Woche des Fairen Handelns

Unter dem Mot­to »Dop­pelt gut! Bio im Fai­ren Han­del« fin­det vom 15. bis zum 28. Sep­tem­ber 2008 in ganz Deutsch­land die »Fai­re Woche« statt mit unter­schied­lichs­ten Aktio­nen rund um den Fai­ren Han­del. »Durch den Kauf fair gehan­del­ter Pro­duk­te leis­ten wir hier im Nor­den ganz prak­ti­sche Soli­da­ri­tät mit Pro­du­zen­tin­nen und Pro­du­zen­ten in Ent­wick­lungs­län­dern«, so die Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin Karin Kort­mann, die die Fai­re Woche eröff­ne­te.

Rund 193 Mil­lio­nen Euro haben die Bun­des­bür­ger im ver­gan­ge­nen Jahr für fair gehan­del­te Pro­duk­te aus­ge­ge­ben. Das sind rund 20 Pro­zent mehr als im Vor­jahr - und eine Ver­dop­pe­lung inner­halb von vier Jah­ren (2004 bis 2007). Das zeigt, dass auch wir Ver­brau­cher hier zu Lan­de um den Nut­zen fair gehan­del­ter Bio-Pro­duk­te wis­sen – sie leis­ten zwei wich­ti­ge Bei­trä­ge: einen zur Armuts­be­kämp­fung und einen zum Schutz der Umwelt, so die Orga­ni­sa­to­ren der Fai­ren Woche.

Der Fai­re Han­del ist ein­zig­ar­tig und lebt durch den direk­ten Kon­takt zu den Han­dels­part­nern. Elf Pro­du­zen­ten­ver­tre­ter aus Ecua­dor, Tan­sa­nia, Sri Lan­ka, Thai­land und den Phil­ip­pi­nen sind wäh­rend der Fai­ren Woche zu Gast in Deutsch­land und berich­ten in über 100 Ver­an­stal­tun­gen über ihre Situa­ti­on und die Wir­kun­gen des Fai­ren Han­dels. Eliza­beth C. Mon­de­jar (Alter Tra­de Cor­po­ra­ti­on, Phil­ip­pi­nen) erläu­ter­te bei­spiel­haft, war­um der Bio-Voll­rohr­zu­cker »Mas­co­ba­do« ein Sym­bol für den Kampf des Vol­kes auf der Zucker­in­sel Negros ist: »Erst der Fai­re Han­del ermög­lich­te die Umstel­lung auf öko­lo­gi­schen Anbau. Jetzt sind die Bau­ern stolz auf das, was sie geleis­tet haben: Von che­miein­ten­si­ver Mono­kul­tur auf arten­rei­che Anbau­me­tho­den umzu­stel­len und dabei den Kri­te­ri­en des Fai­ren Han­dels und des öko­lo­gi­schen Anbaus gerecht zu wer­den.« Mitt­ler­wei­le stam­men 70 Pro­zent der fair gehan­del­ten Pro­duk­te aus öko­lo­gi­scher Land­wirt­schaft.

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Dr. Hans-Chris­toph Bill, Vor­sit­zen­der des Forums Fai­rer Han­del, berich­te­te von den ein­heit­li­chen Ver­an­stal­tun­gen, die erst­mals auch auf Lan­des­ebe­ne statt­fin­den. Die Akteu­re des Fai­ren Han­dels tre­ten im Rah­men der Fai­ren Woche in den Lan­des­haupt­städ­ten mit Ent­schei­dungs­trä­gern aus Poli­tik, Lan­des­ver­wal­tung, Kom­mu­nen und Wirt­schaft in Kon­takt, um den Fai­ren Han­del bekann­ter zu machen – die Abge­ord­ne­ten der Land­ta­ge erhal­ten sogar »Fai­re Früh­stücks-/Lunch-Pake­te«.

Bun­des­weit enga­gie­ren sich zahl­rei­che Men­schen, um in zir­ka 3.000 Ver­an­stal­tung in Welt­lä­den, Super­märk­ten, Natur­kost­lä­den, Bau­ern­hö­fen, Kan­ti­nen, Kir­chen­ge­mein­den, Schu­len, Ver­brau­cher­zen­tra­len und vie­len ande­ren Orten den Fai­ren Han­del erleb­bar zu machen. Fair gehan­del­te Pro­duk­te sind in über 800 Welt­lä­den erhält­lich, in 30.000 Super­märk­ten und zahl­rei­chen Natur­kost­fach­ge­schäf­ten am Fair­tra­de-Sie­gel erkenn­bar.

Mehr Infor­ma­tio­nen unter: www.fairewoche.de

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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Eine Antwort auf "Woche des Fairen Handelns"

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