Unsere Vorstellungen über die Zukunft der Menschheit sind zumeist langweilig bis düster: Entweder bleibt alles so, wie es ist – oder die Welt geht unter, wird von Aliens unterworfen oder endet in einer düster-gewaltätigen Dystopie… Warum überlegen wir uns eigentlich nicht mal Zukunftsgeschichten von einer Welt, wie wir sie uns wünschen? Genau darum soll es in unserem nächsten Für-eine-bessere-Welt-Workshop gehen…

Die Macht der Geschichten

Spätestens seit dem Psycho-Analytiker wissen wir: Geschichten haben die Macht unsere Welt zu verändern. Unsere Realität ist nämlich voll mit Mythen. Ob wir nun glauben, dass Mehr besser ist, dass wir ohne Wirtschaftswachstum nicht leben könnten oder dass wir die wahre Liebe finden werden – unser Alltag ist voll mit Märchen, Mythen und Geschichten. Wir glauben an sie und hinterfragen sie nicht.

Wie der Mythenforscher Joseph Campbell heraus fand, erzählen sich die Menschen seit Menschengedenken immer wieder Geschichten nach dem gleichen Strickmuster. Er nennt das Mono-Mythen. Ja, sogar unsere eigene Biografie verändern wir unbewusst im Laufe unseres Lebens so, dass sie in die gleichen Muster des Geschichten-Erzählens passen, wie wir dies aus Romanen und Filmen kennen. Ganz offensichtlich also sind Geschichten und Mythen tief in unserer Psyche und unserem Gehirn verankert: Wir erkennen die Welt so, wie unsere Geschichten uns das ermöglichen. Und wir gestalten dem entsprechend unser Leben und unsere Gesellschaft.

Geschichten, die die Welt verändern

Wieso sollte da eigentlich nicht der Umkehrschluss ebenfalls funktionieren: Wir setzen die Geschichten über unsere Zukunft in Umlauf, der uns Menschen ein positives und hoffnungsvolles Bild eben dieser Zukunft zeichnet. Wir entwerfen eine Gesellschaft so, wie wir sie uns in unseren kühnsten Träumen vorstellen. Bei Unternehmensgründern gehört diese Technik – allerdings nur bezogen auf die persönliche Lebenswirklichkeit – schon längst zum üblichen Instrumentarium. Hier geht man davon aus, dass diese Bilder unbewusst wirken und motivieren, dieses Ziel zu erreichen.

Genauso soll es uns auch als Gemeinschaft oder Gesellschaft gehen! An diesem Abend wollen wir gemeinsam Zukunftsgeschichten entdecken, erträumen, aufschreiben und visualisieren. Diese Geschichten können die Vision von einer Gemeinschaft, einem Projekt, einer Unternehmung oder auch einer ganzen Gesellschaft – ja, vielleicht der ganzen Welt – beinhalten. Sie kann in einer Kurzgeschichte, einem Gedicht, einem Roman oder einem Film enden… wer weiß? Auf jeden Fall – das zeigen unsere Erfahrungen – erzeugen diese Geschichten nicht nur eine Vielzahl von Projekt-Ideen. Sie machen die Ziele und Ergebnisse dieser Projekte auch so greifbar und plastisch, dass von ihnen eine unglaubliche Motivationskraft ausgeht.

Zukunftsgeschichten kann jeder schreiben

In diesem Workshop geht es nicht um Schreibtalente. Schreiben ist ein Mittel – vielleicht will der ein oder andere aber auch lieber einen Comic zeichnen oder eine Filmszene vorspielen. Es geht daher vor allem um Menschen, die Spaß daran haben, kreativ und verspielten herum zu phantasieren. Mit kleinen Übungen wollen wir euch dabei helfen. Der Rest läuft dann von allein, solange wir alle mit Spaß bei der Sache sind. Das ist zumindest unsere Erfahrung.

Mitbringen brauchst Du daher außer guter Laune Nichts – bequeme Kleidung vielleicht und etwas zum Schreiben und Zeichnen. Um den Rest kümmern wir uns. Der Workshop ist übrigens kostenfrei, eine kleine Spende (für die Transition Town Initiative Hamburg in deren Reihe LIVE LOCAL, LOVE LOCAL der Workshop stattfindet) ist allerdings willkommen. Und hier noch mal die Fakten bzw. bei Facebook kannst Du Dich auch anmelden…

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Dienstag, 23. Oktober 2012
Zukunftsgeschichten schreiben
Kreatives Schreibtraining für Weltverbesserer
Ort: Werkstatt 3 (W3), Nernstweg 32-34, Hamburg-Altona
Zeit: 19.00 – 21.30 Uhr

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