Filmtipp: Das Gift kommt zurück

 

Einen Fernseh-Tipp können wir geben: am 23. März sendet der NDR einen packenden „Globalisierungskrimi“ der Filmemacherin Inge Altemeier. Sie verfolgt den Weg, den mit hochgiftigen Pestiziden belastete Textilien von den Baumwollanbaugebieten in Indien über Textilfabriken in China und den Hamburger Hafen bis in deutsche Wohnzimmer nehmen.

Der NDR schreibt dazu in seiner Programmankündigung: Jeder fünfte Container, der im Hamburger Hafen geöffnet wird, so schätzen Experten, ist mit giftigen Substanzen belastet. Denn nach wie vor gibt es für Importware keine Grenzwerte für Pestizide.

Zudem werden zahllose Container aus Gründen des Transportschutzes mit Nervengiften besprüht, bevor sie die Umschlaghäfen in Europa erreichen. Findet etwa der Hamburger Zoll einen solchen Container, hat er keine Möglichkeiten den Verbraucher zu schützen und die Ware beispielsweise zu beschlagnahmen – obwohl viele dieser gesundheitsschädlichen Gifte in Europa längst schon verboten sind.

Und so bringen die Textilien und das Spielzeug die verbotenen Gifte wieder nach Deutschland. Nicht nur in Fernost erkranken die Menschen an den Agrargiften, die zum Teil schon längst bei uns verboten sind, auch in Deutschland leiden Menschen unter der toxischen Importware schwer…

Filmtipp: „Das Gift kommt zurück“, Fernsehdokumentation auf NDR am 23. März um 23.00 Uhr

Weitere Infos unter: www3.ndr.de

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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8 Antworten auf "Filmtipp: Das Gift kommt zurück"

  1. Checker 10 Jahren ago .Antworten

    Hi Samuel,

    wow – danke. Gute Doku, kenne den Anfang aber den Rest noch nicht. Werde ich gleich gucken!!!

    Grüße
    und check out

  2. Samuel 10 Jahren ago .Antworten

    Schau mal in youtube nach unter das gift kommt zurück dort ist die story in 5 teile aufgegliedert 🙂

    mfg Samu

  3. Checker 11 Jahren ago .Antworten

    Hallo Menschenfreund,
    stimmt, den Glauben an Konsumverzicht habe ich auch nicht – aber einen Glauben an die Verknappung der Angebote, das Versiegen der Transportwege und an das Versagen der Währungen.
    Die Verantwortlichen werden alles (!) tun, um sich genau diesem Eingeständnis zu entziehen, Schuld auf sich nehmen werden sie schon mal gar nicht, denn das lässt Ihr eigenes Rechtfertigungsmodell nicht zu.
    Freie Grenzen gibt es nun mal nur für Daten, Geld und Produkte. Jede andere Freiheit wird abgeschafft. Ich glaube dies gilt außerdem nur für die Großen im Zoo.
    😉
    Es gibt keine Kontrollinstanzen die funktionieren und wenn bleibt fraglich, wer die Kontrolleure kontrolliert oder die Kontrolleure der Kontrolleure. Es scheint darauf hinaus zu laufen, dass erst das System das diese Art Betrügereien möglich macht, gänzlich zerbricht. Und dann kommt es darauf an, was WIR daraus machen.
    Auf Hilfe von Oben kannst Du nicht hoffen – leider.

    Grüße
    und check out

  4. Menschenfreund 11 Jahren ago .Antworten

    Hallo Checker!
    Im Großen und Ganzen ist das alles richtig, was Du sagst. ABER: Ich habe den Glauben daran, dass die Konsumenten freiwillig auf „Sparmöglichkeiten“ (haha, tolle Sparmöglichkeit, die die Gesundheit ruinieren kann), verzichten könnten, schon lange aufgegeben. Ich wüsste nicht, dass da schon mal freiwillig irgendwas bewirkt worden wäre.
    Und auch Deine Einschätzung, dass hinter fehlenden Gesetzen finanzielle Interessen verborgen sein könnten, halte ich für eine realistische.
    Trotzdem würde ich gerne hören, wie sich die entsprechenden Stellen aus der Verantwortung dem Verbraucher gegenüber „herauswinden“. Denn finanzielle Interessen Dritter als Begründung wissentlichen Verhinderns von Gesetzen, die des Bürgers Gesundheit schützen, offen zuzugegeben, wäre doch sicher für jeden Politiker mehr als gewagt. Also, da würde mich einfach mal die Erklärung interessieren, die plausibel machen soll, warum Stoffe, die in Europa oder zumindest in Teilen Europas und in den USA und weiteren Ländern verboten sind, durch das „Importschlüsselloch“ wieder eingeführt werden dürfen. Es gibt dafür ja keine Verbote. Und die Produzenten oder die Länder, die den Einsatz dieser Stoffe billigen, brauchen dann nicht unbedingt ein solches Verbot erlassen. Das regelt sich dann über die Nachfrage. Wenn sie den Mist hier nicht mehr einführen dürfen, können sie ihn auch nicht verwenden! Ich glaube, damit wäre allen schon ein Stück weitergeholfen….

  5. Checker 11 Jahren ago .Antworten

    Menschenfreund: „Was hat die Politik zu ihrer Enschuldigung für das Fehlen dieser Vorschriften zu sagen?“

    Erwarte von den Politikern nichts, zumindest nicht von denen die tatsächlich etwas machen könnten. Sie sind alle an der Leine der Wirtschafts-Lobbyisten. Von Ihnen wirst Du nichts hören: Keine Entschuldigung, keine echten Alternativen und vor allem kein Eingeständnis ihrer eigenen Schuld.

    Dein Vorschlag zu boykottieren ist wohl der einzige der auch wirken würde. Doch das setzt Wissen und Gemeinschaft voraus. Was ist zum Beispiel mit Nokia geschehen, nachdem sie Tausende raus geworfen haben? Die Leute kaufen noch immer ihre Handys.

    Auch von den Produzenten darfst Du nicht zu viel erwarten. Ihre Strategie ist: Billig produzieren und mit Gewinn zu verkaufen. Wenn Umweltstandards stören, dann wird woanders produziert. Es fragt sich, ob man überhaupt internationale Gesetze hin bekommt, an den sich auch Länder halten, die von Kinderarbeit und dem Umgang mit toxischen Stoffen profitieren.

    Boykott scheint mir der einzige Weg, wenn man den Leuten klar macht, was sie mit ihrem Konsum anrichten. Doch wenn diese Produkte billiger sind fragt sich, ob sie dann wirklich zu anderen greifen. Man sollte eine starke Initaitive zur Einführung internationaler starten/unterstützen und gleichzeit aufklären. Denn das betrifft ja genauso auch die Produktion von Lebensmitteln, Arzneien etc. – also Produkte, von deren Reinheit und Verträglichkeit vieles abhängt. Solange aber das Geschäft vorgeht, werden die großen Konzerne keine neuen Gesetze zulassen und die Politiker werden hier gegen nicht aufbegehren.

    Check out

  6. Menschenfreund 11 Jahren ago .Antworten

    Warum kam das soooo spät?
    Das muss man zeigen, damit es alle sehen können. Denn, ich habe es nach Aufzeichnung gesehen, wer es nicht sieht, sondern nur darüber hört, ist offensichtlich nicht bereit, das Thema an sich heran zu lassen. Habe mit meinen Kolleginnen darüber gesprochen und stieß weitestgehend auf Unverständnis. Die Menschen in den Produktionsländern könnten doch froh sein, dass sie überhaupt Arbeit haben. Natürlich sind sie froh, dass sie Arbeit haben. Aber ich fasse nicht, dass von hier aus bei den Bildern noch irgendjemand nicht in Erwägung zieht, diese Waren zu boykottieren und somit die Anbieter dieser Sachen zur Kontrolle der Lebens- und Arbeitsbedingungen im Auftrag der Konsumenten zu zwingen. Wir alle, die wir helfen, dass auf diese Weise Geld verdient werden kann indem wir diese Ware kaufen, gefährden nicht nur unsere eigene Gesundheit sonder machen uns mitschuldig am Elend derer, die gezwungen sind, für den Unterhalt ihrer Familien oder auch nur für den eigenen Unterhalt, an der Produktion und den Vertrieb dieser Waren mitzuarbeiten.
    Da es aber nicht möglich sein wird, die Konsumenten und die Händler zur Einsicht zu bringen, werden dringend Gesetze benötigt, die nicht nur den Handel mit diesen letztendlich lebensbedrohlichen Chemikalien in Europa verbieten, sondern Gesetze, die den auch Import von Waren, die Rückstände dieser Chemikalien beinhalten, verbieten. Damit schützen wir nicht nur uns sondern auch die Menschen in den Erzeugerländern dieser Waren, die noch viel übler dran sind als wir, die wir diese Sachen zumindest teilweise von den gesunheitsschädlichen Zusätzen durch Waschen befreien können. Es muss doch andere Möglichkeiten geben, Waren relativ günstig auf der ganzen Welt (vorzugsweise inzwischen in Fernost) produzieren lassen zu können und an den Kunden zu bringen, als dabei sowohl die Hersteller (bzw. deren Arbeiter) und den Kunden langsam aber sicher zu vergiften.
    Was hat die Politik zu ihrer Enschuldigung für das Fehlen dieser Vorschriften zu sagen?

  7. Jack 11 Jahren ago .Antworten

    Hallo Burkhard,

    es gab mal beim NDR einen „Schnippeldienst“, der Sendungen angeboten hat.
    Vielleicht gibt es das auch für Videos/DVD?

    http://www3.ndr.de

    Gruß,
    Jack

  8. Burkhard Kröning 11 Jahren ago .Antworten

    Habe den Film leider nicht sehen können. Wie kann ich kurzfristig einen Download oder DVD erhalten.
    Ist für mich sehr wichtig.

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