Nicht nur Außenseiter

Nachdem ja lange, lange Zeit Stille um das Thema Lissabon-Vertrag herrschte und es dann in den Medien eher so dargestellt wurde, als würden sich nur dubiose Zeitgenossen gegen den Vertrag wehren, scheint nun die Zeit für Aufklärung gekommen.

In einem Bericht des Deutschlandfunk heißt es: “Gerade in Deutschland hat die Berichterstattung über den schwierigen Ratifizierungsprozess oft den fälschlichen Eindruck erweckt, bei den Zögerern, und Zauderern handele es sich um einen kleinen Haufen von EU-Desperados und europäischen Spätentwicklern. Der verrückte Rest-Kaczynski in Polen, die undankbaren Iren, der Erzgauner Berlusconi und Gauweiler aus Bayern – das ergab ein stimmiges Weltbild für selbstgerechte Muster-Europäer. Seit gestern ist klar, dass es ein Zerrbild war. Dabei ist es nicht einmal überraschend, dass Horst Köhler, der gerade als beliebtester deutscher Politiker in den Präsidentschaftswahlkampf zieht, seine Unterschrift nicht unter den Lissabon Vertrag setzen will”.

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