Am Strand oder im eigenen Gartenteich oder Aquarium hat man sie ja nicht so gern: Algen.

Doch vielen verspricht das nasse Grün ein Heilmittel gegen CO2 und Klimawandel zu sein. In Hamburg soll es nun ein neues Pilot-Projekt geben, das nicht nur die Entsorgung des lästige CO2 verspricht (oder zumindest einem Teil davon), sondern auch noch die Produktion von Biomasse – etwa für Biosprit. Dazu heißt es in der Pressemitteilung:

“In einer europaweit einzigartigen Mikroalgen-Versuchsanlage wird der Klimakiller CO2 vom Schadstoff zum Rohstoff: Algen nehmen CO2 aus den Abgasen eines benachbarten Kraftwerks auf und wandeln es mit Hilfe von Sonnenlicht in Biomasse um. So gelangt weniger Kohlendioxid in die Luft und aus der Biomasse können Nahrungsmittel, Biogas oder Biodiesel hergestellt werden. Am Donnerstag wurde das Pilotprojekt im Hamburger Südosten in Betrieb genommen”.

Kernstück der Anlage seien Biophoto-Reaktoren. “Die kann man sich ein bisschen wie plattgequetschte Aquarien vorstellen», wird Dieter Hanelt vom am Projekt beteiligten Biozentrum Klein Flottbek zitiert. In den mit Wasser und Dünger gefüllten Gefäßen schwimmen laut Pressemitteilung die Mikroalgen. Die Rauchgase dienten den Algen als Futter. Ein Kilo Algen könne nach bisherigen Erkenntnissen etwa zwei Kilo CO2 aufnehmen.

Als Klimaretter sind Algen allerdings dann wohl leider doch nicht zu sehen. Etwa ein Drittel des benachbarten Blockheizkraftwerke könne man mit der Pilot-Anlage abbauen. Für Großkraftwerke wären aber anscheinend so große Algen-Plantagen notwendig, das dafür wohl schlicht der Platz fehlt.

Quelle:  www.pr-inside.com