Littering Street Art – zum Beispiel ais alten Getränkedosen

Artivism: Mit Littering Street Art die Welt verändern

Müll zu Lande, zu Wasser und in der Luft ist ein globales Problem – verursacht von der Spezies Mensch. Und obwohl wir die Auswirkung der Vermüllung (Littering) schon erkannt haben, tun wir nicht genug dagegen. Das kann auch Kunst nicht ändern. Aber Kunst aus Müll kann wachrütteln, zum Nachdenken anregen und so Veränderungen anstoßen. In diesem Beitrag gibt es inspirierende Beispiele und eine Anleitung für deine eigene Littering Street Art Aktion.

Der Mensch ist die einzige Spezies auf unserem Planeten, das Müll produziert – also Abfälle, die in den Kreisläufen der planetaren Ökosysteme keinen weiteren Nutzen stiften. Innerhalb von rund 200 Jahren hat es die Menschheit geschafft, eine lineare Wirtschaftsweise rund um den Erdball zu etablieren, die der Maxime folgt: Rausholen, verarbeiten, nutzen, wegwerfen. Die Folgen sind verheerend. Immer mehr Meere, Flüsse und Seen sind verseucht. Die Fruchtbarkeit der Ackerböden nimmt weltweit ab. Wichtige natürliche Ressourcen gehen zu ende. Wir sind mit einem massenhaften Artensterben konfrontiert. Die Atmosphäre ist so voller schädlicher Abgase, dass das Klima kippt. Mit anderen Worten: uns Müll ist ein existenzielles Problem!

Was soll Kunst schon ändern?

„Ja, gut“, denkst du jetzt vielleicht, „das ist allseits bekannt – aber wie soll Kunst da etwas verändern?“ Und richtig: Kunst kann die Welt nicht retten. Sie kann sie noch nicht mal ändern. Zumindest nicht unmittelbar. Denn eines gibt es doch, was sie kann: nämlich unseren Blick auf die Welt, den kann sie ändern. Und das ist eine großartige Sache, die auch du nutzen kannst, wenn du dich nicht nur für eine bessere Welt engagieren möchtest – sondern auch noch kreativ bist.

Die Littering Street Art ist eine Form von Kunst im öffentlichen Raum, bei der Müll so arrangiert, inszeniert oder zu Installationen und Skulpturen verarbeitet wird, dass er die Passant*innen zum Innehalten und Nachdenken anregt („Littering“ bedeutet „Vermüllung“). Indem bekannte Dinge aus dem Alltag auf einmal in einer ungewöhnlichen Form auftauchen, laden sie dazu ein, sich über das eigene Konsumverhalten, die Umweltverschmutzung und unsere Wegwerfmentalität Gedanken zu machen. Dazu sollte Littering Street Art provokativ, sichtbar und unmittelbar verständlich sein für Vorübergehenden.

Die Kunst-Aktion gegen Müll

Ihr könnt aber auch noch einen Schritt weitergehen und aktiv andere auf die Problematik hinweisen. Bei den Trashbusters – eigentlich eine Website für Jugendliche, die aber auch für Erwachsene spannend ist – habe ich unter anderem eine Aktionsidee für ein Müll-Kunst-Projekt gefunden: Einfach mal eine Ecke aussuchen, in der du auf das Müllproblem hinweisen willst. Das kann zum Beispiel ein Park sein oder ein Flussufer oder ein Platz mit Imbissbuden (die Einwegverpackungen von Imbissen haben einen riesigen Anteil am Plastikmüll).

Dort kannst du in einer angekündigten oder auch unangekündigten Aktion allen Müll einsammeln. Und – wenn du willst – daraus ein Kunstwerk machen. Ich habe das schon mal bei uns in dem Naturschutzgebiet ausprobiert, das am Ende unserer Straße beginnt. Dort kam zwar zum Glück nicht sehr viel Müll zusammen (vor allem Bonbonpapier von den Schüler*innen, die da klassenweise durchgehen). Und es erforderte auch etwas Überwindung, die Dinge zu säubern und weiterzuverarbeiten (und bei mir ist auch nicht so was besonders Schönes entstanden). Dennoch habe ich aus meinen Erfahrungen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine Littering Street Art Aktion ((ANKER)) gemacht.

Inspirierende Beispiele der Littering Street Art

Es gibt einige Beispiele der Littering Street Art oder Littering Art, die ich wahnsinnig inspirierend finde. Ein paar davon möchte ich euch hier vorstellen. Vielleicht kennst du noch weitere? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar unten mit einem Link zur Website des Projektes :-).

Waste Land und die Müllkunst

Der brasilianische Künstler Vik Muniz hat zwei Jahre lang mit den Bewohner*innen der riesigen Müllhalde Jardim Gramacho nahe Rio de Janeiro gearbeitet. Die Müllsammler*innen verdienen ihren Lebensunterhalt damit, verwertbare Abfälle wie Metalle oder PET-Kunststoffe zu sammeln und an Zwischenhändler zu verkaufen. Muniz gestaltete mit ihnen zusammen aus Müll Kunst. Die britische Regisseurin Lucy Walker begleitete das Projekt mit ihrer Crew und machte daraus den Dokumentarfilm Waste Land. Darin geht es nicht nur um die Kunst, sondern auch darum, wie das Leben dieser Catadores mit, auf und von dem Müll aussieht. Die Doku wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem auf dem Sundance Film Festival und der Berlinale.

Quelle Waste Land: https://de.wikipedia.org/wiki/Waste_Land

Musikvideo: You can’t control it

Der Musiker Jack Johnson hat sich in dem Video zum Track seines Songs „You Can’t Controll it“ an den Strand gelegt und mit Müll umrahmen lassen. In dem Video sieht man, wie Leute um ihn herum nach und nach ein riesiges Müll-Mosaik zusammentragen. Dann häufen sie den Müll auf ihn, sodass er darunter verschwindet. Als die Gruppe den Müllhaufen schließlich in Säcke einsammelt, ist Jackson darunter verschwunden – so vielleicht die Menschheit eines Tages unter ihrem ganzen Müll von der Erdoberfläche verschwinden wird …

Quelle: https://www.universal-music.de/jackjohnson/videos/you-cant-control-it-446863

Big & Small Trash Animals

Artur Bordalo arbeitet unter dem Namen Bordalo II (zu Ehren seines Großvaters, des Künstlers Real Bordalo) und verwendet Müll, um große und kleine Skulpturen zu bauen. Meistens repräsentieren sie Tiere. Nach eigenen Angaben hat er so schon 115 Tonnen Müll seit 2012 weiter verwendet. Seine Arbeiten sind im öffentlichen überall auf der Welt zu sehen – in Singapur, Frankreich, Deutschland, Österreich und vielen anderen Ländern.

Quelle: https://www.bordaloii.com/plastic

Gefällt dir unsere Arbeit?

Dann werde Good-Rebels-Supporter!

Wir sind bei steady – dem Ökosystem für unabhängige Medien. Darüber kannst du schon ab 5 Euro monatlich dabei sein. So ermöglichst du es uns, unsere Arbeit für dich und alle anderen kostenfrei anzubieten. Außerdem triffst du als Mitglied uns und andere Good Rebels für eine bessere Welt!


Anleitung: Littering Street Art

Hast du nun Lust bekommen, deine eigene Littering Street Art Aktion zu starten? Sie kann ganz klein, als Nachmittagsprojekt einer einzelnen Person ablaufen – oder groß, als partizipatives Mitmachprojekt für eine Nachbarschaft, eine NGO oder eine Community rund um ein gemeinsames Thema. Die Anleitung ist eher für den kleinen Rahmen gedacht, lässt sich aber beliebig vergrößern. Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

1. Den passenden Ort finden

Überlege dir zunächst, wo du den Müll für deine Littering Streetart sammeln willst: In deiner Umgebung? In einem speziellen Park, Waldgebiet, Naturschutzgebiet oder Strand? Oder willst du deiner Littering Street Art Aktion ein spezielles Thema geben – zum Beispiel Fastfood-Verpackungen und deshalb in der Nähe von Coffee-Shops, Imbissbuden und Fastfood-Restaurants Ausschau halten?

Überlege dir auch, wo du wohl Objekte finden könntest, die sich gut zu Müllkunst verarbeiten lassen. Und natürlich sollte es eine Umgebung sein, die dir auch Spaß macht. Immerhin wirst du hier eine bis ein paar Stunden unterwegs sein und es sollte sich für dich wie eine Entdeckungsreise anfühlen – und nicht wie eine Strafaufgabe.

Hier sind noch ein paar Ideen für Orte und dazu passende Müll-Themen:

  1. Am Strand kannst du gut nach Plastikmüll suchen und dabei das Thema „Plastikmüll im Meer“ aufbereiten.
  2. Rund um Imbissbuden, Coffee-Shops und Fastfood-Restaurants kannst du nach Verpackungen Ausschau halten und dich mit dem enormen Müllaufkommen auseinandersetzen, dass damit einhergeht.
  3. Rund um Kaufhäuser, Supermärkte und Einkaufszentren könntest du dich auf die Suche nach Plastiktüten machen und dir dieses Thema vorknöpfen.
  4. In deinem Kiez oder deiner Nachbarschaft könntest du untersuchen, welche Müllarten in welcher Häufigkeit anfallen und daraus Ideen für gemeinsame Aktivitäten mit deinen Nachbarn überlegen.

2. Material sammeln beim Spazierengehen

Nun geht es zur Sache: Es geht ans Müll sammeln! Wenn du die Aktion groß aufziehen willst, solltest du zuvor natürlich alle Hebel in Bewegung setzen, um die Menschen für diesen Spaziergang zusammen zu bekommen, die du dabei haben möchtest:

  1. Freunde und Bekannte: Verschicke rechtzeitig persönliche Einladungen, in denen du den Sinn und Zweck der ganzen Sache erklärst.
  2. Mit der Schulklasse: Hier musst du wahrscheinlich ein Projekt daraus machen. Möglicherweise könnte es sogar einen Müll-Aktionstag an deiner Schule geben. Infos dazu findest du auch bei den Trashbusters.
  3. Mit allgemeinem Publikum: Hier musst du etwas mehr Arbeit in die Vorbereitung investieren: Mache möglichst viel Öffentlichkeitsarbeit, damit sich dein Termin verbreitet und viele Menschen kommen.

Was musst du mitnehmen?

Kläre im Vorfeld, was du für das Müll sammeln alles brauchst: Handschuhe, Säcke oder Eimer, Regenkleidung, feste Schuhe, ein Vesper und Getränke, Handy für Fotos und Videos sowie – wenn du eine allgemeine Müll-Sammelsuche machst – einen Notizblock! Denn dann ist es eine gute Idee, wenn du unterwegs ein bisschen dokumentierst, was du so alles vorgefunden hast. Das kannst du für die Infokarten zu deiner Littering Street Art verwenden. Dazu findest du in dem Kasten unten ein paar Hintergrundinformationen.

Wenn du es genau nehmen willst, kannst du auch dokumentieren, wo du welchen Müll gefunden hast. Dann kannst du nämlich aus den Fundstücken einer Ecke ein Kunstwerk machen, dass du an genau der selben Stelle später wieder aussetzt (siehe Schritt 5).

Eine europaweite Studie zum Thema Littering aus dem Jahr 2003 hat einmal gezählt, was für Müll im öffentlichen Raum so herumfliegt. Dabei kam heraus, dass Zigarettenstummel mit 58,3 % am häufigsten weggeworfen werden. An zweiter Stelle folgen Kunststoffabfälle mit 11,6 %. Etwa 9,8 % aller Littering-Abfälle war organischer Müll, gefolgt von Papier und Karton (8,8 %), Glas (7,3 %), Verpackungen (5,8 %) und schließlich Metall (3,9 %).

In Basler wurde eine Studie im Jahr 2004 durchgeführt, die den Müll im öffentlichen Raum nach mehreren Kriterien – wie Anzahl, Volumen, Gewicht oder Material – erfasst hat. Das Ergebnis: Einwegverpackungen wie Getränkegebinde und Fast-Food-Verpackungen sind mit 52 % das Hauptproblem. (Quelle: Wikipedia).

3. Die Upcycling-Kunst

Ran an die Upcycling-Kunst. Wenn du deine Schätze geborgen hast, dann geht es ab in die Bastelwerkstatt. Breite alles vor dir aus und überlege dir, welche Objekte wie zusammen eine gute Skulptur oder Collage ergeben würden. Vielleicht magst du die Dinge auch um eigenen Müll und Dinge ergänzen, die schon viel zu lange ungenutzt bei dir herumliegen. Darüber hinaus brauchst du sicherlich ein bisschen Werkzeug, Tacker, Draht, Faden, Schere, Sekundenkleber und noch einiges mehr. Das hängt natürlich von deiner Idee ab.

Upcycling-Kunst hat Tradition

Unter dem Stichwort „Object trouvé“ (gefundenes Objekt) hat Upycling-Kunst aus Müll und Alltagsgegenständen übrigens schon eine lange Tradition. Die Dadaisten und später auch die Surrealisten machten damit eine Menge verrückter Sachen (mehr dazu erfährst du bei Wikipedia). Und es gibt so einige Künstler, die auch heute noch Müll als Ausgangsmaterial für ihre Arbeiten nutzen. Hier ein paar Linktipps, die euch vielleicht inspirieren:

  • Der Künstler Dario Tironi macht aus Weggeworfenem richtig eindrucksvolle Skulpturen. [Link]
  • Die Künstlerin Jane Perkins macht Bilder aus Plastikmüll. [Link]
  • Aurora Robson — Bildhauerin, arbeitet mit Plastikflaschen und weggeworfenen Kunststoffen zu filigranen Installationen; thematisiert Meeresverschmutzung: https://www.aurorarobson.com/
  • HA Schult — Deutscher Aktionskünstler, der mit seinen Trash People Menschenfiguren aus Müll im öffentlichen Raum weltweit ausstellt: https://www.haschult.de/action/trashpeople
  • Subodh Gupta — Indischer Künstler, nutzt Alltagsgegenstände und Abfall in monumentalen Skulpturen; kritisiert Konsum und Globalisierung: http://www.subodh-gupta.com/
  • Tim Noble & Sue Webster — britisches Duo, das Abfall und Müll zu Schatten-Skulpturen verarbeitet und dabei auf visuelle Überraschungseffekte setzt: https://www.timnobleandsuewebster.com/home.html

Was willst du machen?

Diese Beispiele sind sicherlich nichts für Einsteiger*innen. Lass dich aber davon inspirieren und deiner Fantasie und Kreativität freien lauf. Denke daran, dass deine Upcycling-Kunst draußen der Witterung trotzen muss. Oder vielleicht auch nicht – vielleicht ist es ja Teil deiner Idee, dass die Upcycling-Kunst sich verändert? Jedenfalls kannst du auch darüber nachdenken, wo du sie nachher aufstellen möchtest. Vielleicht ergibt sich ja auch aus ihrer künftigen Umgebung, was für eine Skulptur du machen möchtest…


Extra-Tipp: Plastiktüten bügeln

Wer sich das Thema Plastiktüten für seine Upcycling-Kunst vorgenommen hat, kann diese übrigens mit einem Bügeleisen ganz hervorragend bearbeiten, miteinander verschmelzen und so ganz tolle Collagen machen. So geht’s:

  1. Collage: Nimm zwei oder mehrere Plastiktüten. Du kannst zuvor auch die interessantesten Ecken und Motive ausschneiden. Lege ein Backpapier auf dein Bügelbrett und ordne darauf die Plastitütenteile so an, wie dir das gefällt.
  2. Webkunst: Du kannst auch eine große Plastiktüte nehmen und parallele Schlitze hineinschneiden mit einem Abstand von rund 1–2 Zentimetern. Dann schneidest du andere Plastiktüten in rund 1–2 Zentimeter breite Plastikstreifen und webst diese in die erste Tüte. Lege ebenfalls ein Backpapier auf dein Bügelbrett, bevor du die Webkunst darauf legst.
  3. Lege oben auf deine Plastiktüten-Upcycling-Kunst noch ein weiteres Backpapier. Stelle dein Bügeleisen auf mittlere Temperatur.
  4. Nun bügelst du. Pass auf: Wenn du zu lange mit dem Bügeleisen auf einer Stelle bleibst, zieht sich das Plastik zusammen und es gibt Löcher (es sei denn, du beabsichtigst diese!). Wenn du zu kurz darauf bleibst, verbinden sich die Plastikteile nicht richtig. Du musst also ein bisschen ausprobieren…
  5. Komischerweise stinkt das Ganze nicht. Ich würde an deiner Stelle aber dennoch währenddessen ordentlich lüften (oder sogar draußen bügeln), weil ich mir vorstellen kann, dass dabei schon ungesunde Dämpfe entstehen.

4. Street-Art Open-Air-Ausstellung planen und umsetzen

Nun geht es an die Gestaltung deiner Street Art Ausstellung. Überlege dir, wo du welches Littering-Kunstwerk aussetzen möchtest. Schreibe zu jedem Objekt eine kleine Informationskarte, die du dazu aufstellen kannst.

Informationen zur Street Art Ausstellung

Wenn es einfach sein soll, kannst du einfach ein dickeres Papier oder einen Karton kleinschneiden und einmal falten, sodass du es wie ein Namensschild aufstellen kannst. Pass auf, dass es nicht so leicht vom Wind weggeweht wird. Ein Stein zum Beschweren reicht vielleicht schon. Wenn du dir etwas mehr Mühe geben willst, kannst du auch richtige Schildchen auf Stangen oder Stöcken machen.

Überlege dir dann, was auf die Schilder soll: Hat dein Kunstwerk einen Namen? Welche Aussage hat es (da kannst du dir ruhig im Nachhinein was überlegen, die „richtigen“ Künstler machen das auch so ;-)? Und willst du irgendwelche aufklärerischen Fakten unterbringen? Etwa, dass Fastfood-Verpackungen das Hauptproblem beim Littering sind (siehe Schritt 2). Oder dass es im Meer einen Müllstrudel gibt, der mittlerweile so groß wie Mitteleuropa ist.

Mach eine richtig spannende Street Art Ausstellung daraus. Vielleicht sogar mit einem Hinweis darauf, dass es noch weitere Objekte zu finden gibt. Oder einem Link zu deiner Website oder Facebook-Seite oder zu spannenden anderen Websites und Organisationen…

Interessante Fakten recherchieren

Recherchiere entsprechend des von dir gesetzten Themas. Wenn du die Aktion in der Gruppe machst, könnt ihr euch zusammensetzen und darüber austauschen, was ihr herausgefunden habt.

Oder vielleicht schaut ihr euch gemeinsam einen Dokumentarfilm zum Thema an. Zum Thema „Plastikmüll im Meer“ gibt es zum Beispiel den sehenswerten Dokumentarfilm „A Plastic Ocean“. Er ist Film und Kampagne zugleich, weshalb du auf der Website auch Unterstützung für öffentliche Filmvorführungen finden wirst.

Fazit: Littering Street Art

Das Thema ist faszinierend und bietet viel Potential, um Aktivismus und Kunst miteinander zu verbinden. Wie du siehst, gibt es so einige Künstler*innen, die die Littering Street Art daher zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben. Falls du dich von diesem Artikel so inspiriert fühlst, dass du dein eigenes Projekt machst, so freuen wir uns riesig, wenn du davon berichtest. Schreibe uns an ichbin(at)fuereinebesserewelt(punkt)info – oder hinterlasse unten einen Kommentar!

Eine Jugendgruppe für Umweltbildung hat uns zum Beispiel im April 2026 angeschrieben, weil diese Anleitung sie zu einer eigenen Aktion inspiriert hat. Ihre Projektleiterin schrieb: „Die Kinder wollten ausdrücklich, dass ich mich bei Ihnen melde und mich bedanke… Sie fanden die Informationen nicht nur unglaublich nützlich für ihre Projekte, sondern auch sehr ansprechend und leicht verständlich. Es sind Ressourcen wie Ihre, die Umweltbildung für die nächste Generation von Naturschützern spannend und zugänglich machen!“


Links zum Thema Kunst gegen (Plastik-)Müll


ilona

ist freie Jour­na­lis­tin, Publizistin, Projekt­ma­che­rin und Medienaktivistin. Seit über zehn Jahren schreibt sie Bücher, Blogposts, macht Podcasts, gibt Workshops und hält Vorträge. Zudem begleitet und berät sie öko-soziale Organisationen, Gemeinschaften, Künstler:innen, Kreative und Aktivist:innen bei der ganzheitlichen und nachhaltigen Planung und Kommunikation ihrer Projekte und Bücher.

5 Kommentare

  • Ich bin mit Ihnen ganz zustimmen. Das gesammelte Plastik muss dann einem sinnvollen Recycling zugeführt werden. Wenn der Strom an neu hinzukommendem Plastik weniger würde, wäre der Effekt der Aufräumaktionen natürlich noch erfreulicher.

  • Ach je das Video spricht mir gerade echt aus dem Herzen.
    Wir sind momentan auf Bali. Heute morgen waren wir am Strand und haben nachdem wir den ganzen Müll gesehen haben spontan einfach mal etwas Müll aufgesammelt. Innerhalb von Minuten war unsere Tüte voll.
    Hier auf Bali gibt es zum Glück einige Organisationen wie Trash Hero die sich dem Problem annehmen wollen und zusammen die Natur von Müll befreien. Dennoch sehr traurig was sich alles am Strand finden lässt.

  • Das Problem der Kunststoffabfälle ist einfach schrecklich! Im Ozean gibt es ganze Müllinseln, die den ökologischen Zustand katastrophal machen. Danke für die Empfehlungen, die jeder verwenden kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

recycled. Projekte aus Schläuchen, Plastik, Papier, Textilien, Metall und Korken

»recycled. Projekte aus Schläuchen, Plastik, Papier, Textilien, Metall und Korkem« lautet der Titel eines Buches, das ich wärmstens empfehlen kann. Es zeigt, wie sich...

Kein Heim für Plastik!

Kein Heim für Plastik

Film- und Aktionstipp: Plastic Ocean

Der Dokumentarfilm „Plastic Ocean“ zeigt, warum unser gigantischer Plastikmüllberg ein gigantisches Problem ist. Er zeigt aber auch, was wir dagegen tun können. Jedes Mal,...

Lebensmittel in dem Müll – ein Film über traurige Tatsachen

Während in Ostafrika die Hungersnot tobt und wir betroffen auf den Bildschirm starren, machen sich wohl die meisten von uns (mich eingeschlossen) nicht bewusst,...