Fair Fashion

Armani hat sie. Otto hat sie auch. Und viele junge, kleine Labels wie etwa Fairliebt oder Fairwear haben sie auch: Ökologisch und ethisch korrekte Klamotten sind im Kommen. Erst haben’s die kleinen Nischenlabel entdeckt, nun sind auch zunehmend die Global Fashion Player dahinter her, dass in so genannten Freihandelszonen nicht Kinder und junge Frauen zu stundenlanger, unterbezahlter und am Ende auch noch gesundheitsschädlicher Arbeit an Jeams, Turnschuhen und sonstigen Mode-Utensilien gezwungen werden. Also mit anderen Worten: Öko-ethische Klamotten können mittlerweile auch gut aussehen.

Wer sich genauer über den Trend – und die Möglichkeiten der ökologischen und Fair-Trade-Herstellung informieren – will, kann dies vom 9. bis 11. August 08 auf der 23. InNaTex (Internationale Naturtextilienmesse) in Frankfurt tun. Sie bietet übrigens auch einen Label-Guide an, der einem im unübersichtlichen Konsum-Dschungel helfen soll, die „Guten“ von den „Schlechten“ trennen zu können.

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Hier noch ein paar Links für Recherche-Interessierte:

Environemental Justice Foundation: www.ejfoundation.org
Fair Wear Foundation/ISCOM: www.is-com.org
Erklärung von Bern (Revolution in der Modebranche: Film & Mitmachaktion): www.fairemode.ch
Made-By (niederländisches Ölo-Ethik-Siegel): www.made-by.nl
Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft: www.naturtextil.com
Transfer (Organisation zur Zertifizierung von Fair-Trade-Produkten, mittlerweile auch von Mode): www.transfair.org

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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Eine Antwort auf "Fair Fashion"

  1. Siiri Stumpe 4 Jahren ago .Antworten

    Hallo! Ich möchte das Engagement der zahlreichen Fairtrade-Organisationen nicht in Frage stellen. Dennoch muss ich sagen, dass ich verwirrt bin, über die Vielzahl der Labels am Markt. So wird es auch für den Verbraucher schwer, da noch durchzublicken. Dazu zählen die fast endlosen Fragebögen und teilweise hohe Mitgliedsgebühren, welche uns selbst schon abgeschreckt haben. Wir selbst handeln mit Kleidung aus Brasilien. Wir kaufen unsere Kleidung persönlich in ausgewählten Familienunternehmen. Dadurch kennen wir auch persönlich die Arbeitsbedingungen und Löhne der Mitarbeiter dort vor Ort. Daher haben wir uns nun entschlossen, unter einem eigenen „Fair-Label“ unserem Kunden gegenüber zu handeln bzw. unsere Visionen von mehr Fairness auf dieser Welt zu kommunizieren. Unsere Produkte haben daher einen 3 bis 4 Mal so hohen Einkaufspreis, wie Vergleichsprodukte von Adidas, Nike, Puma usw. Der Unterschied im Verkauf ist der, dass unsere Gewinnmarchen wesentlich geringer sind. Zudem werden wir künftig mit einem etwa 0,50 bis 1,00 Euro-Betrag pro verkauften Artikel soziale Projekte unsere Hersteller im Land unterstützen. Meiner Meinung nach, muss ich nicht die mittlerweile extrem hohen Anforderungen der bekanntesten Organisationen erfüllen, um fair zu handeln. Fairness beginnt dort, wo ich mir Gedanken darüber mache; „wer produziert was, unter welchen Bedingungen?“ Im Übrigen haben wir für unser, durchaus visionäres Projekt, nirgendwoher Unterstützung erhalten und das ist wahrlich traurig. In einer Zeit der Fair-Trade-Town-Initiativen, wird in den Städten und Gemeinden noch immer zu viel geredet und zu wenig gehandelt. Mit freundlichen Grüßen S. Stumpe
    PS: Derzeit bauen wir in Leipzig ein Ladengeschäft der ganz besonderen Art. Fairer Handel und Schutz der Natur (Pflanzen & Tiere) spielen dabei eine besondere Rolle.

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