Hormonbomben PET-Flaschen

Ich hatte das schon vorher mal in einer Reportage gehört (und ab da nur noch Glasflaschen gekauft), dass PET-Flaschen „hormonell wirsame Stoffe“ enthalten, wie der BUND schreibt. Nun scheint es eine Untersuchung zu geben…

Nachdem Frankfurter Wissenschaftler gestern bekannt gaben, dass in PET-Kunststoffflaschen gefüllte und in deutschen Supermärkten gekaufte Mineralwässer hormonell wirksame Schadstoffe enthalten, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein Verbot des Einsatzes dieser Chemikalien in Lebensmittelverpackungen gefordert.

Die Forscher hatten in Versuchen mit weiblichen Schnecken Fruchtbarkeitsstörungen nachgewiesen. Die Versuche waren mit PET-Kunststofflaschen von sieben deutschen Herstellern durchgeführt worden und brachten bei drei Viertel der getesteten Wässer ähnliche Ergebnisse.

Millionen Verbraucher unter Hormonbeschuss?

„Es ist ein echter Skandal, dass Mineralwasser in PET-Flaschen, das von Millionen Verbrauchern täglich getrunken wird, sich nun als hormonell wirksam erweist“, sagte Patricia Cameron, BUND-Expertin für Chemiepolitik. Bereits in früheren Tests seien bereits Weichmacher und die Chemikalien Bisphenol A und Nonylphenol nachgewiesen worden, so der BUND. Auch das Schwermetall Antimon, das als Katalysator bei der Herstellung von PET-Material verwendet wird, sei in Mineralwässern enthalten. Alles ebenfalls hormonell wirksame Stoffe.

Diese hormonelle Schadstoffe können laut BUND das Hormonsystem empfindlich stören und zu schwerwiegenden Gesundheitsstörungen führen. Besonders gefährdet seien Föten und Kleinkinder, bei denen schon geringste Konzentrationen hormoneller Schadstoffe zu Schädigungen im späteren Leben führen können. Beeinträchtigt werden könne die Fortpflanzungsfähigkeit. Außerdem könnten Immunschwächen und Verhaltensstörungen ausgelöst werden.

Hormonelle Stoffe in Lebensmittelverpackungen verbieten

Einige der am häufigsten verwendeten Weichmacher sollen erst vor wenigen Monaten von der EU in eine Liste der gefährlichsten Chemikalien aufgenommen worden sein, wie der BUND meldet. Deren Nutzung sei im Rahmen des neuen Europäischen Chemikaliengesetz REACH stark eingeschränkt oder sogar ganz verboten worden.

Der BUND forderte die EU nun natürlich auf, die Verwendung hormonell wirksamer Stoffe bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen generell zu verbieten. Weitere Untersuchungen seitens der Lebensmittelbehörden seien dringend nötig, um die Belastungen durch hormonelle Schadstoffe in Mineralwässern und anderen Getränken umfassend aufzuklären.

Keine PET-Flaschen mehr

Oder macht es einfach so wie ich: kaft keine PET-Flaschen mehr! Denn dann verschwinden sie ganz von alleine vom Markt. Auch Cameron rät Verbrauchern vorerst vom Kauf von PET-Flaschen ab: „Auch wenn das Ausmaß der Gesundheitsgefährdungen durch hormonelle Schadstoffe in Mineralwässern noch unklar ist, sollten Verbraucher vorsorglich Trinkwasser aus dem Wasserhahn oder aus Mehrweg-Glasflaschen bevorzugen“.

Infos: www.bund.net

Bildquelle: www.pixelio.de

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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32 Antworten auf "Hormonbomben PET-Flaschen"

  1. Ich denke die Sache mit dem Plastik ist nicht endgültig geklärt. Da Wasser in reiner Form – also ungesättigt – ein Lösungsmittel ist, glaube ich, dass jeder Stoff der nicht fest eingebunden und bei fünf auf dem Baum ist, ausgelöst wird. Daher trinke ich unabhängig von anderen Meinungen grundsätzlich aus Glas- und Keramikbehältern. Die meisten Plastikflaschen enthalten ja so oder so aber gesättigtes Wasser. Das löst weniger, aber es bring gleichzeitig auch nicht dieses Wasser zu trinken. Das liegt meistens über 130 µS (Mikrosiemens) und erfüllt nicht mehr die Funktion im Körper, die es sollte.
    Es ist eigentlich entscheidend was man trinke. Da hilft nur ein Test des eigenen Wassers. Und wenn man es regelmäßig aus Flaschen trinkt auch das. Ich lasse mein Wasser regelmäßig testen. Auch weil Plastik ja nur ein kleiner Teil aus der Bandbreite ist, was alles in Wasser sein kann. Typisches Beisipiel: du wohnst in einem Haus mit alten Bleirohren oder in Deiner Gegend hat Wasser grundsätzlich eine hohe Uranbelastung usw. Ich blogge über Wasser und am Ende komme ich immer wieder zum gleichen Punkt. Teste es einfach. Euch wünsche ich immer das richtig Wasser zu erwischen. Bei Fragen freue ich mich über Euer Feedback!

    • Andi Ledergerber 2 Jahren ago .Antworten

      @Christoph Heckenbuecker: ich gehe hier nicht auf die zu genüge diskutierte BPA/Weichmacher Diskussion ein. Aber was sie da aufführen von wegen „gesättigt“ und erfüllt seinen Zweck nicht mehr ist purer Blödsinn.
      Ein normales Stadtwasser hier bei uns liegt ca. bei 300μS/cm dabei handelt es sich um keine böse Sättigung des Wassers, sondern um Lebensnotwendige Ca und Magnesiumionen (neben anderen natürlich enthaltenen Ionen). Eine tiefe Leitfähigkeit ist KEIN Qualitätszeichen für Wasser sondern im Gegenteil. Dieses Wasser ist natürlich auch in keiner Art und Weise gesättigt im Sinne dass es keine Schadstoffe mehr aus dem Körper transportieren kann. Bitte lassen Sie solche Behauptungen die JEDE Grundlage vermissen lassen. Natürlich wäre es interessant zu wissen wenn im Haus ein Bleileitung (die tatsächlich besonders auch in Norddeutschland bis 1973 verbaut wurden) eingesetzt wurde. Denn Blei oder das in weiten Teilen der Welt natürlich enthaltene Arsen im Wasser sind die tatsächlichen Gefahren, natürlich noch übertroffen von defekten Leitungen bei denen Keime aus dem Erdreich eindringen können. Es gibt also wirklich einige Gefahren über die man schreiben kann, ihr Aufhänger von vor 3 Jahren (ca. 2013) ist es nicht.

  2. […] PET-Flaschen für Was­ser und andere Getränke warnt der BUND, wie wir in einem frü­he­ren Post Hor­mon­bom­ben PET-Flaschen beschrie­ben haben.Das Plas­tik­zeit­al­terIn der Aus­stel­lung gibt es auch noch ein […]

    • Alex 4 Jahren ago .Antworten

      „Hormonbomben“ sind veraltert-früher wurde BisphenolA als Weichmacher verwendet-es ist seit Jahren verboten.

  3. Cavalentina 7 Jahren ago .Antworten

    Es gibt übrigens eine Alternative zu PET und Glasflaschen…leider nicht in Deutschland. Sant Anna Mineralwasser aus Italien hat schon vor einiger Zeit eine „Biobottle“ auf den Markt gebracht. Unschädlich und sogar kompostierbar. Leider ist die Seite nicht in deutsch verfügbar http://www.santanna.it/it/acqua_it/bio_bottle_it.html
    Trotzdem interessant sich das mal anzuschauen.

    Cavalentina

    • ilona 7 Jahren ago .Antworten

      Hallo Cavalentina, das klingt ja interessant. Das schau ich mir mal an. Allerdings: Die Energieverschwendung für Abfüllung und Transport von abgefülltem Wasser bleibt. Aus ökologischen Gründen bin ich eigentlich deshalb ohnehin dafür, auf Wasser in Flaschen zu verzichten…

  4. Cavalentina 7 Jahren ago .Antworten

    Es gibt übrigens eine Alternative zu PET und Glasflaschen…leider nicht in Deutschland. Sant Anna Mineralwasser aus Italien hat schon vor einiger Zeit eine „Biobottle“ auf den Markt gebracht. Unschädlich und sogar kompostierbar. Leider ist die Seite nicht in deutsch verfügbar http://www.santanna.it/it/acqua_it/bio_bottle_it.html

    Cavalentina

  5. […] Weiterer kleiner Kritikpunkt: Plastikflaschen sind ziemlich schädlich für uns. This entry was posted in Essen, Konsum and tagged Einkaufen, Wissenswertes. Bookmark the permalink. ← Dachgeschoss […]

  6. gangster 7 Jahren ago .Antworten

    was labert ihr

    • Nibiru 7 Jahren ago .Antworten

      @ gangster Was meinst Du bitte?

      Oder ist das Gangster-Jargon und bedeutet soviel wie… „Ich versteh nix?“

      Nibiru

  7. Anolis 7 Jahren ago .Antworten

    Hallo zusammen,

    jeder der nicht selbst in der Lage ist, zu überprüfen, ob die PET Flaschen schädliche sind, kann leider nur der allgemeinen Berichterstattung / den Meinungen und Bestätigungen von Freunden und Bekannten, Omas und Opas und Hobbywissenschaftlern etc. glauben.

    Ich bin so einer, der das nie selbst überprüft hat und wahrscheinlich auch nie in der Lage sein wird das zu tun.

    Daher verlasse ich mich bei solchen Dingen gerne auf mein Bauchgefühl und versuche diese Information nicht als Paniktreiber zu verstehen.

    In diesem Fall sagt mir mein Bauch – Finger weg von Plastikflaschen, da hier doch eine Menge Chemischer Stoffe drin sind, die ich als Laie garnicht richtig einschätzen kann.
    Außerdem weiß doch jeder, dass es der Industrie primär um Profite geht. D. h. billig produzieren – teuer verkaufen. Und wenn es noch kein Gesetz zur Einhaltung von bestimmten Grenzwerten bei der Beimischung von kritischen Stoffen gibt, – dann werden solche Stoffe ohne Rücksicht – massenhaft eingesetzt.

    Sicher ist es richtig, dass man sich kaum der schleichenden Vergiftung entziehen kann, die unsere Umwelt so mit sich bringt. Sei es die Atemluft, das Hahnenwasser, die Möbel in der Wohnung, der Teppich, die Kunststoffe im Auto, die Brötchen beim Bäcker etc.

    Aber sobald der Verdacht besteht, dass ein Produkt / Verpackungsmaterial sich unmittelbar auf die Gesundheit meiner Familie auswirken könnte und das dann auch noch wissenschaftlich nachgewiesen wurde, bin ich froh, wenn ich die Möglichkeit habe, Abstand von diesen Giften zu nehmen und mich und meine Familie im Alltag ein bisschen weniger zu vergiften. Ob man diesen Berichten nun glaubt oder nicht, Hauptsache ist doch, dass man bei dem was man zu sich nimmt kein schlechtes Gefühl hat. Plastikflaschen waren mir aber immer schon suspekt. Und es ist gut, dass
    es immer wieder Leute gibt, die sich nicht alles ohne Bedenken einverleiben.

  8. robin 8 Jahren ago .Antworten

    Hallo zusammen,
    das läßt sich doch in der heutigen Zeit wunderbar einfach recherchieren. Bitte sucht in Wikipedia.org nach PET-Flasche.
    Dort ist zu lesen, daß z.B. in Untersuchungen aus dem Jahr 2006 in abgefülltem Mineralwasser in PET-Flaschen auffällige Werte von Antimon festgestellt wurden. Die Antimon-Werte in Fruchsäften aus PET-Flaschen lagen 9 mal höher, als der EU-Grenzwert für Trinkwasser. In der Schadstoff-Enzyklopadie kann man dan unter Antimontrioxid lesen, daß Antimon in der Blutbahn ebenso giftig ist wie Arsen !!!
    Ich kann angesichts solcher Informationen keinen Smiley in diesen Text setzen, da es mir einfach zu ernst zu sein scheint.
    Laßt uns anfangen, diese Welt für unsere Kinder zum Besseren zu verändern !!!

  9. Liasali 8 Jahren ago .Antworten

    Weichmacher aus PET-Flaschen gelangt ins Getränk. Das lustige, ist, dass man dafür nicht einmal ein Labor braucht. Der im PET enthaltene Weichmacher schmeckt leicht süßlich. Bei Blindverkostungen schneiden Mineralwasser aus PET-Flaschen deshalb auch besser ab 🙂 Kann jeder ausprobieren. Ich persönlich trinke es trotzdem… mir schmeckt das Wasser aus PET-Flaschen einfach besser. Angeblich sind die Konzentrationen unbedenklich… Dafür rauche ich nicht und an irgendwas muss man ja sterben *g* Abgesehen davon sind PET-Flaschen einfach praktisch, kein Pfand (in Ö) wenn leer dann ab in den gelben Sack!

  10. Hektor 8 Jahren ago .Antworten

    Night: „blödsinniges gequatsche. alles nur öko-gejammer. Wer KEINE ahnung hat, sollte einfach mal nur den Mund halten und jeden morgen mit dem blecheimer zum nächsten brunnen pilgern.“

    Dann zeig mal, dass Du Ahnung hast. Deine fundierte Meinung würde mich echt mal interessieren.

    Hektor

  11. Ilona 8 Jahren ago .Antworten

    hallo night, es wunder mich immer wieder, das dieses Thema die Gemüter so sehr erhitzen kann… Aber um auf Deinen Kommentar zu antworten: „Frankfurter Wissenschaftler“ würde ich nicht unterstellen, dass sie „blödsinnig quatschen“, „öko-jammern“ und „keine ahnung“ haben. Dass Du nach Informationen zu dem Thema suchst zeigt mir eher, dass Du noch mehr Kenntnisse in diesem Gebiet brauchst – oder warum sucht sonst jemand danach??? Es ist leicht, sich in dieser Weise abfällig gegenüber anderen Leuten zu gebärden, wenn man anonym Kommentare hinterlässt… Da frag ich mich letztlich: was ist hier eigentlich das „blöde gequatsche“?

  12. night 8 Jahren ago .Antworten

    da suche ich eine seriöse Info und lese überall nur solchen blödsinn wie „ich habe gehört … ich habe gelesen … der frauenarzt meiner freundin“ …. blödsinniges gequatsche. alles nur öko-gejammer. Wer KEINE ahnung hat, sollte einfach mal nur den Mund halten und jeden morgen mit dem blecheimer zum nächsten brunnen pilgern.

  13. Jan 8 Jahren ago .Antworten

    Der frauenarzt von meiner freundin hatfestgestellt das sie wegen diesen hormonen in den flaschen keine kinder mehr kriegen kann … jetzt kommt ihr

  14. […] Hormonbomben PET-Flaschen F

  15. Mariam 9 Jahren ago .Antworten

    Mehrwegglasflaschen werden mit Reinigungsmitteln gereinigt, die sicherlich auch nicht unbedenklich sind und vielleicht auch eine Auswirkung auf die Hormone haben. Das Leitungswasser ist auch belastet und enthält zum Teil Schwermetalle und Hormone und was weiß ich nicht alles. Schwierig da die optimale Lösung zu finden. Ein Filter am Wasserhahn vielleicht. Aber mitnehmen will ich das Wasser auch können. Nehme ich ne Glasflasche für unterwegs, dann ist sie mir schon oft zerbrochen. Plastik enthält Giftstoffe wenn das stimmt und tja…Metall auch…also da müsste wirklich noch die richtige unzerbrechliche ungiftige Flasche erfunden werden. Eine Herausforderung an die Forscher.
    Es wäre gut eine Flasche aus Pflanzenmaterialien herzustellen, die biologisch abbaubar ist.

  16. Nibiru 9 Jahren ago .Antworten

    Hallo Tom,
    das mit den Wasserflaschen war mir noch gar nicht bekannt. Gibt es irgendwelche Quellen hierzu im Netz? Und was wäre denn tatsächlich eine Alternative?
    Gruß,
    Nibirui

  17. Tom 9 Jahren ago .Antworten

    Zitiere Constantin vom 19. Juni 2009:
    „Weichmacher im Kunststoff der PET-Flasche können sich durch UV-Einstrahlung (Sonnenlicht) lösen und ins Getränk gelangen.“

    PET benötigt keine Weichmacher, um seine zähigkeit zu erhalten. Weichmacher werden im Wesentlichen beim Kunststoff PVC verwendet, der damit auf verschiedene Konsistenzen eingestellt werden kann.

    PET ist ein Kondensationsprodukt aus Ethandiol und Terephtalsäure. Die Terephtalsäure hat nichts mit den Phtalaten zu tun, die als Weichmacher verwendet werden. Die sind nämlich Ester der Ortho-Phtalsäure. Deutlich gesagt:
    Es handelt sich um völlig verschiedene Substanzen.

    PET kann hingegen trotzdem Ortho-Phtalate enthalten, und zwar als Nebenprodukte, die bei der Herstellung in kleinsten Mengen anfallen können.

    Die Mobilität, d.h. die Löslichkeit ist hierbei aber im Unterschied zu der Anwendung beim PVC deutlich kleiner.

    Interessante Feststellung am Rande: Auch Glasflaschen enthalten einige prinzipiell sehr ungesunde Stoffe wie Blei (tw. sogar in erheblichen Mengen) und sogar Uran. (Wobei beim Glas insgesamt die Diffusion dieser Stoffe ins Füllgut extrem klein ist)

  18. ilona 9 Jahren ago .Antworten

    Hallo an alle, auch wenn es (hoffentlich nicht) ein bisschen wenig konstruktiv ist für diese rege Debatte hier: Ich bin doch total erstaunt, wie so ein einfacher Gebrauchsgegenstand wie eine Glas- oder Plastikflasche zu Kommentaren anregen kann! Klar, ich freu mich, wenn ihr alle zahlreich in unserem Blog eure Meinung zu den Themen hinterlasst. Danke dafür! Aber überrascht bin ich dennoch ;-D.

  19. Nibiru 9 Jahren ago .Antworten

    Das eine ist der Alkohol und das andere die Frage nach der Verpackung. Es wird immer mehr gebechert und da geht natürlich einiges zu Bruch. Es ist kein gutes Gefühl, andauernd besoffene Leute in der Bahn um sich herum zu haben.

    Aber es muss doch möglich sein, leichte Flaschen herzustellen, die unbedenklich sind, sich natürlich abbauen usw…

    Nibiru

  20. Ignoranten 9 Jahren ago .Antworten

    Glasflaschen? Bei der heutigen Jugend? Sicher nicht! Da werden die Strassen noch mehr voller Scherben sein und wir Fahrradfahrer dürfen die Reifen jeden zweiten Tag flicken. Oder mit einem halb zertrümmerten Schädel in die Notaufnahme stressen.

  21. marek 9 Jahren ago .Antworten

    Michael: „“Wenn man bei uns in der U-Bahn fährt, dann ist die mittlerweile voll mit Leuten, die an der Flasche nuckeln”
    Was stört Sie denn daran? Viele nehmen gar nicht die empfohlene Tagesmenge Flüssigkeit zu sich.“

    Na, bei denen ist nur selten Himbeersaft in den Flasche… Und im Bahnhof bei mir zuhause, liegt praktisch täglich ein neuer Haufen Flaschenscherben auf den Treppen, auf dem Bahnsteig etc. herum. Viele trinken wohl aus Plastikflaschen. Die können damit dann nicht so viel anrichten…

    Viele Grüße,
    Marek

  22. Michael Klein 9 Jahren ago .Antworten

    Hallo Nobody and friends,

    „Ein weiterer Punkt gegen PET-Flaschen ist, dass Kunststoff aus Erdöl gewonnen wird.“
    Das ist falsch..
    Die so gepriesene Glasflasche benötigt einen höheren Energieaufwand für Herstellung + Transport der Erzeugnisse.

    „Wer profitiert nun eigentlich außer der Mineralöl-Lobby von Flaschen aus Kunststoff?“
    Ich.
    Bei mir stehen 14 Glassammelcontainer vor dem Fenster.

    „PET-Flaschen in Europa oder woanders nicht immer fachgerecht entsorgt werden“
    Vielleicht in Spanien, in Deutschland klappt die Entsorgung.
    Liegen bei Ihnen PET-Pfandflaschen auf der Strasse? Bei uns nicht.

    „Wenn man bei uns in der U-Bahn fährt, dann ist die mittlerweile voll mit Leuten, die an der Flasche nuckeln“
    Was stört Sie denn daran?
    Viele nehmen gar nicht die empfohlene Tagesmenge Flüssigkeit zu sich.
    Nun haben die Leute die Möglichkeit weil die Flaschen leichter geworden sind.
    Daraus ergibt sich dann eine Lebensverlängerung die u.U. geringfügig durch die PET-Flasche minimiert wird.
    Das trifft in Praxis aber nur für Sport treibende Nichttrinker und Nichtraucher zu, die aber nur 80% des durchnittlichen Kalorienbedarfs zu sich nehmen dürfen.
    Alle anderen erliegen früher oder später den Lebensumständen die Sie gewählt haben.
    Rauchen, Trinken, Stress durch Verschwörungstheorien ………………

  23. marek 9 Jahren ago .Antworten

    Hallo Nobody,

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der man prima ohne Plastikflaschen auskam. Zumindest ich habe sie nicht vermisst und komme auch heute ohne aus. Nervig wird es beim Alkohol… Wenn man bei uns in der U-Bahn fährt, dann ist die mittlerweile voll mit Leuten, die an der Flasche nuckeln. Das geht schon früh am Morgen los. Gegen Abend wächst die Menge derer an, die kaum noch gerade sitzen können. Da bin ich manchmal froh, dass die Flaschen nicht aus Glas sind – denn die fliegen dann auch schon mal durch die Luft.

    Es gibt turmweise Produkte die absolut unsinnig sind, da man sie nur einmal benutzt und sie dann nichts weiter sind als Schrott. Sie alle existieren nur, weil irgendjemand damit Geschäfte macht, für den Müll haften und aufkommen will aber keiner. Die einzige Möglichkeit das wieder einzudämmen, wäre verbieten oder boykottieren. Und das heißt gegen Faulheit und Desinteresse der Konsumenten anzukämpfen.

    So bekommen unsere Kinder schon bei Geburt einen ganzen Rucksack voll mit Schulden und Müll…

    Viele Grüße,
    marek

  24. Nobody 9 Jahren ago .Antworten

    Hallo,

    wenn es Leute gibt, die unbedingt aus PET-Flaschen trinken wollen, dann sollten diese weiter produziert werden. Aber stilles Wasser sollte zu gleichem Anteil AUCH in Glasflaschen angeboten werden sollte, da sich Menschen wie ich sonst ihrer Freiheit beraubt fühlen, zu entscheiden, woraus sie trinken möchten. Besser wäre es aber, dass PET-Flaschen aufgrund ihrer negativen Wirkung auf die Gesundheit nicht in der Industrie verwendet werden. Ein weiterer Punkt gegen PET-Flaschen ist, dass Kunststoff aus Erdöl gewonnen wird. Also, noch ein Grund, auf PET-Flaschen zu verzichten. Es gibt noch zich Gründe, um auf Kunststoff zu verzichten, z. B. dass die PET-Flaschen in Europa oder woanders nicht immer fachgerecht entsorgt werden und in die Natur gelangen, vor allem in die Meere. Diese sind von Kunststoffsplittern so übersät, dass täglich Vögel und Fische, welche diese fressen, aufgrund von Magen-Darm-Komplikationen zugrunde gehen. Der Verzicht auf PET-Flaschen würde so einiges für die ohnehin schon aus dem Gleichgewicht geratenen Natur tun, nicht nur für die Gesundheit der Menschen.

    Lasst Euch vom Kapitalismus nicht vorschreiben, was gut oder schlecht ist, denn er kennt keine Ethik. Sein Motor ist einzig und allein Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Mensch, Tier und Natur. Also glaubt auch nicht, was euch die Unternehmen und ihre Lobby in der Politik erzählen, sie lügen oft, um ihr einziges Ziel zu erreichen: Profit und Macht.

    Grüße

  25. Der Templer 9 Jahren ago .Antworten

    Wenn nicht klar ist, ob die PETFlaschen ungesund sind. Warum nimmt man dann nicht lieber wieder Glasflaschen. Die letzten Jahren wurden wir doch mit Plastik überschwemmt. Sind die kompostierbar? Also… weg damit!

    Der Templer

  26. Constantin 9 Jahren ago .Antworten

    Es wundert mich nicht, dass es hier zwei Meinungen gibt. Der BUND warnt zumindest aktuell (März) vor dem PET-Kauf (http://www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/pressemitteilungen/artikel/behoerden-muessen-pet-flaschen-untersuchen-einsatz-hormonell-wirksamer-stoffe-in-lebensmittelverpac)

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht es anders:
    http://www.bfr.bund.de/cd/10011

    Man müsste sich angucken, wer genau hinter den Institutionen steht, ob vielleicht andere Interessen (Lobbys) im Spiel sind. Die Kritik so pauschal abzuschmettern, da macht man es sich zu einfach.

    Und hier noch ein paar Infos aus dem Umweltbrief:
    PET bedeutet Polyethylenterephthalat und und macht Flaschen nahezu unzerbrechlich.
    http://www.umweltbrief.de/neu/html/archiv/Weichmacher.txt

    >>> In Polyethylenterephthalat steckt das Wort Phthalat = Weichmacher. Weichmacher im Kunststoff der PET-Flasche können sich durch UV-Einstrahlung (Sonnenlicht) lösen und ins Getränk gelangen. Obwohl das der Wissenschaft seit Jahren bekannt ist, hat jetzt sogar Granini vollständig auf PET umgerüstet. Und bisher ist noch keine PET-Flasche entwickelt worden, die den Ansprüchen an das Abfüllen von Bier gerecht wird! Auch liegt die Verwertungsquote von PET-Flaschen nur bei 72 Prozent. Lesen Sie dazu auch unsere Wasserinfo
    und im Archiv: Lebensmittelzusätze, Acrylamid, Bleivergiftung, giftige Weichfolien

    >>> Die Produktion von PVC für Flaschen, Fensterrahmen, Kleidung etc. allein in Europa erzeugt genug giftiges Dioxin, um jeden Erdenbürger mit mehr als der jährlich zu ertragenden Maximaldosis zu „versorgen“. Wer profitiert nun eigentlich außer der Mineralöl-Lobby von Flaschen aus Kunststoff?

    Oder noch ein Link zum Thema:
    http://www.sodis.ch/German/Text/T-PETBottles_g.html

    Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass sie in den USA, in Kalifornien glaube ich, sogar Wasser in Flaschen verbieten wollten, da diese zum Teil zig Kilometer Transportweg zurücklegen.

    Es würde sich lohnen, beim BUND noch mal nachzufragen. Die werden ja wohl hoffentlich keine Lügen in die Welt setzen.

    Gruß,
    Constantin

  27. ilona 9 Jahren ago .Antworten

    Lieber Noname, vielen Dank für Deinen Hinweis, der sicherlich überzeugender wäre, wenn Du Dich zu erkennen geben würdest… Grundsätzlich würde ich persönlich dem BUND vertrauen – und Vorsicht ist alle mal besser, als gutgläubige Unvorsichtigkeit. Dass nicht alles so unbedenklich ist, wie uns Verkäufer häufig glauben lassen wollen zeigt sich nicht zuletzt in den „Beratungen“ viele Banken (deren Vertreter mittlerweile in Talkshows sitzen und ohne rot zu werden meinen, dass die Leute doch selbst Schuld sind, wenn sie sich über den Tisch ziehen lassen). Ganz generell sei angemerkt, dass es ohnehin überdenkenswert ist, ob man sich Wasser (Mineralwasser) in Flaschen holen muss. Ich habe neulich in einem Radio-Beitrag gehört, dass wir Deutsche darin zwar Vorreiter sind (in anderen Ländern wird anscheinend viel häufiger normales Leitungswasser getrunken) – dass aber die Qualität des Mineralswassers auch nicht unbedingt besser ist, dafür aber das Abfüllen, der Transport etc. aber eine Unmenge an Energie verbraucht. Dieser Gedanke nur so als Randnotiz…

  28. Noname 9 Jahren ago .Antworten

    Völliger Blödsinn und Volksverdummung. In PET Flaschen werden keine „Weichmacher“ verarbeitet, dies ist technisch überhaupt nicht möglich und zeigt mal wieder wie hier das Volk in Panik und Unsicherheit gestürzt wird.
    Ein Problem gab es diesbezüglich einmal mit sog. Polycarbonat Flaschen, diese sind aber schon seit Jahren nicht mehr im Markt. Im übrigen hat das Bundesgesundheitsministerium ja bereits eine Stellungnahme zu den angeblich „wissenschaftlichen“ Erkenntnissen gegeben, die völlig unhaltbar sind.

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