Adelheid Biesecker bei der Konferenz für eine bessere Welt

Adelheid Biesecker

„Globale Gerechtigkeit in einer nachhaltig lebenden und wirtschaftenden Welt ist mit der kapitalistischen Wirtschaftsweise mit dem Leitprinzip der Profitmaximierung nicht zu machen. Nötig sind andere Leitprinzipien wie Gutes Leben und Vorsorge. Die neue Wirtschaftsweise – ich nenne sie Vorsorgendes Wirtschaften – entsteht nicht in einem großen Wurf, sondern in vielen sozialen Bewegungen, die Experimentierräume für das Neue schaffen. Beispiele sind die Commons-Bewegung oder die globale Bewegung für Food Sovereignty. Diese Bewegungen bestätigen eines meiner Lieblingszitate von Arundhati Roy: Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist schon im Entstehen. An einem ruhigen Tag kann ich sie atmen hören“, Adelheid Biesecker.

Adelheid Biesecker war lange Zeit Professorin für ökonomische Theorie an der Universität Bremen. Sie umtreibt die Entwicklung einer sozial-ökologisch orientierten ökonomischen Theorie, die die praktischen Bewegungen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit begleiten und stärken kann. Denn: „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie“, wie der Philosoph Immanuel Kant sagte. Adelheid Biesecker arbeitet dabei mit Frauen aus dem Netzwerk „Vorsorgendes Wirtschaften“ zusammen, dem sie seit vielen Jahren angehört.

Bei der Konferenz für eine bessere Welt nimmt Adelheid Biesecker bei den interaktiven Talks zusammen mit Bernd Hinzmann (Inkota) teil. Dabei geht es ihr auch um die Frage: Wie lassen sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden so umgestalten, dass aus dem bestehenden imperialen Verhältnis ein gleichberechtigtes wird?

Die Konferenz für eine bessere Welt

18. – 19. August 2018, Gut Karlshöhe Hamburg

Die Mitmach-Konferenz für alle Idealisten und Weltverbesserer…

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