Fazit: Konferenz für eine bessere Welt

Rund 150 Menschen kamen gestern in Hamburg anlässlich des Tags für eine bessere Welt zusammen, um auf der Konferenz für eine bessere Welt gemeinsam am Weltverbesserungsprojekten und -themen zu arbeiten. Es wurde gedacht, geträumt, gelernt und mit vielen kleinen und auch größeren Dingen die Welt zum besseren verändert.

Wir beide haben dem Magazin „VeganLive“ (http://veganlive.de) ein Interview mit unseren Eindrücken von der Konferenz gegeben. Daraus ein Auszug:

Die Konferenz ist gerade in Hamburg zu Ende gegangen. Könnt ihr für uns ein kurzes Fazit ziehen?

Marek Rohde: Wenn man mit so vielen Menschen an einem Ort zusammen kommt merkt man mal wieder, wie viel positives und kreatives Potential uns allen doch permanent zur Verfügung steht. Wir müssen nur den Mut haben und lernen, es umzusetzen. Die 7Talks – die Marathon-Talkshow während der Konferenz – hat gezeigt, dass die Menschen großen Gesprächsbedarf haben. Jeder hat für sich vielleicht schon einen Weg gefunden, sein eigenes Potential anzuzapfen – und stellt nun fest, dass er oder sie nicht alleine ist. In viereinhalb Stunden kamen so viele interessante Themen und Aspekte zum Vorschein, dass wir gar nicht anders können, als diese mit allen anderen noch weiter zu vertiefen und ihnen konkrete Projekte folgen zu lassen. Das können ganz neue oder die Vernetzung bestehender Aktivitäten sein.

Gab es Ideen, Projekte oder Aktionen die Dich persönlich besonders ansprachen?

Ilona Koglin: Ich bin gestern auf viele spannende Menschen mit ganz tollen Ideen und Projekten gestoßen. Vor allem hat mich aber bewegt, was wir an diesem Tag konkret auf die Beine gestellt haben: Vormittags haben wir in einer Art-Seeding-Aktion Botschaften für eine bessere Welt visualisiert und verteilt. Darunter auch Artworks, bei denen die Betrachter selbst etwas einbringen und damit das Kunstwerk über den Tag hinweg vervollständigen konnten.

Mittags gab es einen Schenk-Mob – also eine Art Flash-Mob, bei dem etliche Konferenzteilnehmer Menschen auf der Straße angesprochen und ihnen Dinge geschenkt haben, die sie von zuhause mitgebracht hatten.Berührt hat mich dabei eine Szene, bei der zwei Mädchen Puppenkleider verschenkt haben – und beschenkt haben sie ein kleines Mädchen, das zufällig auch noch seine Puppe dabei hatte und die Kleidchen gleich anziehen konnte…

Besonders beeindruckend war auch das Foodshariment, bei dem einige Teilnehmer aus geretteten Lebensmitteln unglaublich kreative und auch noch gut schmeckende Häppchen gezaubert haben: Der wirklich krönende Abschluss der Konferenz war damit das gemeinsame Feiern, Essen und Netzwerken. Solche Momente schaffen noch mal eine besondere Verbindung zwischen allen – das hatte schon etwas Magisches.

Marek Rohde: Mich hat die große Bereitschaft gefreut, mit der sich die Menschen für eine bessere Welt einsetzen – auch finanziell. So haben wir ganz am Anfang gemeinsam mit Dominik Brück – dem Chefredakteur des Hamburger Online-Magazins „Mittendrin“ – festgestellt, dass nahezu alle Zuschauer bereit waren, alternativen Journalismus zu unterstützen. Dasselbe gilt für unseren Talk-Gast Gregor Hackmack, dem Mitgründer der Online-Plattform Abgeordnetenwatch.de, mit dem wir über neue Formen der demokratischen Beteiligung sprachen. Das hat die Menschen ebenfalls sehr bewegt. Und auch das Genossenschaftskonzept 2.0, das Fairnopoly-Mitgründer Felix Weth am Nachmittag vorstellte, zeigt, wie viele Menschen bereit sind, grundsätzlich neue Wege zu gehen.

Sind in der Zukunft weitere Konferenzen dieser Art geplant und/oder gibt es andere Aktionen?

Marek Rohde: Diese erste Konferenz war für uns sowohl die Eröffnungsveranstaltung als auch Experimentierfeld. Die Resonanz – sowohl von den Teilnehmern, als auch von den Session-Leitern, Talk-Gästen und nicht zuletzt Sponsoren – war so gut, dass wir meinen, damit einen Nerv getroffen zu haben. Auf jeden Fall werden wir daher die Konferenz für eine bessere Welt im nächsten Jahr wiederholen – wenn möglich in einem noch größeren Rahmen.

Ilona Koglin: Bis dahin werden wir die Inhalte, Ideen und Projekte, die aus der Konferenz entstanden sind, aber auch schon in Taten umsetzen: Alle Talks werden demnächst in unserem YouTube-Channel zu sehen sein. Außerdem wird ein Buch mit vielen Interviews, How-Tos und Tipps entstehen. Und nicht zuletzt sind wir dabei, unsere Workshops für eine bessere Welt noch mal neu aufzusetzen und daraus ein Gesamtkonzept zu stricken, das die Grundidee der Konferenz mit ihren vier Phasen „Denken“, „Träumen“, „Lernen“ und „Wandeln“ ebenfalls weiterverfolgt.

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!

2 Antworten auf "Fazit: Konferenz für eine bessere Welt"

  1. Robert Lackner 4 Jahren ago .Antworten

    Für eine bessere Welt, eine gute Zukunft für die Menschen auf diesem Planeten –
    Vorschläge für Wege und Ziele, um diesem Ziel näher zu kommen

    (1) Mehr Bewusstsein für die (oft komplexen) Zusammenhänge von Ursachen und Wirkung, von Mittel und Zweck(Ziel) – und weniger Selbstzweck.
    Der Anspruch für die Mittel: Der Nutzen für den Zweck/das Ziel muss nachhaltig höher sein, als der Schaden durch unerwünschte Folgewirkungen.
    Beispielsweise sollte Geld nicht Zeck (Selbstzweck) sondern Mittel sein. Und auch das BIP, BIP pro Kopf und Importe (= Exporte, wenn es ein stabiles Miteinander von Volkswirtschaften/Gesellschaften geben soll).
    Aber auch die Erkenntnis: Arbeit (unbezahlte, sowie Erwerbsarbeit) ist Mittel und Zweck sogleich. Es muss viel mehr um sinnvolle Arbeit gehen. Arbeit, welche neben der Anstrengung Sinn macht und den Menschen Anerkennung bringt und zufrieden macht.

    (2) Weniger Übermaßunmäßigkeit (Gier) und mehr Erkennen der Grenzen von Größe.
    Denn: „economy of scale“ („Wirtschaftlichkeit der Massenproduktion“) ist ebenfalls nur ein Mittel. Die „Wirtschaftlichkeit“ ist aber nur dann ein gutes Mittel (für den guten Zweck „kollektive Lebensqualität“), wenn der Nutzen höher ist, als der Schaden – als die mittel- bis längerfristigen sozialen und ökologischen Folgewirkungen; die „unerwünschten Nebenwirkungen“.

    (3) Weniger Übertreibung bei Werten und mehr Balance mit „Brüder-/Schwesterwerten“: Freiheit und Achtsamkeit, Eigenverantwortung und Solidarität, Gerechtigkeit und Einfachheit, Effizienz und Sinnhaftigkeit, Wohlstand und Anstand, …
    Und: Weniger Ungleichheit bei den Chancen und weniger Egoismus.

    (4) Mehr Bewusstsein und Anstrengung für den Kampf gegen die Ursachen von Krieg, Terror, Millionen Menschen , den Hungertod von Millionen von Menschen, gegen Armut und gegen Arbeitslosigkeit.
    Die (nachhaltige) Lösung von Problemen kann nur gelingen, wenn viel mehr Energie und Entschlossenheit in das Finden und Beseitigen der wirklichen Ursachen aufgebracht wird.
    Viel öfter und wiederholt muss die Frage nach dem WARUM gestellt werden. Warum, warum, warum?

    >>> mehr dazu auf http://www.h-eureka.com und in den Büchern:
    Ein Plädoyer für das richtige Maß (ISBN: 978-3-86858-566-7)
    Die Überlebensformel. Effizient das Richtige tun. (ISBN: 978-3-7322-3660-2)
    Besser tun. Für mehr Qualität & Moral in der Politik und Gesellschaft. (ISBN: 978-3-8391-8020-4)
    Wie viel Verrücktheit geht noch? Warum die Welt so ist, wie sie ist. (ISBN: 978-3-8423-3639-1)
    Diagnose Übermaßunmäßigkeit. Die Gier der Lemminge. (ISBN: 978-3-8370-9571-5)

    • Marek 4 Jahren ago .Antworten

      Danke für die Vorschläge!

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