Internationaler Strafegrichtshof

Internationaler Strafgerichtshof macht Forschritte

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) soll laut Human Rights Watch trotz politischer und praktischer Fehler beachtliche Fortschritte gemacht haben, wenn es darum geht, schwere Verbrechen strafrechtlich zu verfolgen.

Der 244-seitige, gerade veröffentlichte Bericht von Human Rights Watch „Courting History: The Landmark International Criminal Court’s First Years“ untersucht die Leistungen und Defizite des IStGH seit Beginn seiner Arbeit im Jahr 2003. Der Gerichtshof wurde gegründet, um für Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen Gerechtigkeit zu schaffen. Bis heute hat der Gerichtshof Haftbefehle gegen Verdächtige in vier Ländern erlassen, wenngleich keiner dieser Verdächtigen bislang vor Gericht gestellt wurde.

Doch es gibt laut Human Rights Watch Fortschritte bei den Ermittlungen, bei der Einrichtung von Zeugenschutzprogrammen, effektiver Maßnahmen zur Unterstützung von Angeklagten und der Implementierung eines komplexen Systems, das die Opfer in die Gerichtsverfahren einbindet.

„Für die zukünftige Arbeit erwarten wir von den Vertretern des IStGH, dass sie aus ihrem schweren Anfang lernen und ihre Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit den Bevölkerungsgruppen verbessern, die am schwersten von den Verbrechen betroffen sind, die der Gerichtshof verfolgt“, so Richard Dicker, Direktor der Abteilung für Internationale Justiz von Human Rights Watch. Schließlich sei der IStGH ja gegründet, um eben diesen Personen zu helfen, so Dicker.

Bild-Credit: Peter Reinäcker (pixelio)

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!

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