Vögel sind ein Symbol für Freiheit und Frieden. Man denke nur an die Friedenstaube. Sieben 13-jährige Freundinnen aus Aachen haben sich davon etwa inspirieren lassen: Sie haben 800 bunte Papiervögel mit Hilfe einer so genannten Flechttechnik gebastelt und sie verkauft. Insgesamt 800 Euro haben sie so zusammen bekommen, die sie für das UNICEF-Bildungsprojekt „Schulen für Afrika“ gespendet haben – und sind dafür zum UNICEF-Junior-Botschafter des Jahres 2008 gekürt worden.

Vögel sind aber auch Zeichen dafür, dass jemand nicht ganz genau so “tickt” wie die anderen – dass jemand ein komischer Kauz ist oder, noch schlimmer, einen Vogel hat. Manche haben lieber den Spatz in der Hand, andere bevorzugen die Taube auf dem Dach. Der frühe Vogel fängt den Wurm und zahme Vögel singen von der Freiheit, der wilde fliegen. Man geht auf den Leim (so wie dies Vögel früher taten, wenn Menschen sie fangen wollten) und ruft dann wahrscheinlich “Zum Kuckuck” – oder etwas ähnliches.

Dichter, Musiker und Filmemacher

Wir sehen: die Tiergattung Vogel umgibt uns auf Schritt und Tritt – und das natürlich nicht nur verbal. Dichter, Musiker, Maler und Filmemacher haben sich von Vögeln und ihren Eigenschaften inspirieren lassen. Techniker, Wissenschaftler und Bioniker haben sich viele Tricks abgeguckt (siehe beispielsweise hier). In den Fußgängerzonen belagern uns die Spatzen und Tauben. An der See umkreisen uns eher die Möven. Auf dem Land kann man Meisen, Amseln oder Finken beobachten – besonders gut, wenn man sie im Winter füttert. Vögel sind überall – meint man.

Denn in Wirklichkeit sind von den zirka 260 Vogelarten, die es in Deutschland gibt, rund 110 bedroht, berichtete der NABU.  Grund genug für den Naturschutzbund, jährlich eine neue Vogelart des Jahres auszurufen – dieses Jahr zum Beispiel den Kuckuck, der ebenfalls bedroht ist – und sich dem Vogelschutz in besonderer Weise zu widmen (beispielsweise mit diesem Aufruf zu einem Protestbrief gegen die Fehmarnbeltbrücke). 

Vögel genauer kennen lernen

Deshalb gibt es heute von uns einen kleinen Aufruf, den Vogel an sich mal einmal ein bisschen genauer kennen zu lernen. So kann man sich etwa über www.vogelstimmen.de lernen, die Tierchen an der Stimme zu erkennen (wer sich sicher fühlt, kann beim NABU ein Vogelstimmen-Quiz absolvieren). Wer ein Vogelküken gefunden hat, im Winter füttern oder im Frühjahr Nistkästen aufhängen, kann sich über www.komitee.de (hier gibt es auch Infos zu allen möglichen Vogelschutz-Aktionen) oder bei www.wildvogelhilfe.org informieren. Wer gleich etwas tiefer einsteigen will, kann sich über www.ornithologie.net kundig machen, was man zur Vogelbeobachtung etc. so alles an Equipement braucht.

Nun, dann wünschen wir viel Spaß beim Beobachten der Zugvögel (hier kann man übrigens mal die Routen nachvollziehen).

Bildquelle: Karl Dichtler, pixelio