Die Zahl der Weihnachtsbäume steigt kontinuierlich. Für zwei, drei Wochen Deko sind das viele tote Bäume und Pestizide. Dabei gibt es tolle Alternativen zum Selbermachen!

Oh Tannenbaum, wie schön sind Deine Blätter

Ja, wir besingen seine Schönheit – und doch pflanzen wir jedes Jahr Millionen von Weihnachtsbäumen in Reih und Glied an, nur damit sie für zwei bis drei Wochen in unseren Wohnzimmern stehen und dann wie Müll entsorgt werden. Und es werden immer mehr.

Auf der Website von handelsdaten.de findet man die Statistik: Im Jahr 2000 waren es noch 24 Millionen Weihnachtsbäume. Letztes Jahr sollen wir Deutsche laut Holzindustrie.de 29,2 Millionen Tannenbäume für etwa 700 Millionen Euro gekauft haben…

Weihnachtsbaum-Plantagen mit viel Chemie

Dazu kommt, dass die Weihnachtsbaumkäufer*innen (also wir) inzwischen ziemlich hohe Ansprüche stellen, was den Wuchs der Bäume angeht: Sie sollen gerade und gleichgemäßig gewachsen sein. Würden die Nadelbäume im Wald wachsen, könnten die Besitzer nur etwa 15 Prozent aller Bäume verkaufen – die anderen wären zu krumm oder hätten „falsche“ Zweige.

Deshalb wachsen die meisten Weihnachtsbäume mittlerweile in großen Plantagen auf – und zwar unter Einsatz großer Mengen an Dünger und Pestiziden, die Boden und Grundwasser belasten. „Diese Weihnachtsbaumkulturen sind Monokulturen mit hohem Chemie- und Düngemitteleinsatz“, kritisiert ein Sprecher der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in einem Artikel der welt.de. Auch der BUND warnt vor Pestizid-Belastungen durch Weihnachtsbäume.

Weihnachtsbaum selber besser machen

Ich frage mich, ob das wirklich sinnvoll ist – so schön die Atmosphäre mit dem Geruch, den Kerzen und allem ist. Schließlich handelt es sich bei einem Weihnachtsbaum doch auch um ein lebendiges Wesen, das da langsam vor unseren Augen stirbt und nadelt… und das ausgerechnet zur Weihnachtszeit.

Deshalb habe ich mich einmal umgeschaut und bin auf eine unglaubliche Ideenvielfalt und Kreativität gestoßen, wie man Weihnachtsbaumalternativen auch selber besser machen kann. Hier die Quellen, die mir am besten gefallen haben:

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Bastel-Anleitungen für selbstgemachte Weihnachtsbäume

Weihnachtsbaum selbst machen: Instructabales

Instructables ist ohnehin eine meiner Lieblingsquellen, wenn es um Basteln, Bauen, Reparieren und alles mögliche aus dem DIY-Bereich geht. Kein Wunder, dass es hier auch einen großen Fundus an Bastel-Anleitungen und Ideen für selbstgemachte Weihnachtsbäume gibt.

http://www.instructables.com/id/Alternative-Christmas-Trees/

 

Weihnachtsbaum selbst machen: Pinterest

Pinterest ist ebenfalls eine gute Quelle für Bastel-, DIY- und Upcycling-Begeisterte – und so auch in Sachen Weihnachtsbaum-Alternative. Allerdings muss man sich hier anmelden, wenn man was suchen will. Die Anleitungen findet man dann nicht – wie bei Instructables – auf der Seite selbst. Statt dessen führen Links zu den Blogs und Websiten der unterschiedlichsten Menschen, Organisationen und Unternehmen.

https://www.pinterest.com/search

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Wenn schon, dann richtig

Übrigens: Bevor ihr euch einen Plastikweihnachtsbaum kauft, denkt noch mal nach. Der NABU meint, es sei dann doch besser, einen echten Baum zu kaufen – den könne man immerhin zu Humus kompostieren. Man soll dann aber darauf achten dass:

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  1. es ein Baum ist, der hier heimisch ist (also beispielsweise eher keine Nordmanntanne).
  2. es ein Öko-Weihnachtsbaum ist (hier findest Du mehr Infos dazu und hier eine Liste mit allen Öko-Baum-Anbietern).
  3. kein Weihnachtsbaumschmuck auf dem Baum ist, wenn Du ihn entsorgst.
  4. du am besten umweltfreundlichen Baumschmuck nimmst.

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Wie auch immer Du Dich entscheidest: Wir wünschen Dir jetzt schon mal eine frohe Vorweihnachtszeit!

 

Bildquelle: 1. Bild Freepik // 2. Bild instructables // 3. Bild: pinterest.com