Interview: Chris Methmann (attac)

Ein Interview über NGO’s, Bewegungen und Aktivisten – und warum sich Engagement lohnt. Chris Methmann ist 26 Jahre alt und seit 2004 aktives Mitglied bei attac. Er sitzt im Koordinierungskreis, organisierte z.B. den Umweltkongress „McPlanet.com – Klima der Gerechtigkeit“ und war Co-Autor des Buchs „Wem gehört der Himmel? Das Klima in der Globalisierungsfalle” (Hamburg: VSA-Verlag). Wir sprachen mit ihm über sein Engagement, Erfolge und seine Vision für die Zukunft.

Für eine bessere Welt: Du könntest Deine Zeit auch ganz anders verbringen, engagierst Dich jedoch ehrenamtlich – warum? Was war bei Dir die Initialzündung, um überhaupt tätig zu werden?
Chris Methann: Zu der ersten Frage, würde ich sagen, gibt es zwei Gründe: Einmal muss ich schlicht und ergreifend sagen, dass es Spaß bringt. Es ist einfach schön, mit anderen Leuten zusammen zu versuchen, irgend etwas zu erreichen, dass ist in gewisser Weise auch eine Form von Hobby. Zum anderen ist es natürlich, und das ist denke ich der Ausschlag gebende Punkt, das Gefühl, dass es hier in der Welt ungerecht zugeht – und das man da was tun muss, etwas verändern muss. Weil es so nicht bleiben darf und wir alle irgendwie gefragt sind uns einzumischen…
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Für eine bessere Welt: Und warum hast Du Dich dann für attac entschieden?
Chris Methmann: Ich denke, dass der Grund sicherlich schon war, dass ich das Gefühl hatte, dass hat viel mit wirtschaftlicher Macht zu tun und letztlich mit der Globalisierung, weil eben dadurch die wirtschaftliche Macht einiger weniger Akteure großer Konzerne deutlich wächst und man sich gerade an diesen entscheidenden Punkten dem entgegen stellen muss. Natürlich finde ich es auch richtig! Ich engagiere mich auch viel für Umweltfragen beispielsweise, aber ich glaube das diese von diesen Wirtschafts- und Machtfragen zu trennen sind und ich glaube, dass Attac hier ein wichtiger Akteur ist, diese zentralen Punkte zu benennen.
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Für eine bessere Welt: Und was tust Du genau? Wie sieht Deine Arbeit aus?
Chris Methmann: Das ist ganz verschieden. Ich habe in den letzten Jahren in verschiedenen Kampagnen mitgearbeitet, beispielsweise in der Kampagne gegen LIDL, wo wir mit vielen Aktionen versucht haben darauf aufmerksam zu machen, das LIDL in vielen Bereichen Sozial- und Umweltdumping betreibt und die Mitarbeiter schlecht behandelt, und auch beim Einkauf nicht darauf achtet, wie die Produkte hergestellt worden sind – da sogar ganz miese Trends gesetzt hat. Da haben wir mit ganz vielen Aktionen auch eine Verhaltensänderung bei LIDL bewirkt.
Ich habe aber ansonsten auch ganz viele andere Aufgaben, muss z.B. auch Gesamtverantwortung bei Attac übernehmen, bin in im Koordinierungskreis, das ist so eine Art Vorstand und bin da zum Beispiel in der Finanzverantwortung.
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Für eine bessere Welt: Was mir jetzt gerade einfällt: Wie könnt Ihr oder wie kannst Du es verhindern, dass Ihr euch vor den Karren spannen lasst? Wie beispielsweise im Fall LIDL: Die hatten ja damit verbunden auch immer eine schlechte PR und können natürliche eine positive PR gebrauchen. Die haben mit dem Greenpeace Magazin vor kurzem kooperiert und haben es bei sich in das Angebot mit aufgenommen. Denen passt das natürlich ganz gut, wenn sie einen grünen oder sozialen Anstrich bekommen und das entsprechend pressewirksam veröffentlichen lassen. Wie kann man abgrenzen, dass die nicht einfach irgend etwas erzählen und sich in Wirklichkeit substanzielle Schwierigkeiten – die dort nun mal vorhanden sind – gar nicht wirklich ändern?
Chris Methmann: Ich glaube das es wichtig ist, dass man am Ball bleibt. Gerade jetzt was die LIDL-Geschichte angeht, hat man das gerade schön gesehen, als LIDL bei dem Biomarkt Basic einsteigen wollte, wo dann unter anderem durch Aktionen von Attac, wo wir das Ganze haben wieder aufleben lassen, Basic dann davon Abstand genommen hat und gesagt hat: Nein, wir wollen nicht, dass LIDL da einsteigt, die haben so einen wahnsinnig schlechten Ruf.
Jetzt beispielsweise gibt es in Schweden auch gerade eine Diskussion darüber, dass LIDL schlechte Standards hat – weil LIDL hier jetzt gerade auf den Markt drängt. Und die kennen halt das Image inzwischen aus Deutschland. Ich glaube es ist einfach ganz wichtig, dass man als soziale Bewegung am Ball bleibt und weiter Druck macht.
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Für eine bessere Welt: Und je mehr man das macht, desto besser… Die Unternehmen sind ja zunehmend auch darauf angewiesen, gesellschaftlich akzeptiert zu werden. Denn sie können sich jetzt nicht mehr erlauben, dass eine zu sagen und das andere zu tun. Also davon gehe ich mal aus – wenn so viele Augen drauf schauen.
Jetzt eine ganz emotionale Frage, was empfindest Du eigentlich dabei? Du hattest vorhin gesagt, das erfüllt Dich. Wir möchten den Leser dahin bringen, dass er das Mangelgefühl – nichts unternehmen zu können – durchaus durch die praktische Anwendung in der Arbeit auch los wird und sagen kann, jetzt erfüllt es mich endlich mit einer Wichtigkeit, mit einer Bedeutung und vielleicht auch mit einem Gespür dafür, dass die Arbeit am Ende Erfolg haben könnte. Wie ist es denn bei Dir? Mühst Du Dich da jetzt wie ein Eichhörnchen in kleinen Schritten und sagst: Menschenskind, wenn ich die erreiche ist es schon mal optimal – gehst Du mit einem Hochgefühl nach Hause, wenn irgend etwas geklappt hat, was spielt sich da bei Dir gefühlsmäßig ab?
Chris Methmann: Es sind, glaube ich, drei Dinge, drei Emotionen: Das Eine habe ich ja schon gesagt, ist der Spaß. Das andere sicher auch ein Stück weit eine Form der Empörung – ich weiß nicht ob das so zutrifft – aber schon so eine gewisse Wut, die ich auch einfach brauche als Antrieb dafür das ich was tue, dass ich das Gefühl habe, das kann doch echt nicht wahr sein so wie es läuft, aber letztendlich dann schon auch eine Form von Befriedigung, einfach dadurch das ich das Gefühl habe, ich kann einen Unterschied machen. Ohne jetzt hochtrabend klingen zu wollen, aber ich glaube schon dass ich festgestellt habe, in der Vergangenheit, dass wenn man sich engagiert, dann kann man gewisse Dinge erreichen. Das ist auch schon ein schönes Gefühl, diese Ohnmacht zu überwinden…
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Für eine bessere Welt: … Und man hat vielleicht auch den Eindruck, man macht mit jedem Schritt den man dort tut, auch wenn es jetzt kleine Schritte sind, die Welt ein bisschen besser.
Jetzt habe ich eine Frage zu den NGOs allgemein und zwar: Welche Bedeutung haben NGOs Deiner Meinung nach für die Gesellschaft. Welche Möglichkeiten für Veränderungen bieten sie? Geht damit ein Ruck durch die Gesellschaft, der irgendwann bei allen ankommt, wie Du am Anfang sagtest: Wir müssen was tun, wir haben eine Verantwortung und müssen uns engagieren… Oder glaubst Du, es wird zunächst ein kleinerer Kreis bleiben von Aktivisten, die eher empathisch sind und ein Gefühl dafür haben, für die Widrigkeiten und Ungerechtigkeiten der Welt – und dort sozusagen Vorreiter sind und nur hoffen können, das sie von den anderen Tatenlosen zumindest mental unterstützt werden? Oder glaubst Du, dass es mehr werden und die Tendenz eher dahin geht, dass irgendwann die ganze Gesellschaft sich zu engagieren beginnt und damit auch ein neues Gesellschaftsverständnis entsteht?
Chris Methmann: Ich habe jetzt glaube ich, gerade nach dem G8-Gipfel das Gefühl das es tatsächlich immer mehr wird. Also dieses Erlebnis, dass da 60.000 Leute bei der Demo demonstriert haben für ein Anliegen und danach sich sogar 10.000 Leute mit zivilen Ungehorsam widersetzt haben, das ist was qualitativ völlig neues. Das hat mich total motiviert weil ich tatsächlich das Gefühl habe, es gibt tatsächlich immer mehr, gerade auch junge Menschen die sagen, nein, so kann das nicht weiter gehen und ich kann da einen Unterschied machen…
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Für eine bessere Welt: … Diese Zahl mit den 60.000, wir haben auch ein bisschen recherchiert, habt Ihr die aus offiziellen Quellen? Gibt es überhaupt, ich sage mal, authentische offizielle Quellen oder wie erhebt Ihr das denn, dass Ihr sagen könnt, da waren 60.000 dabei? Das ist natürlich erst mal eine beeindruckende Zahl und je mehr das sind, desto besser. Wenn wir diese zitieren, dann würde es mich schon mal interessieren, wie Ihr diese Erhebungen macht.
Chris Methmann: Die offizielle Zahl war 20.000, aber das war die offizielle Zahl der Polizei. Das war eine Frechheit, weil die die Zahl schon heraus gegeben hatten, als noch gar nicht alle Leute da waren. Eine Stunde vor Demo-Beginn, was natürlich auch politisch motiviert ist.
Wir machen es tatsächlich so, dass wir Leute haben, die sich an bestimmten Stellen postieren, wenn da eine Demo längs läuft und dann guckt: Zwischen diese Häuser passen im Schnitt 10 Leute nebeneinander und dann zählen sie halt die Reihen und da kommt man schon auf relativ verlässliche Zahlen. Wobei: Meine verlässlichste Zahl ist 60.000. Es gibt auch Leute die sagen es war mehr, aber das halte ich für unwahrscheinlich.
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Für eine bessere Welt: Du hast jetzt eben das Thema Ziviler Ungehorsam angesprochen und in diesem Zusammenhang eine Zahl von 10.000 Menschen genannt. Was ich mich jetzt auch persönlich manchmal frage ist eigentlich: Wenn jetzt die Schwierigkeit größer wird, überhaupt NGO-Arbeit zu betreiben, meinetwegen durch Restriktionen von Außen, durch Schwierigkeiten, die durch Gesetzgebungen entstehen – was auch da immer auf uns zukommen kann – wie weit meinst Du, soll man überhaupt gehen? Das ist natürlich auch eine Frage der Mentalität, dass man sagt: Ich stoße jetzt hier an Grenzen, ab hier wird es für mich zu gefährlich, das mache ich nicht mehr weiter oder ob man auch bereit ist, ich sage mal, persönliche Gefahren einzugehen. Man hat ja da ganz unterschiedliche Charaktere. Die einen sagen, man muss es jetzt durchziehen, auch wenn es vielleicht Schwierigkeiten und Blessuren für die Seele, für die Freiheit, für den Körper oder was auch immer geben sollte. Die anderen sagen, OK, ich habe jetzt da meine Nase in den Wind gehalten, aber mehr mache ich eigentlich auch nicht. Was meinst Du, wie weit sollte man gehen unter der Voraussetzung, unter der Prämisse, dass die Schwierigkeiten irgendwann noch größer werden, überhaupt so eine Arbeit zu machen?
Chris Methmann: Was – finde ich – völlig klar sein muss, ist der Konsens der Gewaltfreiheit auf der einen Seite. Das ist für mich völlig klar. Anders halte ich es nicht für legitim und ich glaube auch nicht, dass man die Mehrheit der Menschen damit anspricht, wenn man Steine wirft. Das ist eine ganz persönliche Sicht von mir, wo ich sage, nee. Das finde ich unsinnig. Auf der anderen Seite glaube ich aber schon, dass man gerade auch durch solche bewussten kleinen Regelübertretungen – gerade beim Beispiel Heiligendamm waren es ja auch nun unsinnige Regeln, also diese 2-Kilometer-Zone um den Zaun herum – das war ja auch völlige Schikane und ich finde, durch diese kleinen ganz bewussten Regelübertretungen kann man noch mal einen ganz anderen Druck auf diese Entscheidungsträger aufbauen. Noch mal eine andere Stufe der Unzufriedenheit und der Entschlossenheit ausdrücken, finde ich…
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Für eine bessere Welt: …Es ist ja immer die Frage, wer die Regeln macht und wer sie repräsentiert.
Chris Methmann: …stimmt. Und vielleicht noch eine Sache: Das zumindest ich es so erlebt habe, dass es gar nicht wirklich gefährlich ist, wenn man solche Sachen macht, weil man eben auch mit vielen Leuten da ist. Meine Erinnerung an diese Zeit in Heiligendamm ist eher so ein Solidaritätsgefühl gewesen: „Wir sind jetzt hier gemeinsam und wir stehen es gemeinsam durch.“
Gefährlich, glaube ich, wird es dann, wenn man vereinzelt ist, wie die Leute die sich jetzt massiver Repression ausgesetzt sehen, wie die Leute hier in Berlin, die im Gefängnis gelandet sind und solche Sachen.
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Für eine bessere Welt: Das wirft jetzt allerdings die Frage auf, Du hast das vorhin angeschnitten, die wir allerdings jetzt mit der Artikelserie beantworten wollen, warum überhaupt Menschen in NGOs aktiv werden wollen. Also jetzt ist natürlich auf der einen Seite die persönliche Befriedigung, auf der anderen das man auch wirklich etwas erreicht, aber wie würdest Du das in einem Satz zusammenfassen, wenn man jetzt jemanden dazu motivieren möchte etwas zu tun. Also, es lohnt sich weil…
Chris Methmann: Es lohnt sich, weil man schon gemeinsam mit anderen viel mehr erreichen kann und letztlich damit auch ein gewisses Ohnmachtsgefühl, was viele Leute jetzt gerade auch erleben, überwinden kann.
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Für eine bessere Welt: Jetzt auch schon die letzte Frage: Wir haben viel recherchiert zu dem Thema und da gibt es jetzt die unterschiedlichsten Stellen wie die Bundeszentale für politische Bildung usw., die sich zum Teil auch kritisch mit dem Phänomen der NGOs auseinander setzen. Hier ist eigentlich die Frage häufiger aufgeworfen worden in diesen Texten, das NGOs eben nicht demokratisch legitimiert seien. Siehst Du das eigentlich als ein Problem oder vielleicht sogar als Vorzug?
Chris Methmann: Also was ich vielleicht mal einschieben muss: Ich benutze eigentlich lieber den Begriff der “Bewegung”. Bei den NGOs da sind die Übergänge fließend. Es gibt auch viele NGOs, die ich jetzt nicht als fortschrittlich begreifen würde. Zum Beispiel irgendwelche Wirtschaftsverbände sind ja auch irgendwo NGOs. Deswegen glaube ich eigentlich, dass Ngos immer nur Teil einer Bewegung sind und das ist auch das, finde ich, was wir momentan erleben. Es gibt ja auch viele Leute, die sich nicht nur in NGOs, sondern auch in Basisinitiativen organisieren.Wenn man halt merkt, da stehen viele Menschen dahinter, dann gibt es überhaupt kein Demokratieproblem, weil auf der anderen Seite gibt es die ganzen Wirtschaftsverbände die durch massives Lobbying, und da stehen keine Menschen dahinter, sondern nur große Unternehmen, versuchen ihre Politik durchzudrücken. Da habe ich überhaupt keine Angst, dass dies ein Demokratieproblem aufwirft. Letztlich ist das ja eine Bewegung für mehr Demokratie auf der Welt.
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Für eine bessere Welt: Also kann da für jemanden der nicht in so einer Organisation drinnen steckt beim Blick von Außen die Fehlsichtigkeit in Bezug auf die tatsächlichen Beweggründe – was wir gelesen haben und auf diesem Wege ausräumen wollen – das diese Organisation zum Beispiel nicht basisdemokratisch sind – das man nicht so richtig rein schauen kann und nicht so genau weiß, wie da die Entscheidungsprozesse laufen – und in einem solchen Fall natürlich Schwierigkeiten hat, eine Organisation zu durchleuchten. Was im Fall eines Wirtschaftsverbandes natürlich noch einmal ganz andere Dimensionen hat. Bei einer Organisation die aus der Bürgerbewegung kommt, den einen oder anderen abschrecken könnte.
Chris Methmann: Die meisten NGOs werden ja von vielen Leuten unterstützt. Die NGOs mit denen ich zu tun habe sind hauptsächlich Organisationen die von Spenden und Mitgliedsbeiträgen leben. Allein das ist ja schon Ausdruck dafür, dass ganz viele Leute hinter den Zielen dieser Organisationen stehen. Deswegen üben die, auch wenn es in manchen Organisationen nicht ganz basisdemokratisch zugeht, wobei eigentlich alle irgendwo demokratisch organisiert sind – natürlich mit Abstufungen, selbst dann richten die sich ja nach den Wünschen ihrer Unterstützer, weil sie die ja brauchen. Insofern sehe ich da wirklich kein Demokratieproblem.
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Für eine bessere Welt: Gab so etwas gibt wie ein Schlüsselerlebnis – so wie Brent Spar o.ä., wo Du das erste Mal sagtest: “Jetzt reicht´s mir!” Gab es so was bei Dir?
Chris Methmann: Für mich persönlich gab es einfach die Einführung von Studiengebühren bei uns an der Uni in Hamburg, wo ich eigentlich das erste Mal politisch so richtig aktiv geworden bin. Noch gar nicht im Rahmen von attac, sondern so als Individualmensch. Wo ich gesagt habe, hallo, das kann doch nicht sein, dass jetzt vom Geldbeutel der Eltern abhängig gemacht wird, ob ich studieren darf oder nicht…
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Für eine bessere Welt: …und je mehr Du da rein geguckt hast, desto mehr hast Du erkannt, dass so einiges im argen ist…
Chris Methmann: Ja. Dann hatte ich eben auch einfach das Bedürfnis, mich stärker zu engagieren und dann auch zu organisieren und bin dann letztendlich so zu attac zu kommen, weil ich gedacht habe, da sind viele Leute die das ähnlich sehen und gemeinsam kann man einfach mehr erreichen…
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Für eine bessere Welt: …und wann war das?
Chris Methmann: 2000 habe ich Abi gemacht, 2002 habe ich damit angefangen, mit diesen Studiengebühren und seit 2004 bin ich bei Attac.
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Für eine bessere Welt: Vielen Dank für das Gespräch!

 

© Marek Rohde/Ilona Koglin 2007

Website: attac Deutschland

Buchtipp: Wem gehört der Himmel?

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(Der Klimawandel ist nicht nur eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Er ist sowohl ein Problem der globalen Gerechtigkeit als auch ein Problem unseres Wirtschaftssystems. Nur wenn wir ihn so verstehen, werden wir ihn tatsächlich abwenden können.)

(C) Marek Rohde/Ilona Koglin 2007

Autor: Marek Als kleiner Junge lief ich immer mit einem Bleistift in der Hand herum und fragte die Menschen in meiner Umgebung Löcher in den Bauch. Denn genauso stellte ich mir einen Reporter vor: wie einen Detektiv mit Schreibblock... Auch heute noch versuche ich gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anzutreten – so wie meine Helden von damals. Und das Projekt „Für eine bessere Welt“ ist ein wichtiger Teil dieser Arbeit.
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Eine Antwort auf "Interview: Chris Methmann (attac)"

  1. Ilona Meschke 4 Jahren ago .Antworten

    Hallo Chris, hat sich schon mal jemand mit dem Thema GEO ENGINEERING befasst? Wäre das nicht nötig, öffentlich davor zu warnen, dass ist zumindest angedacht und es wird w wissenschaftlich daran geforscht und viel Geld ausgegeben. Mit Chemikalien, Schwefeldioxide und ähnliches, den Himmel abzudecken und zu verdunkeln? Mit welchen Folgen hätten wir dann zu rechnen? Ich habe das letzte Buch von Naomi Klein gelesen, die das darin beschrieb. Es ist sehr besorgniserregend. Herzliche Grüße Ilona Meschke

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