Führt die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem dauerhaften Abschied vom Trend zu mehr Markt? Wird die internationale Zusammenarbeit gestärkt oder kehrt der Protektionismus auf nationaler Ebene zurück, wie in den 1930er Jahren? Was unterscheidet die gegenwärtige globale Krise von früheren Krisen?

Diesen und ähnlichen Fragen will das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in einer neuen Dialogreihe „Perspektiven der Kapitalismusforschung“ nachgehen. Die Forschung über die Spielarten des Kapitalismus (Varieties of Capitalism) kann aus den aktuellen Krisen viel lernen, umgekehrt aber auch die Politik viel aus der Forschung.

Die Reihe startet am Dienstag, 17. März, 17.30 Uhr, mit einem Vortrag des amerikanischen Politikwissenschaftlers Peter Katzenstein (Cornell University). Katzenstein fragt, welche Veränderungen die globale Finanzkrise für die Spielarten des Kapitalismus haben könnte. Ihm antwortet Arndt Sorge (WZB), der die Lehren der letzten Krisen für die vergleichende Kapitalismusforschung behandeln wird.

Weitere Termine sind:

Dienstag, 26. Mai 2009, 17 Uhr
Robert Boyer, CNRS
„The current financial crisis: a historical and comparative approach“
Kommentar: Sigurt Vitols, WZB

Mittwoch, 24. Juni 2009, 17 Uhr
Alfred Kieser, Universität Mannheim
„Unternehmensberatung, Politikberatung, Fehlschläge und Krisen“
Kommentar: Dieter Plehwe, WZB

Dienstag, 8. September 2009, 17 Uhr
Richard Freeman, Harvard University
„Economic analysis, crisis prevention and problem-solving“
Kommentar: Kai A. Konrad, WZB

Weitere Infos: www.wzb.eu/aktuell/finanzkrise_lectures.de.htm