Ich klage an… und zwar den Kapitalismus. Für all seine Verbrechen an der Natur, an Menschen und an Tieren. Das Kapitalismustribunal in Karlsruhe fordert dich auf, dich gegen Unrecht und Unfreiheit im Kapitalismus zur Wehr zu setzen.

Das Kapitalismustribunal startete am 1. Mai des letzten Jahres – bekanntermaßen der Tag der Arbeit. Nun steht das erste Tribunal am Wiener Gerichtshof an.

“Im Kapitalismustribunal wird die Frage der Schuld des Kapitalismus’ und seiner Protagonisten fair verhandelt. Alle Anklagen werden zugelassen und hier gesammelt. Jeder lebende Mensch kann anklagen!”

so das Bündnis aus NGOs, Unternehmen und Stiftungen,  darunter etwa Inkota e.V., Mehr Demokratie jetzt, die Heinrich Böll Stiftung oder der Club of Rome.

Die Anklagen des Kapitalismustribunals

Und es ist auch schon einiges zusammen gekommen auf der Website (http://capitalismtribunal.org/de). Mehr als 400 Anklagen gibt es bereits. Anzugeben ist dabei:

  1. Wen klage ich an? (Name des Konzerns, der staatlichen Institution oder der Person des öffentlichen Lebens.)
  2. Was und warum klage ich an? (Anklageschrift: Was ist passiert? Und warum muss das Ereignis, die Tat oder der Vorgang angeklagt werden.)
  3. Womit begründe ich meine Anklage? (Artikel, Links, Indizien, mögliche Beweise oder Zeugen.)

Was geschieht beim Kapitalismustribunal?

Ja, und nun ist es soweit und alle Anklagen sollen im Wiener Gerichtshof real verhandelt werden. Die Ankläger*innen können ihre Klage dabei selbst vertreten oder sich vertreten lassen. Im Verlauf des ersten Prozesses sollen 28 Fälle in sieben Tagen verhandelt werden.

Die Verteidigung soll mit den gleichen Mitteln ausgestattet werden, wie das Anklageteam und am Ende ein Urteil gefällt werden. Lautet dieses “schuldig”, so will das Tribunal eine Sanktion festlegen. Am Ende der Gerichtswoche wird der gegenwärtige Kapitalismus insgesamt beurteilt. Wir sind gespannt…

 

Bildquelle: http://brut-wien.at