Gegen digitale Krankenkarte

Die Fälle von Datenmissbrauch oder -schlamperei häufen sich in den letzten Monaten. Wer sich ausmalt, was passieren kann, wenn noch mehr Daten über unser Leben gesammelt werden, düfte bei kein allzu farbenfrohes Bild im Kopf haben: Per Maut ist gespeichert, wann man wo war.

Die für 2009 geplante Datenvorratspeicherung über die Internet-Verbindungen ergänzen dann die von Telefon oder Handy. Im E-Pass sind Fingerabdrücke und Iris-Scan – und in der so genannten e-Card sollen dann künftig auch noch sämtlich Krankheiten verzeichnet sein. Prost Mahlzeit.

Das sehen immer mehr so. Das Bündnis „Stoppt die e-Card“ sieht sich jedenfalls erfolgreich. Im Juni diesen Jahrens startete sie eine Unterschriftenaktion gegen die e-Card, die sie bis Ende des Jahres fortsetzen will. Bis jetzt seien bereits 350.000 Unterschriften zusammen gekommen. Eine Unterschriftenliste kann man von der Website herunter laden.

Infos: www.stoppt-die-e-card.de

ilona

ist freie Jour­na­lis­tin, Publizistin, Projekt­ma­che­rin und Medienaktivistin. Seit über zehn Jahren schreibt sie Bücher, Blogposts, macht Podcasts, gibt Workshops und hält Vorträge. Zudem begleitet und berät sie öko-soziale Organisationen, Gemeinschaften, Künstler:innen, Kreative und Aktivist:innen bei der ganzheitlichen und nachhaltigen Planung und Kommunikation ihrer Projekte und Bücher.

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