Brief an morgen

Einen Schreibwettbewerb für alle Ü-70er hat die Aktion Mensch ausgerufen. Unter dem Motto „Mein Brief an die Gesellschaft von morgen“ werden die „besten“ Briefe von Seniorinnen und Senioren über 70 Jahre gesucht. Darin könnte man beispielsweise schreiben, welche Erfahrungen unbedingt an kommende Generationen weiter gegeben werden sollten. Oder welche Vorbilder man im Laufe seines Lebens gefunden hat. Oder welche Ideen es für eine bessere Welt gibt. Oder wie sie sich umsetzen ließen.

All diese drängenden Fragen liegen ja immer mehr jungen Menschen am Herzen. Doch der wichtige (Erfahrungs-)Austausch zwischen den Generationen kommt bei uns ja oft zu kurz – bedingt durch geografisch getrennt lebende Familien, separiertes Wohnen von Alt und Jung oder auch die Anonymität der Großstädte, wohin ja viele junge Menschen zeihen, um zu studieren et cetera.

Ein „Brief an…“ ist da eine hervorragende Idee, um diesen Austausch anzukurbeln bzw. auszubauen. Also, wenn ihr Großeltern habt, die vielleicht nicht so fleissig in Blogs lesen, gebt ihnen doch Bescheid. Eine Anmeldung und einen Flyer zum Ausdrucken kann man sich von der Website herunter laden. Die Ausschreibung läuft noch bis Ende Dezember 2008.

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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5 Antworten auf "Brief an morgen"

  1. Max Headroom 12 Jahren ago .Antworten

    Hallo Basti,

    danke für den Link. Ich werde mich mal bei denen durcharbeiten. Für deutsche Organisationen habe ich tatsächlich nichts Genaueres gefunden. Könnte sein das die das gar nicht wollen. Dabei finde ich persönlich die Transparenz am wichtigsten und denke, allen anderen Spendern geht es genauso.

    Wo doch das Geld bei keinem mehr so locker sitzt…

    MaxHeadroom

  2. Basti Schwiecker 12 Jahren ago .Antworten

    Hi Max!

    Objektive, umfassende, kritische und öffentlich zugängliche Erfolgsmessung von NGOs ist meines Wissens nach in Deutschland Mangelware (lasse mich gerne eines besseren belehren). Es gibts zwar ein paar Institution die die Inputs messen, aber ohne diese in Verhältnis zum Output zu setzen bringt das meiner Meinung nach fast nichts.

    Bei Interesse am Thema kann ich sehr den Blog http://blog.givewell.net/ empfehlen. Die Jungs (ehemalige Hedgefond-Mitarbeiter) verfolgen den diesbezüglich weltweit besten Ansatz von dem ich bisher gehört habe.

    Bis denne,

    Basti

  3. Max Headroom 12 Jahren ago .Antworten

    Es wird so viel Geld für schlechte und schädliche Aktionen ausgegeben, so viel Steuergeld verpulvert, so viel in den Rüstungsetat gesteckt, so viel schwarz hin und her geschoben, für Bestechungen und Korruption eingesetzt und der Bevölkerung aus der Tasche gezogen oder gar nicht erst gezahlt. Da weine ich diesen Beträgen für die Aktion keine Träne nach. Natürlich könnte man die Millionen viel besser direkt einsetzen, aber lieber hier als dort. Das gilt aber auch für die fürstlichen Gehälter für das Management der großen Konzerne. Da käme auch einiges zusammen. Oder?

    Gibt es nicht Rechenschaftsberichte oder ähnliche Dokumente die zeigen, wo welches Geld bei solchen Organisationen eingesetzt wird, und vor allem, wie groß die Erfolge sind. Das würde mich mal interessieren. Übrigens auch bei anderen Projekten. Vielleicht weiß jemand eine Website, auf der man das alles nachlesen kann.

    MaxHeadroom

  4. ilona 12 Jahren ago .Antworten

    Hallo Basti,
    danke für deinen interessanten Hinweis. So betrachtet stimmt es natürlich. Ist natürlich immer auch die Frage, was diegesellschafter.de allgemein an Bewusstseinveränderungen auch und vor allem bei den Menschen bewirkt haben, die sich vielleicht noch nicht oder noch nicht so sehr engagieren, aber grundsätzlich dafür offen sind – sollen ja immerhin ein Drittel der deutschen Bevölkerung sein. Und vielleicht sind einige über solche Denkanstösse zum Engagement gekommen – bspw. Hmm, es ist schwierig so etwas in Zahlen zu messen – und beurteilen, ob die ihr Budget richtig oder wirklich total pfiffig, sprich effizient, eingesetzt haben, kann ich natürlich auch nicht. Aber wie gesagt: ich finde, Dein Hinweis ist wichtig, denn man sollte sich auch mit dieser Seite der Sache auseinander setzen.

  5. Basti Schwiecker 12 Jahren ago .Antworten

    Bei aller Begeisterung für die Aktion kann ich mir einen skeptischen Verweis auf die Kosten der Aktion nicht verkneifen. Wenn man diegesellschafter mal auf Ihr Diskussionsforum reduziert (wie sei es in der Werbung ja oft selber machen), dann würde jedes einzelne Posting mit mehreren hundert Euro anzurechnen sein. Ich fürchte, dass es bei dem aktuellen Projekt sogar noch teurer wird (mehr dazu hier). Ob es sich dann wirklich um den effizientesten Einsatz von Geldern handelt, die für eine bessere Welt bestimmt sind, kann man zumindest kritisch sehen…

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