Videospiel-Tipp: One Hour, One Life

In diesem genialen Videospiel geht es nicht um Gewalt oder die Zerstörung von Gegnern. Wer überleben will, muss kooperieren – über Generationen!

Öfter mal was Neues

Immer wieder mal stellen wir ein Videospiel vor, dass einen interessanten gesellschaftspolitischen Ansatz verfolgt, besonders genial gemacht ist oder einfach nur schön. In diesem Fall kommen mindestens zwei der Faktoren zusammen. In dem Spiel „One Hour One Life“ geht es um eine Kooperation der besonderen Art. Denn das Ziel ist es nicht, etwaige Gegner aus dem Feld zu schlagen, sondern mit anderen Spielern zu kooperieren. Das Besondere: Man hat dazu nicht mehr als eine Stunde Zeit. Da heißt es genau überlegen was man tut.

Ein bisschen Gameplay gefällig?

 

Und so geht´s

Das Spiel von Erfinder Jason Rohrer sieht sein Spiel mehr als eine Art Gesellschaftsexperiment. Man wird geboren und erscheint in der Spielewelt als hilfloses Baby, ist also von Anfang an auf andere angewiesen, die einen aufziehen. Im Verlauf von nur einer Stunde wächst man auf und kann sich organisieren, vielmehr – mit Blick auf nachfolgende Generationen – die besten Bedingungen schaffen, bevor man die Spielewelt wieder verlässt. Man schafft mit anderen zusammen eine Lebensumgebung, nutzt und schützt Ressourcen und, was es besonders spannend macht, sorgt für die Weiterentwicklung innerhalb der eigenen Generationen. Erfindungen und die Nutzung wertvoller Gegenstände helfen einem dabei. Je besser das Resultat, desto besser die Voraussetzung bei der nächsten Geburt, denn dann beginnt für einen selbst alles von vorne. Nicht aber für die Zivilisation, die auf den Errungenschaften der „Vorfahren“ aufbaut. Klingelt´s?

Man kann nur ahnen, wie viele Generationen es brauchen wird, bis alle angekündigten 10 000 Gegenstände im Spiel erfunden und hergestellt wurden, sorgt doch der Erfinder dafür, dass sie erst nach und nach auf der evolutionären Bildfläche erscheinen. Spannend. Denn es geht letztlich darum, eine Zivilisation zu schaffen, die wirklich überlebensfähig ist. Und dazu gehört eben mehr, als „Fressfeinde“ zu beseitigen. Das finden wir sehr spannend, obwohl wir es noch nicht ausprobiert haben. Ein Independent-Spiel mit besonderer Note. Warum gibt es nicht viel mehr Videospiele wie diese?

29.102 Leben wurden bisher in insgesamt 2.957 Stunden gelebt. 929 Menschen im Alter fünfundfünfzig Jahren. 12 Generationen in der längsten Familienlinie!

Hier findet ihr noch weitere Infos und könnt das Spiel bestellen:

Autor: Marek Als kleiner Junge lief ich immer mit einem Bleistift in der Hand herum und fragte die Menschen in meiner Umgebung Löcher in den Bauch. Denn genauso stellte ich mir einen Reporter vor: wie einen Detektiv mit Schreibblock... Auch heute noch versuche ich gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anzutreten – so wie meine Helden von damals. Und das Projekt „Für eine bessere Welt“ ist ein wichtiger Teil dieser Arbeit.
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