Das Hick Hack um Öffentlich-Rechtliche im Web gerät irgendwie zur Farce: die Privaten, die Verlage, die reinen Online-Content-Provider – alle haben sie Angst, dass ihnen die Öffentlich-Rechtlichen die heiß ersehnten Krumen vom dicken Online-Geschäft weg schnappen könnten. Dabei meinte die EU-Kommission doch gerade, sich einmischen zu müssen in die Kulturpolitik unserer Länder, weil es ja eine arge Wettbewerbsverzerrung ist, wenn da Medieninhalte mit Gebühren finanziert würden. Und wenn dem schon so sei, dann müssten diese Sender schon auch beweisen, dass das, was sie da abliefern, wirklich eine Top-Qualität ist…

Fragt sich aus meiner Sicht nur…

Wenn auf der einen Seite der Vorwurf lautet, dass die Qualität zumindest zu rechtfertigen sei – wovor haben die dann Angst? Wohl ein Beispiele für Lobby-Geklapper auf „höchstem Niveau“…
Nun jedenfalls – bevor das jetzt erstellte Arbeitspapier für den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag überhaupt mit den Sendern besprochen wird – geht man nun damit also lieber erst mal zur EU-Kommission, nachfragen, ob das so „erlaubt“ ist. Demnach sollen Online-Angebot von Öffentlich-Rechtlichen künftig keine Presse sein – dürfen also nur sendungsbezogen sein (den Inhalt einer Sendung zusammenfassen). Außerdem dürfen Sendungen nur 7 Tage lang online abgerufen werden können. Ist das erste Reglement noch nachvollziehbar, so frage ich mich beim zweiten schon, warum Inhalte, die wir alle bezahlt haben, uns nicht auch allen immer zur Verfügung stehen dürfen…?