SaatgutFestival Köln: Für Vielfalt auf Acker, im Garten und auf dem Teller

Das SaatgutFestival in Köln

96,4 % des Saat­gu­tes, das es gibt, darf man nicht ver­kau­fen. Dafür sorgt die strik­te Saat­gut­re­ge­lung in Euro­pa. Doch Saat­gut soll­te Gemein­gut, All­men­de sein. Des­halb star­tet das Saat­gut­Fes­ti­val in Köln zum drit­ten Mal Gegen­maß­nah­men.

Das SaatgutFestival Köln

Es geht die­ses Jahr in die drit­te Run­de und will auch die­ses Jahr mit Info-Stän­den, Work­shops und natür­lich Saat­gut-Tausch­bör­se dafür sor­gen, dass mehr Viel­falt in die Gär­ten, auf die Äcker und die Tel­ler kommt. »Dass Markt und Gesetz­ge­bung nur trä­ge auf den
bedroh­li­chen Rück­gang der Arten reagie­ren, mag in ihrer Struk­tur lie­gen. Den Men­schen jedoch hat die Natur Neu­gier­de und Reak­ti­ons­freu­de in die Wie­ge gelegt«, fin­den die Macher.

So machen weni­ge glo­ba­le Saat­gut­kon­zer­ne zwar sagen­haf­te Gewin­ne mit ihrem Saat­gut, unter­stützt von der Gesetz­ge­bung in Euro­pa. Doch die Men­schen schät­zen und wün­schen sich beson­de­res, regio­na­les Obst und Gemü­se.

Wir brauchen Wildes!

Schwer­punkt­the­ma sind die­ses Jahr jedoch nicht nur die kul­ti­vier­ten Pflan­zen­sor­ten, son­dern auch die Wil­den. »Bei den wil­den Arten geht es um fra­gi­le Lebens­wel­ten und ihre Bedeu­tung für das gesam­te Öko­sys­tem. Mehr noch als die Honig­bie­nen sichern Wild­in­sek­ten
den Bestand der Vege­ta­ti­on und damit die Nah­rung für Mensch und Tier«, klä­ren die Ver­an­stal­ter auf. Des­halb muss der Anbau von Nutz­pflan­zen eigent­lich Hand in Hand mit dem Säen von Wild­pflan­zen gehen.

Des­halb zählt jeder Qua­drat­me­ter Gar­ten – auch auf dem Fens­ter­brett. Auch dort, auf dem Bal­kon, im Hin­ter­hof oder in gemein­schaft­li­chen Pop-Up-Gär­ten (mit Pflanz­sä­cken) kann jede und jeder Ess­ba­res und Wil­des anbau­en: »Mini­wild­wie­sen und blü­hen­de Kräu­ter im Blu­men­topf pro­du­zie­ren Nah­rung für Insek­ten. Pflück­sa­lat, Boh­nen, Toma­ten und sogar Kar­tof­feln besche­ren klei­nes Ern­te­glück«, so das Saat­gut­Fes­ti­val.

Auf zum SaatgutFestival

Wer nun Lust bekom­men hat, soll­te also gleich mal zum Saat­gut­Fes­ti­val gehen. Wenn das zu weit weg ist, dann schau doch mal, ob es eine Saat­gut­tausch­bör­se bei dir in der Nähe gibt. Meis­tens gibt es dort eben­falls Info-, Ver­net­zungs- und Bil­dungs­an­ge­bo­te.

Auf zum Saat­gut­Fes­ti­val Köln: www.nutzpflanzenvielfalt.de/kölner-saatgutfestival-2018

Wei­te­re Ter­mi­ne zu Saat­gut-Tausch­bör­sen: www.nutzpflanzenvielfalt.de/termine

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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