Unsere Geschichtsbücher sind voll mit Diktatoren, Despoten und Demagogen. Warum? Weil sie es immer wieder schaffen, uns mit ihrer Verführungskraft und ihrem Versprechen von Ordnung und Sicherheit in ihren Bann zu ziehen. Auch wenn diese Verheißungen trügerisch sind und ins Verderben führen. Haben wir aus der Geschichte gelernt? Oder wiederholen wir dieselben Fehler heute wieder? Welche Mechanismen stecken hinter diesem Phänomen? Und wie können wir uns in einer Zeit, wo sich Daseinsängste mit Fake-News mischen, gegen sie immunisieren?
Ilona und ich lesen uns morgens gerne was vor. Sachbücher, zu allen möglichen Themen. Im Moment ist es das Buch „Diktator werden – Populismus, Personenkult und die Wege zur Macht” von Frank Dikötter [1]. Darin beschreibt er den Aufstieg von 8 Diktatoren, unter ihnen Mussolini, Hitler, Stalin, Mao Zedong und Kim il-Sung. Interessant dabei ist, dass sich alle „Karrieren“, mal von einigen Ausnahmen abgesehen, doch sehr ähneln. Immer geht es um Glorifizierung, um Konkurrenzbeseitigung und eine absolut brutale Durchsetzung eigener Interessen. Und je mehr wir lesen, desto schwerer wiegt die Frage, warum das heute noch genauso gut klappt.
Schleichende Normalisierung des Autoritäten
Es gibt viele schlaue Bücher die beschreiben, wie sich autoritäre Systeme bilden, durchsetzen und halten. Natürlich gibt es auch welche, die von ihren Niedergängen erzählen. So dass man sich zu Recht fragen kann: Warum entstehen denn immer wieder neue? Klar, da ist von wirtschaftlichen Bedingungen die Rede. Geht es der Gesellschaft und dem Individuum schlecht, entstehen Ängste. Und haben sich diese erst mal in die Herzen und Köpfe der Menschen gefressen, dann wird der Ruf nach einer starken Führung laut. Aber ist das schon alles? Wollen wir es gern autoritärer, sobald die Not ansteigt?
Fast ein Drittel der Deutschen will eine „einzige starke Partei“ [2]. Das klingt extrem dusselig, denn gegen wen würde sich wohl diese Stärke richten, wenn sie an die Macht kommt? Gegen die Schwächeren natürlich. Und dieses Prinzip gleicht einer Abwärtsspirale, ganz zu schweigen vom moralischen Verfall der Gesellschaft . Denn je mehr wir uns darauf einlassen, ein bisschen von dieser Stärke abzubekommen, um sie dann gegen andere zu richten, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass wir selbst zum Opfer werden. Dazu kommt, dass wir außerstande sind, größere Probleme anzugehen, wenn wir nicht alle möglichen Ideen und Stimmen dazu hören. Auch (und gerade) welche, die uns widersprechen. Also ganz schlechte Karten.
In seinem Buch „Diktator werden“ beschreibt Frank Dikötter diesen absolut verrückten Mechanismus, dass die Stimme, die Ideen und Erzählungen der angehenden Diktatoren immer mehr die Stimmen, Ideen und Erzählungen der anderen dominieren. Dann sogar eliminieren, wo immer es darauf ankommt. Eigentlich braucht man gar keinen Diktator, um zu merken, dass dies auch in Kleinem geschieht. Natürlich leben wir in kritischen und gefährlichen Zeiten. Natürlich können wir uns keine Fehler mehr erlauben; steht sogar unsere Existenz auf dem Spiel. Aber ist es dann wirklich schlau, nur noch eine Meinung, nur noch eine starke Partei zu haben oder eine Person mit großer Klappe? Was, wenn sie und ihre Zukunftspläne nach hinten losgehen? Sie komplett daneben liegen, es aber nicht gemerkt haben, weil Andersdenkende längst zu Gesinnungsfeinden erklärt wurden? Ist es schlau auf einen Diktator oder eine Diktatorin zu hören? Was, wenn sie nicht ganz beieinander sind? Vielleicht sogar psychische Störungen haben, die sie durch Macht und Stärke kompensieren?
Seit einiger Zeit erleben wir die schleichende Normalisierung des Autoritäten. Sie geschieht nicht von heute auf morgen, aber sie nimmt gerade Fahrt auf. Heute haben wir einen Status Quo, bei dem es einigen wenigen Menschen auf diesem Planeten möglich ist, allein mit ihrem Geld riesige Macht auszuüben. Regierungen, Märkte, das Leben von Millionen von Menschen zu beeinflussen. Nur weil sie es wollen – und können. Weltgemeinschaft? Egal. Wir haben ein Wirtschaftssystem, dass auf Angst und Belohnung basiert. Doch während die Süße der Belohnung schnell vergeht, bleibt die Angst erhalten und gräbt sich tief in die Seele ein. Und wie reagieren wir? Anstatt Wege zu finden, um sie gesellschaftlich zu überwinden, werden wir entweder krank oder wir leiten die Angst ab. Fressen sie in uns hinein; richten sie auf uns selbst. Oder werden wütend, suchen Opfer und Schuldige, an denen wir sie auslassen können.
Nur drei Argumente
Und dann kommen sie: die Menschen, die eigentlich genauso sind wie du und ich, aber es verstehen sich als etwas Höheres, Besseres, ja vom Schicksal Gesandtes zu verkaufen. Und wir fallen, wohl weil wir es auch so wollen, darauf rein. Lassen uns verführen, verderben und halten es bald sogar für den Normalzustand. Dabei haben sie eigentlich nur drei Argumente. Sie sagen …
1. Ich bin der Retter!
Diktatoren inszenieren sich gern als Retter in der Not – besonders in Krisenzeiten. In der Körber-Stiftung-Diskussion „Autoritäre Zeiten“ (2026) erklärt Politikwissenschaftler Philip Manow, warum Wählende in unsicheren Zeiten nach einer „harten Hand“ verlangen – als Reaktion auf soziale Ungleichheit und kulturelle Verunsicherung [3]. Dabei ist das vollkommen dämlich. Denn wenn man sich die meisten dieser Retter mal näher ansieht, bekommt man schnell mit, dass sie, sagen wir mal vorsichtig, nicht ehrlich sind und es auch an allen moralischen Grundvoraussetzungen fehlen lassen. Allein die Tatsache, wie sie an die Macht gelangt sind, verrät schon viel. Wie will man auch sonst in einer Hierarchie aufsteigen? Man muss tricksen, taktieren und sich gnadenlos seinen Weg „nach oben“ boxen. Nur, ist man dann auch wirklich geeignet, um solche Verantwortung zu übernehmen?
2. Ich habe die Lösung!
Es ist ganz klar eine Mythenbildung: „Nur ich habe die Lösung!“ Komplexe Probleme werden auf einfache Erzählungen reduziert. Wie zum Beispiel: „Die anderen machen alles falsch!“ – ein klassisches Muster, um Wut zu kanalisieren und gleichzeitig von der Kritik an sich selbst zu abzulenken. Oft spricht aus den angehenden Diktatoren der persönliche Groll über eigene Rückschläge, die Kämpfe, die noch immer an ihnen zehren oder, ganz schnöde, nur die Taktik, unliebsame politische Gegner loszuwerden. Am besten aber, wenn man alle Ängste der Menschen kanalisieren kann und sie dann in geballter Wucht auf „Sündenböcke“ lenkt. Doch was ist dann die Lösung? Die irre Idee, dass wenn man alle Schuldigen erst mal rausgeworfen hat, die Probleme weg sind? Selbst dann, wenn es eigentlich Probleme des Systems sind? Ein System, dass man nur zu gern für den eigenen Aufstieg ausgenutzt hat? Wohl kaum.
3. Wer nicht für mich ist, ist gegen das Volk
Sie schaffen Feindbilder. Opposition wird als „Volksverrat“ diffamiert, staatliche Medien insgesamt verdammt. Es gibt nur noch die oder wir. Und wer nicht für uns ist, muss also gegen uns sein. Und wer gegen uns ist, den dürfen, nein den müssen wir verabscheuen und bekämpfen. Ganz besonders dann, wenn wir in einem politischen System leben, das auf Meinungspluralismus setzt. Wo man sich die unterschiedlichsten Meinungen anhören und mit anderen diskutieren muss. Dann wird es eng, denn dann reicht es nicht mehr, Andersdenkende kaltzustellen. Dann muss argumentiert werden. Das ist Demokratie und das schmeckt nun mal nicht allen. Laut Democracy-Report des Varieties of Democracy Institute [4] [5] fühlen sich viele Menschen von der Demokratie enttäuscht – und wenden sich lieber populistischen Parteien zu, die einfache Antworten versprechen.
Autokratien auf dem Vormarsch? Ein neues Zeitalter der Diktatoren? Wie gesagt, es ist ein langsamer, schleichender Prozess.
Es sind tausend kleine Minischritte. Es ist ganz schwierig zu sehen, wann diese Schwelle überschritten wurde.
Marina Nord, Universität Göteborg
Die Daumenschrauben werden also ganz behutsam und sachte angezogen. So dass es zwar ein bisschen, aber vermeintlich nicht zu arg schmerzt, Nur irgendwann kann man die Daumen nicht mehr herausziehen und ist gefangen.
Die Macht über das eigene Bild
Und dann gibt es noch einen weiteren Punkt, der uns in dem Buch von Frank Dikötter aufgefallen ist. Diktatoren lieben es, sich zu inszenieren. Dafür ist es unbedingt erforderlich zu steuern, wie man von Außen wahrgenommen wird. Und das wiederum heißt, sie brauchen die Macht über das eigene Bild, darüber wie sie auf Fotos, in Filmen, aber auch in Geschichten, Zeitungsbeiträgen und sogar Liedern erscheinen. Was im letzten Jahrhundert noch verhältnismäßig einfach zu handhaben (sprich zu zensieren) war, hat heute, in Zeiten von digitalen Fakes und Social Media eine ganz andere Dimension. Zwar fällt es auch anderen leichter, die Wahrnehmung durch gefälschte Inhalte zu stören, aber ist es umgekehrt durch die riesige digitale Medienmacht auch möglich das Image, ja sogar die Ereignisse und deren Wahrnehmung zu manipulieren. Schon jetzt fällt es schwer Wahr von Falsch zu unterscheiden. Ein Eldorado für Demagogen und Populisten.
Warum folgen wir ihnen trotzdem?
Wenn das alles so offensichtlich ist, warum bitte schön, zeigen wir den großen und kleinen Diktatoren nicht einfach unsere kalte Schulter? Oder noch ganz andere Körperteile? Warum folgen wir trotzdem und lassen uns einschüchtern? Die Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 [6] liefert die Antwort: In unsicheren Zeiten suchen Menschen Stabilität, klare Hierarchien und das Gefühl, „dazuzugehören“. Autoritäre Führer bieten genau das – allerdings um den Preis der Freiheit.
Besonders anfällig sind Menschen, die sich:
- abgehängt fühlen (z. B. durch wirtschaftliche Ungleichheit),
- unsichtbar („Niemand hört uns zu!“),
- und ohnmächtig („Ich kann eh nichts ändern!“).
Sie folgen also gar nicht unbedingt aus Überzeugung, sondern aus Erschöpfung und Angst. Das kann ich gut nachvollziehen. Aber kann ich es auch damit entschuldigen? Nö.
Das Prinzip einer Leistungsgesellschaft ist nun mal, dass man fit sein muss, stark, schnell, schlau, auf jeden Fall besser als die Konkurrenz, um was abzubekommen vom Kuchen. Und in dieser Logik ist die dieselbe Zerstörungskraft im Kleinen angelegt, die wir im Großen dann ausagieren. Findet sich dieselbe Idee der Macht und Stärke wieder, die wir nicht nur auf uns selbst anwenden, sondern ebenso auf andere projizieren, die uns bei Gefahr anleiten und beschützen sollen. Da spielt es anscheinend überhaupt keine Rolle, dass wir gar nicht begreifen, dass genau dieses System uns in den Dauerstress versetzt und wir mit einer permanenten, unterschwelligen Angst darauf reagieren: Wir wollen das System, das uns vermeintlich das Überleben sichert, erhalten und greifen damit uns selbst an. Werden krank an Geist und Körper. Doch statt nun innezuhalten und es zu beenden, hängen wir uns noch mehr rein.
Diese Dynamik ist ein wahrer Teufelskreis , in dem soziale Normen und individuelle Selbstbilder sich gegenseitig verstärken: Leistungsanforderungen schaffen ein „Normgefüge“, das Erfolg als moralischen Wert markiert, während wir dieses Ideal verinnerlichen und unser Selbstwertgefühl daran messen, wie viel Leistung wir erbringen. Die Folge: chronische Stressreaktionen — erhöhte Cortisolspiegel, Schlafstörungen, Erschöpfung und eine vermehrte Anfälligkeit für Angst- und Depressionssymptome – die wiederum die Leistungsfähigkeit und das Gefühl eigener Kontrolle untergraben.
Paradoxerweise führt diese Schwächung nicht zu einer gesellschaftlichen Abkehr vom Leistungsdiktat, sondern zu noch intensiverer Anpassung: Menschen investieren mehr Zeit und Energie, suchen nach Optimierungsstrategien und delegieren Verantwortung an externe Autoritäten oder Technologien, die kurzfristig Sicherheit versprechen, langfristig jedoch die Selbstwirksamkeit immer mehr aushöhlen. Dadurch verfestigt sich das System: Diejenigen, die dauerhaft mithalten, gelten als Vorbilder, die Müden und Kranken werden als Last empfunden und zunehmend stigmatisiert.
So weit so übel. Aber was können wir dagegen tun?
Wie du dich vor Diktatoren immunisierst
Ja klar, wenn erst mal eine solche Welle auf einen zukommt, fühlt man sich ohnmächtig, traurig, ärgerlich. Was soll man schon dagegen ausrichten, wenn immer mehr Menschen seltsam drauf kommen und plötzlich das Hohelied des Autoritarismus anstimmen? Es ist nicht viel, was man tun kann, aber für einen selbst ist es wirksam!
Hinterfrage deine Ängste:
Beginne erst mal damit, deine Intention zu verstehen. Das kannst du, wenn du dir ein paar recht einfache, aber elementare Gedanken machst, Fragen stellst und Maßnahmen ergreifst:
- „Wem folge ich – und warum?“ Frage dich: „Würde ich dieser Person auch folgen, wenn sie nicht ‚stark‘ wirkt, sondern unsicher?“
- Diversifiziere deine Nachrichtenquellen: Algorithmen verstärken deine Echokammer. Nutze mehrere Medienquellen und hinterfrage, wer von einer Nachricht profitiert.
- Rede über Politik – aber anders! Statt Streitgespräche: „Demokratie-Cafés“ (z. B. im Freundeskreis oder Nachbarschaft), wo ihr über Lösungen statt über Probleme redet. Das schafft einen vollkommen neuen Blick auf die Probleme.
- Engagiere dich lokal: Unterstütze zum Beispiel lokalen Journalismus, demokratische Initiativen (z. B. Demokratie leben! [7]) oder Bürgerräte.
- Baue Netzwerke der Solidarität: Autoritarismus gedeiht, wo Menschen isoliert sind. Vereine, Nachbarschaftsinitiativen oder digitale Communities stärken den Zusammenhalt.
- Sei wachsam – und handle. Entwickle deine eigenen Alarmglocken und erkenne: Macht wird zentralisiert (z. B. durch Notstandsgesetze), Opposition wird kriminalisiert, Medien werden angefeindet, Stimmen unterdrückt.
- Nutze deine Stimme: Geh wählen, geh auf Demonstrationen, schreib Leserbriefe. Auf dieser Webseite haben wir ohne Ende Vorschläge, Anleitungen und Hilfen für dich.
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Eine Welt ohne Diktatoren?
Ach wär das schön: Eine Kultur der Verantwortung statt der Unterwerfung
Stell dir eine Welt vor, in der wir nicht mehr den Lautesten, den Härtesten oder den Einfachsten unter uns folgen – sondern denen, die moralisch und psychologisch geeignet sind, Verantwortung zu tragen. Eine Gesellschaft, in der:
- Führungskräfte nicht durch Machtgebaren, sondern durch Empathie und Kompetenz überzeugen.
- Konflikte nicht durch Feindbilder, sondern durch Dialog gelöst werden.
- Schwäche nicht als Versagen, sondern als menschlich gilt – und gerade deshalb Vertrauen schafft.
- Demokratie als Übungsfeld begriffen wird: Demokratie ist kein Zustand, sondern ein tägliches Training. Sie lebt davon, dass wir streiten, zuhören und Kompromisse finden – ohne die Würde des anderen zu verletzen.
- Macht immer kritisch hinterfragt wird: „Wer profitiert davon, wenn ich mich ohnmächtig fühle?“ (Spoiler: Meistens die, die uns spalten wollen.)
- Rebellischer Optimismus gelebt wird. Die Geschichte zeigt: Diktaturen scheitern, wenn die Mythen bröckeln – und die Menschen aufhören, an sie zu glauben. Friedliche Revolutionen, Bürgerbewegungen, Whistleblower – all das beginnt mit Menschen, die „Nein!“ sagen.
- Despoten Humor entgegengesetzt wird, wie einst Charlie Chaplin mit seinem „Der große Diktator“ es machte. Zeig, wie lächerlich sie doch eigentlich sind und das du gut auf sie verzichten kannst
Hier noch zwei Inspirationen:
Pulse of Europe
Das ist eine pro-europäische Bürgerbewegung, die sich seit 2016 für ein vereintes, demokratisches und offenes Europa einsetzt. Sie organisiert regelmäßige, friedliche Demonstrationen und Gesprächsformate in vielen Städten, um Solidarität und europäische Werte wie Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit zu stärken. Die Initiative will Bürgerinnen und Bürger in politische Debatten einbinden und gegen Nationalismus und Euroskepsis auftreten [8].
Mehr Demokratie e.V.
Mehr Demokratie e.V. setzt sich in Deutschland für mehr direkte Demokratie, transparente politische Verfahren und stärkere Bürgerbeteiligung ein; sie organisiert Volksbegehren, Kampagnen und Bildungsangebote, berät lokale Initiativen und arbeitet politisch auf Landes- und Bundesebene, um Abstimmungsrechte und Beteiligungswege auszubauen. Mitmachen kann man als Mitglied, Fördernde, Ehrenamtliche bei Kampagnen oder durch lokale Gruppenarbeit und Unterschriftensammlungen [9].
Und noch ein abschließender Gedanke: „Wir sind nicht ohnmächtig. Wir haben die Wahl – jeden Tag. Die Frage ist nur: Wem geben wir unsere Macht?“
Fazit
Wir leben in einer Welt, in der es große Ungerechtigkeit gibt und wir müssen uns entscheiden, wie wir ihr begegnen. Wir können sie versuchen zu übersehen, was uns schwer gelingen dürfte. Wir können sie leugnen und das was wir sehen und hören einfach anzweifeln oder als unwichtig abtun. Wir können uns sagen, dass die Leidtragenden selbst Schuld seien und ihnen die Verantwortung zuschieben. Oder wir können uns daran machen, die Ungerechtigkeit in unserem kurzem Leben so gut wie möglich zu bekämpfen. Sehr viel mehr Möglichkeiten haben wir nicht, aber sie entscheiden darüber, wie wir die Welt sehen, die Menschen und uns selbst. Und damit auch, welche Narrative wir unterstützen, woran wir glauben und was wir nicht an uns heran lassen. Und genau diese Perspektive und unsere Sichtweise entscheiden darüber, wie empfänglich wir für Autoritarismus und Diktaturen sind.
Für diesen Text haben wir die KI Lumo von Proton zur Unterstützung bei der Recherche sowie Neuroflash zur Erstellung des Bildes genutzt.
Links & Quellen
- [1] „Diktator werden – Populismus, Personenkult und die Wege zur Macht“ FRank Dikötter . Verlag Clett-Kotta: https://www.klett-cotta.de/produkt/frank-dikoetter-diktator-werden-9783608981896-t-4938
- [2] „Autoritarismus: Fast ein Drittel der Deutschen will “eine einzige starke Partei”“ . NEWS4TEACHERS: https://www.news4teachers.de/2026/02/autoritarismus-fast-ein-drittel-der-deutschen-will-eine-einzige-starke-partei/
- [3] „Autoritäre Zeiten: Die Macht der Wähler“ . Körber-Stiftung: https://koerber-stiftung.de/mediathek/autoritaere-zeiten-die-macht-der-waehler/
- [4] „Forscherin warnt: Demokratien werden „von innen zerstört““ . ZDF heute: https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/demokratie-krise-rueckzug-report-varieties-of-democracy-100.html
- [5] DEMOCRACY REPORT 2026 – Unraveling The Democratic Era? . V-Dem Institute Department of Political Science, University of Gothenburg: https://www.v-dem.net/documents/75/V-Dem_Institute_Democracy_Report_2026_lowres.pdf
- [6] Leipziger Autoritarismus-Studie 2024 . Otto Brenner Stiftung: https://efbi.de/files/efbi/pdfs/LAS/Leipziger%20Autoritarismus%20Studie%202024.pdf
- [7] Demokratie leben!: https://www.demokratie-leben.de
- [8] Pulse of Europe: https://pulseofeurope.eu/
- [9] Mehr Demokratie e.V.: https://www.mehr-demokratie.de

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