Infos unter http://fiff.de/2011

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»Am Mitt­woch den 28.09.11 fin­det in der Hein­rich Böll-Stiftung ein Hack­day zum Thema Open Aid statt. Alle Pro­gram­mie­rer, Desi­gner und andere die sich dafür inter­es­sie­ren wie für mehr Trans­pa­renz in der Ent­wick­lungs­zum­men­ar­beit genutzt wer­den kann, sind herz­lich ein­ge­la­den mit­zu­ma­chen. Am Mor­gen wird es eine kurze Ein­füh­rung in das Thema geben und danach wer­den Ideen ent­wi­ckelt. Für den Rest des Tages arbei­ten wir gemein­sam an Pro­jek­ten in einem Code Sprint«, berich­tet netzpolitik.org. Wei­ter lesen…

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