Wer rettet die Welt?

2. Juli 2008 | Von ilona | Kategorie: Brennpunkt

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Viele Organisationen, die traditionellerweise den Auftrag haben, sich für Werte, Gerechtigkeit und bessere Lösungen einzusetzen, erleben derzeit einen fast dramatischen Bedeutungs- und/oder Vertrauensverlust: Die Parteien müssen beispielsweise neben einer rückläufigen Wahlbeteiligung seit Jahren nicht nur einen Mitgliederverlust verzeichnen – auch immer weniger Parteimitglieder sind aktiv, nämlich nur noch rund zehn Prozent (Informationen zur politischen Bildung, Heft 292).

Die einen machen die Parteien selbst dafür verantwortlich. Zumindest die großen Volksparteien unterschieden sich programmatisch eigentlich gar nicht mehr wirklich von einander und verlören damit ihre Stammwähler – wer dabei gewinnt, das seien die kleinen Parteien, also noch die Grünen und derzeit vor allem die Linke. Außerdem werde die Agenda fast nur noch durch die Elite der Berufspolitiker bestimmt - die Parteibasis verlöre dagegen immer mehr die Möglichkeit der Mitgestaltung (Informationen zur politischen Bildung, Heft 292). Andere sagen, es läge an den Wählern. Sie erwarteten unrealistisch kurzfristige Erfolge – und zwängen damit die Politiker auf medienwirksame Inszenierungen zu setzen anstatt eine weitsichtige Politik zu verfolgen (Franz Walter/Tobias Dürr: Die Heimatlosigkeit der Macht).

Wie dem auch sei – der Mitglieder- und Wählerschwund ist schließlich nur das Symptom eines allgemeinen Vertrauensverlusts in Parteien und Politiker: „Der Verdacht, die Amtsmacht zu missbrauchen und sich zuallererst selbst zu bereichern, wird kollektiv gegen die gesamte politische Klasse gerichtet, eine realistische Möglichkeit zur Beeinflussung von Entscheidungen in keiner Partei gesehen“, meinen die Politikwissenschaftler Matthias Micus und Franz Walter („Und jetzt?“, Seite 20, Suhrkamp 2007).  Denn vielen scheint die Macht der Wirtschafts- und Finanz-Lobbies mittlerweile so stark geworden zu sein, dass sich der politische Spielraum nationalstaatlicher Regierungen ohnehin auf ein Minimum reduziert zu haben scheint (allein in Berlin soll es 5.000 Lobby-Verbände geben, in Brüssel rund 15.000 – 70 Prozent davon mit großzügigen Budgets von Unternehmen ausgestattet).

Bei den Gewerkschaften sieht es nicht viel anders aus: Sie, denen wir den acht Stunden Arbeitstag, bezahlten Urlaub, Lohnfortsetzung bei Krankheit und vieles mehr zu verdanken haben, sehen sich mittlerweile in eine ernsthafte Krise geraten – manch einer spricht sogar schon vom unaufhaltsamen Niedergang. 2007 waren gerade mal noch gut 16 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert – 2000 waren es noch über 20 und 1960 sogar fast 35 Prozent, siehe www.wikipedia.de).

Auch hier sind die Gründe auf beiden Seiten zu suchen: Dem Killer-Argument des Standortortwechsels haben die Gewerkschaften in der Regel nicht mehr viel entgegen zu setzen. In den letzten Jahrzehnten ringen sie daher eher um Bestandserhaltung – und setzen dabei auf Kompromisse und Konsens -, als um den konfliktfreudigen Kampf für mehr Gerechtigkeit. Viele Mitglieder sind davon enttäuscht. Gleichzeitig hat die Professionalisierung der Gewerkschaften im Nachkriegsdeutschland ebenfalls einen Graben zwischen Gewerkschaftsmitarbeitern und –mitgliedern gezogen. Meist kommen die Arbeitnehmer nur noch dann ins Spiel, wenn es darum geht in Zeiten der Tarifverhandlungen medienwirksame Bilder von Protestierenden mit Trillerpfeifen zu bekommen.

Eine Neuorientierung und damit auch einen Neuanfang suchen viele Gewerkschaften nun unter dem Stichwort „Organizing“: Das Konzept stammt aus den USA und setzt auf die aktive Beteiligung von Mitgliedern und Nichtmitgliedern. Ein laut Studien bewährtes Erfolgsrezept ist es, sich stärker als soziale Bewegung zu profilieren, Kampagnen orientiert zu agieren, neue gesellschaftliche Bündnisse einzugehen und wieder eine konfliktfreudigere Politik zu verfolgen („Und jetzt?“, Suhrkamp, Seite 71).

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Ein Erfolgsbeispiel kommt aus Amerika: Anfang der 1990er Jahre gründete Luca Benuitez die Coalition of Immokalee Workers (CIW), die gegen die menschenunwürdigen Bedingungen der meist mexikanischen Arbeiter auf den großen, US-amerikanischen Tomatenplantagen kämpfen wollten. Schnell erkannten sie, dass die Zulieferer selbst nur ein kleines Rädchen in einem Getriebe aus Anhängigkeiten und Verflechtungen waren. Und so entschied man sich bald, Taco Bell – einen der Tomaten-Abnehmer, die jahrelang die Preise gedrückt hatten, was die Plantagenbesitzer einfach an die Wanderarbeiter weitergaben – unter Druck zu setzen. Mit einer Medienkampagne, gesellschaftlichen Bündnissen und einem großen Protestmarsch konnte man schließlich erreichen, dass Taco Bell der Forderung, ein Cent pro Eimer Tomaten, durchsetzen konnte.

In Deutschland wurde folgt man diesem Beispiel mit ersten zaghaften Schritten – wenn auch leider noch nicht mit so spektakulärem Erfolg: Im Frühjahr 2003 kündigte Heidelberger Druckmaschinen an, man wolle die Produktion digitaler Druckmaschinen von Kiel in die USA verlegen und deshalb über die Hälfte der Belegschaft kündigen – und das, obwohl die Kieler Niederlassung profitabel war und die Mitarbeiter kurz zuvor heftige Einschnitte zugunsten einer Standort- und Beschäftigungsvereinbarung hingenommen hatten.

Anders als sonst üblich trat nun aber nicht der Betriebsrat auf den Plan, um Sozialverträge auszuhandeln, sondern die Arbeitnehmer: zusammen mit der Gewerkschaft wollte man eine tarifliche Auseinandersetzung führen, um diverse Forderungen durchzusetzen – ein Plan, der von den Managern als rechtswidrig eingestuft wurde, weil das deutsche Recht eine Friedenspflicht der Beschäftigten einzelner Unternehmen zwischen den Tarifverhandlungen vorsieht. Dennoch wurde den Mitarbeitern Recht gegeben – und es kam zu Streiks und Solidariätsveranstaltungen mit etlichen Kieler Organisationen.

Das Ende des Lieds war zwar leider nicht, dass man die Entlassungen verhindern konnte. Aber es konnten doch weit reichende Forderungen durchgesetzt werden. Das wohl Wichtigste war jedoch die Erfahrung, dass man gemeinsam stark sein und kämpfen kann: „Die Leute haben sich nicht so ohnmächtig gefühlt, sondern konnten etwas gegen die Situation unternehmen“, so der Vorsitzende des Betriebsrates (Und jetzt?, Suhrkamp, Seite 94).

Zum Hoffnungsträger avancierten dagegen seit etwa den 1990er Jahren die so genannten Nichtregierungsorganisationen – kurz auch NGO (Non-Government-Organisations) genannt. Ob Irak-Krieg, Gammelfleisch, G8-Gipfel, Hartz IV oder Klimawandel - keines der Themen, die die Medien und unsere Gesellschaft bewegen, bleibt mittlerweile unkommentiert, sei es durch Stellungnahmen oder gezielte Aktionen. Und immer mehr Menschen schenken Institutionen wie Greenpeace, Amnesty International, dem Roten Kreuz oder Attac wesentlich mehr Vertrauen, als etwa Politikern oder auch Unternehmensvertretern.

Vor allem Umweltschutz- und Globalisierungskritik-Organisationen boomen. Dazu trugen nicht zuletzt spektakuläre Erfolge bei: 1995 führte Greenpeace eine äußerst erfolgreiche Kampagne (wenn nicht sogar die erfolgreichste seiner Geschichte) gegen den Öl-Multi Shell durch, der die Plattform Brent Spar im Meer versenken wollte. Nach 52 Tagen heftiger Auseinandersetzungen, einer gewaltigen öffentlichen Protestwelle und breiter politischer Unterstützung scheiterte der Plan. 1998 brachten NGOs den geheim gehaltenen Plan des multilateralen Investitionsübereinkommens (MAI) in die Öffentlichkeit und waren zumindest mit verantwortlich dafür, dass die Verhandlungen darüber in Seattle scheiterten. Seit dem gilt der „Battle of Seattle“ als die Coming-out-Party der globalisierungskritischen Bewegung.

Die erste Euphorie ist heute jedoch verflogen. Zum einen, weil die NGOs das Problem fast aller Organisationen teilen: Es gibt mittlerweile eine Berufs-Elite, die durch eine immer breitere Kluft von der ehrenamtlichen Basis getrennt ist. Seit etwa Ende 1990er Jahre hat sich – vielleicht auch deshalb – eine neue Form der Bewegung entwickelt: die der Globalisierungskritiker. Das Besondere an ihr ist, dass sie weitestgehend auf traditionelle, hierarchische Strukturen verzichtet. Stattdessen ist sie ein dezentrales, weltweites Netzwerk aus zum Teil Einzelpersonen und kleinen, spontanen Aktionsgruppen – ähnlich organisiert wie das World Wide Web, das zugleich Voraussetzung und Grundlage der Bewegung ist. Auch wenn sich viele traditionelle Organisationen – etwa NGOs, Gewerkschaften oder kirchliche Gruppen – zur Bewegung zählen, so gibt es in dieser relativ jungen Bewegung keine Anführer, keine Entscheidungswege und keine festen Strukturen.

Zum anderen, weil die zentrale Frage, die auch uns bewegt, immer noch nicht geklärt ist, nämlich: Können NGOs die Welt verändern? Schließlich können sie - im Gegensatz zur Politik - ja keine direkten Entscheidungen treffen. Dagegen verfolgen NGOs unterschiedliche Strategien. Die einen setzen auf Dialog und Einflussnahme. Sie nehmen an internationalen Verhandlungen teil und hoffen, dass ihre Argumente in die Abschlusserklärungen und Verträge einfließen - auch wenn die Aussichten gering sind.

Spätestens bei den internationalen Treffen, bei denen eine offizielle „Einladung“ ausbleibt, wie etwa beim G8-Gipfel oder den Frühjahrs- und Herbsttagungen der Weltbank, findet man die Aktivisten eben vor der Tür: in Protestmärschen oder – in letzter Zeit zunehmend – bei Gegengipfeln und Protestveranstaltungen. Man zählt auf Masse und medienwirksame Inszenierungen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und somit Themen auf die politische Tagesordnung zu bringen.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass diese Strategie durchaus erfolgreich war: Grün sein ist mittlerweile schick geworden – wie ernsthaft das Engagement von Politik und Wirtschaft tatsächlich ist, sei einmal dahin gestellt – und immer weniger Menschen glauben, dass die derzeitige Form der Globalisierung wirklich ein unausweichliches Naturereignis ist, zu dem es keine Alternative gibt. Mit anderen Worten: Die NGOs und Bewegungen haben ganze Arbeit geleistet, wenn es darum geht, Probleme bewusst zu machen. Damit haben sie sicherlich schon etlichen negativen Entwicklungen einen Riegel vorgeschoben.

Aber können sie unsere Welt tatsächlich gerechter, friedlicher und umweltfreundlicher gestalten? Oder mit anderen Worten: Negative Entwicklungen nicht nur aufhalten, sondern auch Positive tatsächlich in die Realität umsetzen? Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forum Umwelt und Entwicklung, klingt da eher ernüchternd: „Heute müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass aller schönen Worte zum Trotz die Durchsetzung selbst kleinste Facetten von ‚nachhaltiger Entwicklung’ weniger von guten Argumenten oder UN-Beschlusslagen anhängt, sondern von gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen“ (Forum Umwelt und Entwicklung, Rundbrief 3/2007). Mit anderen Worten: die wirtschaftlichen Interessenlagen haben weiterhin Vorrang.

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Sollte man angesichts dieser scheinbaren Machtlosigkeit nicht vielmehr die „Übeltäter“ da angreifen, wo es ihnen am meisten weh tut? Der „politische“, „ethische“ Konsum, oder vielmehr die punktuelle Konsumverweigerung, scheint ein ebenso populäres wie wirksames Mittel zu sein - spätestens seit dem bereits erwähnten Shell-Boykott, der die geplante Versenkung der Ölplattform Brent Spa tatsächlich verhindern konnte: Marken, die Menschen in den so genannten Sweatshops der südamerikanischen oder ostasiatischen Freihandelszonen zu unwürdigen Bedingungen beschäftigen, die Umwelt verschmutzen, Tiere quälen oder für sonstige Ungerechtigkeiten unserer Welt verantwortlich sind, müssen sich mittlerweile in Acht nehmen. Das internationale Netzwerk von Initiativen und NGOs macht solche Übeltäter schnell ausfindig und stellt sie an den globalen Pranger des World Wide Web.

Eines der bekanntesten Beispiele dürfte die Sportmarke Nike sein, die vor allem in den USA aufgrund ihrer Produktion in Sweatshops bereits heftig bestreikt wurde und bis heute ein beliebtes Objekt kritischer, subkultureller Medien- und Kunstprojekte ist. Aber auch Global Players wie Wallmart, Mc Donalds oder Coca Cola sind bereits ins Kreuzfeuer politisierter Konsumenten geraten. Jüngst flammte in Deutschland die Idee des Konsumboykotts wieder auf, als Nokia ankündigte, seine deutsche Niederlassung zu schließen: Sogar Politiker machten ihrer Ohnmacht Luft, indem sie symbolisch ihr Nokia-Handy zertrümmerten.

Und natürlich werden ganze Staaten aufgrund ihrer Politik mit Konsumboykott belegt. 2003 beispielsweise Frankreich, das man so für ihre Atomtests im Mururoa-Atoll kritisieren wollte. Experten für soziale Bewegungen, wie etwa der Soziologe Boris Holzer, halten das für keine schlechte Idee: „Im Vergleich zum ‚geduldigen Bohren dicker Bretter’ … hat der politische Konsum außerdem einen großen Vorteil: Wie andere Formen kreativen politischen Handelns kann er nicht nur relativ schnell Erfolge verzeichnen, sondern er verlangt den Teilnehmern auch keine besonderen Opferbereitschaften ab. Wer ethisch oder politisch konsumiert, muss schließlich nicht unbedingt schlechter leben als andere“ („Und jetzt?“, Suhrkamp, Seite 265).

Mittlerweile haben diese Konsum-Wähler eine kleine Shopping-Konterrevolution los getreten: Unternehmer haben erkannt, dass man mit dem so genannten „Lifestyle of Health and Sustainability“ (LOHAS, siehe auch www.lohas.com) gutes Geld verdienen kann und bieten ethisch- und politisch korrekte Marken an. Darunter sind keineswegs „unverbesserliche“ Idealisten zu finden: Der Umsatz mit Öko-Lebensmitteln hat sich seit 2000 in Deutschland verdoppelt – eine Entwicklung, die selbst eingefleischte Ökos sicherlich niemals für möglich gehalten hätten. Jugendliche Modemarken wie American Aparel werben mit ökologisch und fair gehandelter Kleidung und kommen dabei vor allem bei Lifestyle-bewussten Besserverdienenden gut an – selbst H&M oder C&A bieten nun Öko-Klamotten an.

Anbieter von Öko-Strom und Grünen Geldanlagen gewinnen an Nachfrage, die zum Teil schon gar nicht mehr befriedigt werden kann. Krombacher konnte mit der Werbung „Saufen für den Regenwald“ seinen Absatz erheblich steigern: Von jedem Kasten Krombacher spendete der Bierhersteller einen Teil des Umsatzes an den WWF, der damit Regenwald kaufte. Die Initiative „Red Label“ gleicht nun fast schon einem Ablasshandel: Marken wie Apple, Motorola, Converse oder Gap stellen ihre Produkte in einer roten Version zur Verfügung. Ein Teil des Gewinns geht an Hilfsorganisationen für Aids-Kranke in Afrika.

Mag man bei etablierten Marken rätseln, ob ihr grünes Gewissen nun echt ist oder nicht, kann es wohl bei einer anderen, relativ neuen Couleur des Unternehmertums keine Frage geben: den so genannten Social Entrepreneurs. Sie haben ihre Unternehmen mit dem Ziel gegründet bestimmte gesellschaftliche oder ökologische Probleme zu lösen – und dennoch wirtschaftlich unabhängig, spricht profitabel zu arbeiten. Ein weltweit zu Ruhm und Ehren gelangter Social Entrepreneur ist Muhammad Yunus.

Er gründete die Grameen Bank, die vor allem armen Frauen in Bangladesch mit Mikrokrediten, die auch ohne Sicherheiten vergeben wurden, den Aufbau einer eigenen Existenz ermöglichte und erhielt dafür unter anderem den Friedensnobelpreis. Ashoka - ein internationales Netzwerk, gegründet von Bill Drayton, das Social Entrepreneurs in 70 Ländern weltweit mit einander in Kontakt bringt und finanziell sowie mit Kontakten und Beratung unterstützt . Und auch in Deutschland gibt es sie bereits: 2006 wurde beispielsweise der ehemalige Journalist und Unternehmer Dr. Andreas Heinecke zum Social Entrepreneur des Jahres gewählt, weil er mit seinem Museumskonzept „Dialog im Dunkeln“ zum Verständnis blinder Menschen beiträgt.

Ein nicht ganz einfaches Fazit: Die Frage, ob welcher gesellschaftliche Akteur eine bessere Welt gestalten kann, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Fest steht, dass das Engagement von Millionen von Ehrenamtlichen, Aktivisten und engagierten Zivilisten in den letzten Jahrzehnten die allgemeine Sicht auf unsere Welt und auf das, was richtig und falsch ist, erheblich verändert hat. Bestes Beispiel: Die Umwelt- und die globalisierungskritische Bewegung. Die Arbeit von NGOs ist damit nicht kurzfristig erfolgreich – vielleicht führt sie noch nicht mal innerhalb eines Lebens zum Erfolg. Und sie kann schließlich nur dann zu einer besseren Welt führen, wenn sich wesentlich mehr Menschen aufraffen, und für ihre Träume eintreten.

Letztlich kann wohl nur Masse eine bessere Welt gestalten – das setzt ein breites Engagement innerhalb unserer Gesellschaft voraus. Die Zahl der Menschen, die bereit sind, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen, steigt. Nun geht darum, dass diese Menschen – dass Sie! - den Schritt vor die Haustür wagen, dass sie sich trauen Träume zu haben und ihre Überzeugungen laut auszusprechen - und dass sie feststellen: Wir sind nicht allein - wir sind mehr, als wir gedacht haben!

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