Wohnalternativen: Das Ökodorf Siebenlinden

Alternative Wohnformen: 7 Ideen für schöneres Wohnen

Die Mie­ten für Wohn­raum wer­den in eini­gen Städ­ten Deutsch­lands für nor­ma­le Men­schen zuneh­mend schlicht­weg zu teu­er. Außer­dem haben vie­le genug von anony­men Miets­häu­sern, in denen kei­ner kei­nen kennt. Des­halb gibt es Alter­na­ti­ven – vom Tiny Hou­se bis zum Öko­dorf. Hier sind sie:

1. Das Mietshäuser Syndikat

Um dem Markt Häu­ser in begehr­ten Städ­ten zu ent­zie­hen, damit einen Rie­gel vor die Spe­ku­la­ti­on mit Wohn­raum zu schie­ben und den Men­schen lang­fris­tig erschwing­li­che Mie­ten zu garan­tie­ren, hat sich vor vie­len Jah­ren das Miets­häu­ser Syn­di­kat gegrün­det. Die Idee: Men­schen kau­fen gemein­sam ein Haus. Die spe­zi­el­le Struk­tur sorgt dafür, dass nie­mand Pro­fit aus den Häu­sern zie­hen kann und die­se lang­fris­tig allen gehö­ren.

Über 90 rea­li­sier­te Pro­jek­te gibt es so schon in ganz Deutsch­land. Außer­dem leben die Men­schen des Miets­häu­ser Syn­di­kats in ech­ten in Haus­ge­mein­schaf­ten. Sie kochen zusam­men, sie leben zusam­men, sie ent­schei­den gemein­sam. Übri­gens: Der­zeit läuft eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne für einen Film über das Miets­häu­ser Syn­di­kat.

Ach­tung: Bis 19. Juli 2015 will das Miets­häu­ser Syn­di­kat einen Doku­men­tar­film über sich selbst gemein­sam mit den span­nen­den Fil­me­ma­chern von »Sein im Schein« (http://www.sein-im-schein.de) per Crowd­fun­ding finan­zie­ren und braucht dafür euch! https://www.startnext.com/dasistunserhaus

2. Autofreies Wohnen

Die Stra­ßen in Deutsch­lands Städ­ten sind ja mitt­ler­wei­le gesäumt mit einer gan­zen Blech­la­wi­ne an Autos. Dazwi­schen die Stra­ßen mit Lärm und Gestank. Wer von einem Leben ohne Autos träumt, kann das! Auto­freie – oder zumin­dest auto­ar­me – Wohn­pro­jek­te gibt es in Frei­burg, Müns­ter, Köln, Ham­burg, Mün­chen, Kas­sel, Bre­men, Ber­lin, Frank­furt a.M., Karls­ru­he, Aachen und Düs­sel­dorf. In der Nähe von Deutsch­land gibt es auch wel­che in Kopen­ha­gen, Ams­ter­dam, Wien, Bern und in Groß­bri­tan­ni­en.

Das Ziel die­ser Pro­jek­te ist es, Men­schen ohne Auto ein Umfeld zu schaf­fen, in denen das ein Vor­teil ist. Sie wol­len einen Bei­trag zum Umwelt­schutz leis­ten, beson­ders kin­der­freun­li­ches Woh­nen ermög­li­chen und ins­ge­samt die Lebens­qua­li­tät erhö­hen. Ich war hier in Ham­burg schon mal in so einem Pro­jekt und habe fest gestellt, dass die­ser Anspruch dafür sorgt, dass die Häu­ser beson­ders schön und die Nach­bar­schafts­ge­mein­schaft gut ist.

Wohnalternativen: Tiny Houses

Soge­nann­te »Tiny Hou­ses« sind in den USA schon eine rich­ti­ge Bewe­gung. Die Idee dahin­ter: 1. Mie­te spa­ren und den­noch nicht ewig für das Haus Geld ran­schaf­fen müs­sen. 2. Sei­ne eige­ne Behau­sung mit den eige­nen Hän­den erschaf­fen. 3. Sich auf das Wesent­li­che redu­zie­ren und damit auch den eige­nen öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck ver­rin­gern. 4. Falls das Tiny Hou­se auf einem Anhän­ger steht: Mobil sein. (Das Bild stammt aus der sehens­wer­ten Doku­men­ta­ti­on »Living Small« über Tiny Hou­ses.

3. Wohnen für Hilfe

Für Stu­die­ren­de sind die hohen Mie­ten in Städ­ten wie Mün­chen, Ham­burg und zuneh­mend auch Ber­lin ein ech­tes Pro­blem. Des­halb haben sich ein paar Leu­te was aus­ge­dacht: Stu­die­ren­de woh­nen bei Senio­ren miet­frei und hel­fen ihnen im Gegen­zug. Sie hel­fen im Haus­halt oder Gar­ten, kau­fen ein, gehen mit ihnen spa­zie­ren oder machen mit ihnen irgend­wel­che Unter­neh­mun­gen.

Wie viel Hil­fe für wie viel Woh­nen Seni­or und Stu­dent tau­schen, wird nor­ma­ler­wei­se indi­vi­du­ell ver­ein­bart. Aber ein Richt­wert ist: Pro Qua­drat­me­ter Wohn­raum eine Stun­de Hil­fe im Monat. Die­se Idee hat sich schon in meh­re­ren Städ­ten Deutsch­lands eta­bliert. Wer sich dafür inter­es­siert, soll­te sich bei der Orga­ni­sa­ti­on in der ent­spre­chen­den Stadt infor­mie­ren.

4. Beginenhöfe

Wahl­ver­wandt­schaf­ten sol­len sich in die­ser Wohn­form fin­den. Und zwar genau­er gesagt sol­che unter Frau­en. Denn in Begi­nen­hö­fen woh­nen Frau­en zwi­schen 40 und 80 in einer Gemein­schaft zusam­men. Die Frau­en haben zwar ihre eige­nen Woh­nun­gen (wohl meist auch Eigen­tums­woh­nun­gen), hel­fen und unter­stüt­zen sich aber gegen­sei­tig oder unter­neh­men gemein­sam etwas.

Die Begi­nen­hö­fe knpü­fen damit an die bel­gi­sche Tra­di­ti­on der Begi­nen­hö­fe an, in denen ver­wit­we­te und und unterv­hei­ra­te­te Frau­en im 12. Jahr­hun­dert selbst­be­stimmt und gemein­schaft­lich zusam­men­leb­ten. Begi­nen­hö­fe gibt es zum Bei­spiel in Ber­lin, in Köln, in Dort­mund oder Bie­le­feld. Übri­gens kann man da bei man­chen Begi­nen­hö­fen auch als Frau an der Gemein­schaft teil­ha­ben, wenn man nicht direkt dort wohnt.

Wohnalternativen: Zwischenraumnutzung in Leipzig, die Wächterhäuser

Der Film über die Wäch­ter­häu­ser in Leip­zig zeigt ein­drück­lich, wie durch die Zwi­schen­nut­zung von Wohn- und Gewer­be­raum eine Win-Win-Situa­ti­on ent­ste­hen kann (kli­cken und gucken).

5. Zwischennutzung

Vor allem für chro­nisch klam­me Krea­ti­ve ist die zeit­lich begrenz­te Nut­zung von Wohn- oder auch Gewer­be­raum ein Kon­zept, das schon seit Jah­ren sei­ne prak­ti­sche Anwen­dung fin­det. Oft ent­steht dabei eine sym­bio­ti­sche Win-Win-Situa­ti­on für Nut­zer, Ver­mie­ter und Stadt­ent­wick­lung – denn meist sind es eben gera­de die »coo­len« Krea­ti­ven mit ihren »coo­len« Pro­jek­ten, die so für den Flair einer Gegend sor­gen. Und damit eben auch nicht sel­ten die Gen­tri­fi­zie­rung eben­die­ses Stadt­teils in Gang set­zen – also für einen kräf­ti­gen Anstiegt der Mie­ten sor­gen.

In Ham­burg ist das bei­spiels­wei­se in Alto­na in der neu­en Gro­ßen Berg­stra­ße gesche­hen: Dort kam erst das Krea­ti­ven-Kol­lek­tiv Frap­pant unter – dann kam das ers­te Ikea in der Innen­stadt. Mitt­ler­wei­le geschieht ähn­li­ches in der Ham­bur­ger City-Nord. Gemein­nüt­zi­ge Initia­ti­ven – wie etwa den Maker­space Attrac­tor – müs­sen dort mitt­ler­wei­le raus, weil die Gegend nun bereit für finanz­kräf­ti­ge­re Mie­ter ist… Es gibt aber auch Pro­jek­te, die rich­tig gut funk­tio­nie­ren, wie etwa der Haus­hal­ten e.V. in Leip­zig, wo es eher dar­um geht, alte leer­ste­hen­de Häu­ser zu erhal­ten.

Wohnalternativen: Das Ökodorf Siebenlinden

Im Öko­dorf Sie­ben Lin­den – gele­gen zwi­schen Ham­burg und Ber­lin – kann man mal aus­pro­bie­ren, wie das Leben in einem Eco­vil­la­ge so ist: Die Gemein­schaft bie­tet ein Semi­nar­pro­gramm und Über­nach­tun­gen an.

6. Ökodörfer oder auch Ecovillages

Nicht alle wol­len ja in der Stadt woh­nen. Und so erle­be ich in den letz­ten Jah­ren ein zuneh­men­des Inter­es­se von Men­schen am gemein­schaft­li­chen Leben auf dem Lan­de – in Hof­ge­mein­schaf­ten oder gar Öko­dör­fern. Eines der Para­de­bei­spie­le in Deutsch­land ist sicher­lich Sie­ben­lin­den. Aber es gibt natür­lich vie­le ande­re – und vie­le, die sich gera­de grün­den wol­len und daher noch Mit­strei­ter suchen.

Was das Beson­de­re am Leben in einem Öko­dorf ist und wie man sein eige­nes grün­det, all die­se Infor­ma­tio­nen lie­fert das inter­na­tio­na­le Netz­werk der Eco­vil­la­ges. Auf der Web­site fin­det man vie­le hilf­rei­che Infor­ma­tio­nen, es gibt Work­shops und auch ein inter­na­tio­na­les Netz­werk­tref­fen, das jedes Jahr statt­fin­det. In vie­len Öko­dör­fern kann man übri­gens auch als Besu­cher oder Semi­nar­teil­neh­mer eini­ge Tage ver­brin­gen und so schon mal rein­schnup­pern, ob die­se Lebens­form etwas für einen ist.

Wohnalternativen: Leben im Bauwagen bei der Degrowth in Leipzig

Wie ist es eigent­lich, in einem Bau­wa­gen zu leben? Bei der »Degrowth Con­fe­rence« in Leip­zig gab es im Sep­tem­ber 2014 die­se Teste­cke (kli­cken und gucken).

7. Bauwägen und Tiny Houses

Die Vor­stel­lung von einem Leben im Bau-, Zir­kus- oder auch Schä­fer­wa­gen ist bei mir mit ziem­lich viel Roman­tik ver­bun­den. Ich hab schon eini­ge Näch­te besuchs­wei­se in sol­chen – meist selbst mit viel Lie­be – zu win­zi­gen Ein­raum­be­hau­sun­gen umge­bau­ten Wägen über­nach­tet. Die meis­ten haben rich­tig gro­ße Fens­ter, einen Holz­ofen und sind vol­ler Holz­ver­scha­lung und gemüt­lich.

Wer sich dafür inter­es­siert, fin­det auf die­ser Sei­te eine gan­ze Lis­te mit Hand­werks­be­trie­ben, die neue Bau­wohn­wä­gen her­stel­len bzw. umbau­en und sanie­ren. Bei Ebay und Co. fin­det man jede Men­ge Klein­an­zei­gen, über die man sanier­te und unsa­nier­te Bau­wa­gen kau­fen kann. Nur: Wohin stel­len, wenn nicht in den eige­nen Gar­ten? Hier beginnt das Pro­blem. Denn offi­zi­ell hat der deut­sche Gesetz­ge­ber das Woh­nen im Bau­wa­gen nicht vor­ge­se­hen. Vie­le Bau­wa­gen­plät­ze sind des­halb nur tem­po­rär und müs­sen sich in regel­mä­ßi­gen Abstän­den eine neue Blei­be suchen. Hier fin­dest Du eine Kar­te aller Wagen­plät­ze in Deutsch­land.

Eine Alter­na­ti­ve (die in Deutsch­land aber – soweit ich weiß – auf­grund der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen schwie­rig ist) sind auch soge­nann­te Tiny Hou­ses. Das sind win­zig klei­ne, irre süße Häus­chen. Meist in Mar­ke Eigen­bau. Ergän­zend dazu sind auch die Earth Ships inter­es­sant – aller­dings eben­falls schwie­rig in Deutsch­land zu rea­li­sie­ren.

 

Links zum Thema Alternative Wohnformen

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
Ähnliche Artikel

21 Antworten auf "Alternative Wohnformen: 7 Ideen für schöneres Wohnen"

  1. Annette Bachmann
    Annette Bachmann 12 Monaten ago .Antworten

    Wirk­lich immer wie­der toll, neue Sei­ten zu fin­den ‚die sich mit alter­na­ti­ven nach­hal­ti­gen Lebens und Wohn­for­men beschäf­ti­gen. Ich den­ke gera­de viel über mein Leben beim Älter­wer­den nach.Bin 57 Jah­re alt und habe sehr wenig EU-Ren­te .Alters­arm und mit gesund­heit­li­chen Ein­schrän­kun­gen bedarf es drin­gend neu­er Lebensformen,damit die Lebens­qua­li­tät im Alter nach­hal­tig bes­ser wird und lebens­wert bleibt. Tei­len auf vie­len Ebe­nen ‚ohne sich zu sto­ßen ‚sei­en es Möbel oder Mit­mensch­lich­kei­ten. Dan­ke für die ermu­ti­gen­den Bei­trä­ge . Mit herz­li­chen Grü­ßen Annet­te

    • Marek
      Marek 11 Monaten ago .Antworten

      Hal­lo Annet­te, dan­ke für den Zuspruch. Das tut gut. 🙂 Wir wün­schen Dir auf jeden Fall gutes Gelin­gen beim Wan­del. Und mel­de Dich, wenn sich was getan hat. So gibst Du auch ande­ren wie­der Mut.

  2. Peter
    Peter 1 Jahr ago .Antworten

    Wo gibt es so etwas denn mal zum Anse­hen, anfas­sen?
    Klingt gut…aber solan­ge es nur eine Idee ist.…

    • ilona
      ilona 1 Jahr ago .Antworten

      Hal­lo Peter, es gibt erfreu­li­cher­wei­se schon viel mehr kon­kre­te Alter­na­ti­ven zum Anfas­sen und Anse­hen, als wir hier auch nur ansatz­wei­se auf­lis­ten könn­ten. Des­halb ist es am bes­ten, wenn du ein­fach mal unter den genann­ten URLs schaust, was es in dei­ner Nähe gibt… lg, iLo­na

  3. Johannes
    Johannes 1 Jahr ago .Antworten

    Hal­lo Zusam­men,

    wir sind fünf Stu­den­ten der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Nürn­berg und haben im Rah­men eines Pro­jek­tes die Idee ent­wi­ckelt, eine alter­na­ti­ve Wohn­lö­sung mit aus­ge­bau­ten See­con­tai­nern anzu­bie­ten.

    Ein See­con­tai­ner mit 27qm stellt dabei eine ver­gleich­ba­re Ein­zim­mer­woh­nung mit Küche und Bad dar. Die rest­li­che Ein­rich­tung kann indi­vi­du­ell erfol­gen.

    Auf einem Grund­stück sol­len ca. 50 die­ser Con­tai­ner ste­hen und durch Gemeinschfts­flä­chen, sowie Gar­ten­be­reich, Sport­platz, und Grill­platz ergänzt wer­den.

    Uns wür­de inter­es­sie­ren, was ihr von die­ser Idee hal­tet und wür­den uns über jede Art von Feed­back (Was ist bei so einem Pro­jekt mit Fokus auf die Gemein­schaft zu beach­ten, Kri­tik, Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge, etc.) freu­en.

    Wir bedan­ken uns bereits jetzt bei euch dafür! 🙂

    Lie­be Grü­ße
    Johan­nes

    • ilona
      ilona 1 Jahr ago .Antworten

      Hal­lo Johan­nes, ich fin­de, das klingt super­span­nend und wür­de ger­ne mehr erfah­ren. Habt ihr denn eine Web­site mit wei­te­ren Infos etc.? Lie­be Grüs­se,
      Ilo­na

  4. Beate Borchers
    Beate Borchers 1 Jahr ago .Antworten

    Habe erst kürz­lich von der tiny hou­ses Idee gehört. Bin begeis­tert. Heu­te abend ist in Hei­den­rod (Rhein­gau-Tau­nus) ein Work­shop, wo es um die Revi­ta­li­sie­rung von lndli­chem Raum geht. Da wer­de ich die­se Idee ein­brin­gen.

    • ilona
      ilona 1 Jahr ago .Antworten

      Hal­lo lie­be Bea­te, ich fin­de die Tiny Hou­ses auch super und muss geste­hen, dass ich mir lie­bend ger­ne Fotos von den ver­schie­dens­ten Vari­an­ten anschaue (gibt es im Netz ja hau­fen­wei­se). Öko­lo­gisch gese­hen sind die aber wohl zwei­fel­haft. Ers­tens wegen der Flä­chen­ver­sie­ge­lung und zwei­tens wegen der Ener­gie­bi­lanz… Des­we­gen bin ich mir nicht sicher, ob das wirk­lich so eine dol­le Idee ist. Aus indi­vi­du­el­ler Sicht ver­ste­he ich das total und könn­te mich auch damit anfreun­den, so zu leben. Doch wenn ich nach­hal­tig und umwelt­freund­lich leben will, wird das wohl – denk ich – schwie­rig…

  5. Edda
    Edda 1 Jahr ago .Antworten

    Hal­lo,
    Ich habe bereits eine Alter­na­ti­ve Lebens­form gefun­den. Ich bin jetzt 47 Jah­re und habe ein Haus mit Gar­ten, ect. Seit 3 Jah­ren habe ich mich für eine WG ent­schie­den. Im Haus ist noch eine Ein­lie­ger­woh­nung, dort wohnt mein Mit­be­woh­ner. Er hat wenig Geld und über­nimmt einen Teil der Gar­ten­ar­beit, ein­kau­fen und kochen.
    Ich war die letz­ten Jah­re beruf­lich viel unter­wegs und kaum zu Hau­se. Er hat sich um alles geküm­mert.
    Ich bin wie die meis­ten hier auf der Sei­te nach der Suche nach neu­en Alter­na­ti­ven Wohn­kon­zep­ten. Mei­ne Gedan­ken krei­sen von Grün­dung einer Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft auf dem Land Mit dem Ziel in die Dör­fer wie­der jun­ge Fami­li­en zu inte­grie­ren, jedoch mit neu­en Wohn­kon­zep­ten. Viel­leicht hat jemand Erfah­run­gen?

  6. Maren Fechner
    Maren Fechner 2 Jahren ago .Antworten

    Tiny Hou­ses - die­se alter­na­ti­ve Lebens­form klingt auch für mei­nen Mann und mich immer ver­füh­re­ri­scher… Dan­ke für die­sen hoch­in­ter­es­san­ten Arti­kel!

  7. Stefan
    Stefan 2 Jahren ago .Antworten

    Hal­lo Freun­de des natür­li­chen Lebens,..

    Ich lebe in einer Stadt am Ran­de in einer Sei­ten­stra­ße (Limburg/Lahn),
    so ein woh­nen ist ein­fach nur die Höl­le, seit Jah­ren kei­nen Schlaf mehr, seit dem der Auto­ver­kehr hat auf der Lich­fil­d­brü­cke hat schnell her­aus­ge­fun­den, dass man hier schnell abkür­zen kann, hun­der­te Fahr­zeu­ge aller Art rasen hier in einer 30er Zone mit sehr hohen Geschwin­dig­kei­ten durch, den gan­zen Tag,.es wur­de schon die Stadt und auch Ord­nungs­be­hör­de dar­über infor­miert, aber die strei­ten das Pro­blem sogar noch ab, und wol­len damit nichts zu tun haben…! Ich bin schon seit mei­nes Lebens ein gro­ßer Natur­freund, und hat­te vor 3.Jahren ein Ide­en­pro­jekt für ein Öko­dorf in der Lahn­post, vie­le Hur­ra­schreie bekam ich, aber als ich mit­teil­te, dass alles noch in Kin­der­schu­hen ste­cke, und erst mal die Gleich­ge­sinn­ten ken­nen­ler­nen und Gesprä­che füh­ren müs­se, da hat sich kei­ner mehr gemel­det,.. also dach­ten die­se soge­nann­ten Öko­lie­ben­den alles wäh­re schon vor­han­den, und nur noch ein­zie­hen und wohl­füh­len wie in Hotel Mama,..meingott, was stel­len sich nur die­se Leu­te vor,..? ich träu­me jeden Tag jede Minu­te davon wei­ter­hin die Gleich­ge­sinn­ten hier zu fin­den, und mit denen ein alter­na­tie­ves Selbst­ver­sor­ger, Per­ma­kul­tur, Öko­ge­mein­schaft ent­stehn zu las­sen, wo man auch Auto­frei leben kann, ohne Abga­se, und das meis­te an Lebens­mit­teln selbst erzeugt, ich mer­ke e auch gesund­heit­lich, dass die­se grau­en­vol­le Luft einen sehr krank machen kann, bin auch nicht mehr im Berufs­le­ben, aud gesund­heit­li­chen Grün­den. Ich befas­se mich seit 30 Jah­ren mit alter­na­tie­ven Ernäh­rungs­wei­sen, bin Vegetarier/teil vegan, wahr bis vor 8.Jahren noch Leis­tungs­sport­ler, heu­te trai­nie­re ich nur für mich selbst, und fah­re viel Rennrad/Mountainbike, habe vor zwei Jah­ren mein altes Auto abge­schafft, und muss sagen, mit­ler­wei­le bekom­me ich eine gro­ße Abnei­gung gegen Autos, denn mehr als 550 Fahr­zeu­ge aller Art rasen täg­lich eine mei­nem Bal­kon vor­bei, Bal­kon­flä­che nut­zen ist ein­fach nicht,.. und Abga­se kom­men auch her­ein,.. umzie­hen muss­te ich schon zu oft, will eigent­lich nur noch mal umzie­hen, wenn ich mit Gleich­ge­sinn­ten auf Dau­er ein alter­na­ti­ves Pro­jekt grün­den könnte,…wenns nach mir gin­ge, gäbe es nur noch Elek­tro­fahr­zeu­ge, und alle Benziner/Diesel wür­den ver­schrot­tet wer­den, denn unser aller schö­ner Pla­net lei­det furcht­bar dar­un­ter, alles geht kaputt, und der Lärm ist uner­träg­lich,.. allen Rasern müss­te man lebens­lang den Füh­rer­schein weg neh­men,..!! Die Mut­ter Erde gibt uns unser Über­le­ben, das durch ande­re rück­sichts­los zer­stört wird. Wer mir schrei­ben möch­te, hier mei­ne Email: natuerlichleben@gmx.de
    lGr. Ste­fan

  8. Martna Plischka
    Martna Plischka 2 Jahren ago .Antworten

    Hal­lo,
    unse­re bis­he­ri­gen Erfah­run­gen, auf einem Haus­boot zu leben, sind bis­lang durch­aus posi­tiv. Vor allem die Erfah­rung, dass man mit weni­ger aus­kommt. Zum Bei­spiel redu­ziert sich der Was­ser­be­darf erheb­lich, wenn man weiß, dass man nur eine bestimm­te Liter­men­ge zur Ver­fü­gung hat. Dadurch, dass man sich fast nur in der Natur auf­hält und die Tie­re beob­ach­tet, ändert man sei­ne Lebens­wei­se in Bezug auf Fern­se­hen, Com­pu­ter etc. Tat­säch­lich ein Mehr an Lebens­qua­li­tät, egal ob man in einem Mobil­heim im Wald, einer Berg­hüt­te, Cam­ping­wa­gen etc. lebt. Gera­de für Men­schen mit gerin­gem Ein­kom­men abso­lut emp­feh­lens­wert. Und für Men­schen, die sich in einer Sin­nes­kri­se und Bur­nout-Syn­drom befin­den, sowie so die bes­te The­ra­pie, um wie­der »run­ter zukom­men«.
    Vie­le lie­be Grü­ße von Mar­ti­na

  9. Plischka Martina
    Plischka Martina 2 Jahren ago .Antworten

    Als ich eure tol­len alter­na­ti­ven Vor­schlä­ge für ein bes­se­res Leben und Woh­nen sah, dach­te ich sofort, da fehlt doch noch etwas! Wir sind vor 2 Jah­ren aus­ge­stie­gen, bau­ten ein Haus­boot das kei­nen Kom­fort ver­mis­sen lässt aber gleich­zei­tig mit alter­na­ti­ven Ener­gi­en wie Solar- und mit Wind­kraft aus­ge­stat­tet ist. Nach einem Urlaub auf einem Haus­boot ent­deck­te ich, dass ich sofort ent­spannt war und viel bes­ser schlief. Schaut mal auf unse­re Sei­te, Wir sind nach Meck­len­burg-Vor­pom­mern auf die Seen­plat­te aus­ge­wan­dert und haben dar­über ein Buch geschrie­ben, bau-dein-Hausboot.de. Dar­in berich­ten wir über unse­re Erfah­run­gen beim Sel­ber­bau und dass man ein sol­ches Pro­jekt durch­aus kos­ten­güns­tig fer­ti­gen kann.

  10. Petra Köhler
    Petra Köhler 2 Jahren ago .Antworten

    Hal­lo. Ich hei­ße Petra, bin 57 und woh­ne seit etwa 10 Jah­ren in einem Mobil­heim. Das Haus steht fest auf einer gepach­te­ten Par­zel­le im Wald. Im nächs­ten Jahr ist die­ses Holz­haus bezahlt und dann brauch ich nur noch Ener­gie­kos­ten und die Pacht zah­len. Trotz­dem habe ich im Haus alles Kom­fort wie in einer nor­ma­len Woh­nung. Die Tat­sa­che mit­ten im Wald zu leben bedeu­tet. Nachts sehe ich die Ster­ne weil es hier kei­ne Stra­ßen­be­leuch­tung gibt. Es fah­ren kaum Autos. Nur Anlie­ger zum Be- und ent­la­den. Es ist sehr ruhig und idyl­lisch. Ins­ge­samt eine alter­na­ti­ve Form des woh­nens.

    • ilona
      ilona 2 Jahren ago .Antworten

      Hal­lo Petra - das hört sich toll an. Dan­ke, dass Du das hier mit uns teilst! lg, Ilo­na

    • Pia
      Pia 2 Jahren ago .Antworten

      Hal­lo Petra,

      das klingt wahn­sin­nig inter­es­sant. Teilst Du Dei­ne Erfah­run­gen viel­leicht in einem Blog oder gibt es sonst irgend­ei­ne Mög­lich­keit des Gedan­ken­aus­tauschs? Ich wür­de mich wahn­sin­nig freu­en!

      Ganz lie­be Grü­ße,

      Pia

  11. Regina
    Regina 2 Jahren ago .Antworten

    Suche alter­na­ti­ve Wohn­for­men in Gemein­schaft und doch indi­vi­du­ell und frei mit krea­ti­ven Men­schen in Thü­rin­gen, Ba. - Wü. oder Bay­ern.

  12. Ines
    Ines 3 Jahren ago .Antworten

    Tol­ler Arti­kel! So geht »Schö­ner Woh­nen«! Aller­dings wer­den alter­na­ti­ve Wohn­for­men oft roman­ti­siert. Schaut man sich die Rea­li­tät, gera­de in Deutsch­land, an: Da herrscht eine unglaub­li­che Büro­kra­tie und oft­mals »Aus­gren­zung« von bür­ger­li­cher Sei­te. Sehr sehr trau­rig.
    Schreibt doch mal einen Arti­kel über Haus­be­set­zun­gen in Euro­pa?
    LG, Ines

  13. Sven
    Sven 3 Jahren ago .Antworten

    Hej, super­tol­ler Arti­kel über alter­na­ti­ve Wohn­for­men. Ist auch uns im Blog immer wie­der ein The­ma. Wir den­ken, eine gesun­de Mischung aus den Ide­en könn­te das Woh­nen in Zukunft sehr inter­es­sant machen.

    Lie­be Grü­ße
    von den wohn-blog­gern

Schreibe einen Kommentar