Der Junge aus dem Märchen "Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen"

Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Angst ist kein guter Begleiter und ein sehr schlechter Ratgeber. Umso wichtiger, sich von ihr nicht vereinnahmen zu lassen. Wie wir mit Furcht und existenziellen Sorgen umgehen und wieder an eine bessere Welt glauben können.

Liegst du auch manchmal nachts wach und merkst, wie dich eine seltsam unkonkrete Angst umfängt? Die Gedanken in deinem Kopf kreisen und du sie kaum zur Ruhe bringen kannst? Ich schon und ich glaube, ich bin nicht allein. Ein Grund dafür ist ganz sicher das, was ich so alles über die Welt erfahre. Und wie. Ilona hat einen sehr interessanten Beitrag über Medienkonsum geschrieben, der bald erscheint. In diesem hier geht es um die Gesellschaft. Um unser aller Ängste und darum, wie Furcht uns miteinander umgehen lässt. Und um die Geschichte eines Jungen, der sich auf den Weg macht, seine Furcht zu ergründen.

Gestern Nacht fiel mir beim Grübeln ein Märchen ein, dass ich vor langer Zeit gelesen habe. „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“. Es ist von den Gebrüdern Grimm und beschreibt die Geschichte eines jungen Mannes, der denkt, er müsse das Fürchten lernen – am Ende aber merkt, dass wahre Angst anders beschaffen ist. Kein Spektakel im Äußeren. Und tatsächlich, das kann ich vorwegnehmen, geht es nicht darum, dass wir unsere Ängste loszuwerden. Sie besiegen. Nein, es geht darum, damit zu leben und sie so einzusetzen, dass sie uns nicht nur dabei hilft, an eine bessere Welt zu glauben, sondern auch dabei, eine zu erschaffen.

Das Märchen ist eine Erzählung über eine innere Reise. Kein Ratgeber, eher eine poetische Einladung, die eigene Angst mit anderen Augen zu sehen.

Die Angst verstehen, nicht besiegen

Ich behaupte gern, ich hätte vor nichts und niemandem Angst. Bei Männern meiner Generation ist das so ein spezielles Ding. Ich habe zwar Jahre als kleiner Junge die wilden 1960er und gefühligen 1970er Jahre miterlebt, aber mal ehrlich: Richtig tiefe Gefühle zu zeigen, oder gar darüber nachzudenken, war nicht die Kernkompetenz der damaligen Mehrheit. Es gab die jungen Progressiven, die mit den verhärteten Strukturen und gebrochenen Herzen ihrer Eltern und Großeltern haderten. Jenen Menschen, die noch immer unter dem Trauma eines Weltkrieges und einer Diktatur litten. Aber nicht darüber sprechen wollten. Es gab neue Einflüsse, Meditation, bewusstseinserweiternde Drogen, neue Musik, neue Verhaltensformen und die Inszenierung der Innenwelt. Aber aus meiner Sicht war das für die meisten kaum relevant. Sie waren mit ihrer neuen Rolle beschäftigt. In der „Marktwirtschaft“ oder im „real existierenden Sozialmus“.

Als ich älter wurde, in den 1980er Jahren, ging es viel um Ängste von Außen. Die Angst vor dem Atomkrieg (den natürlich die anderen anzetteln), vor der Zerstörung der Umwelt, vor Machtmissbrauch in der Politik oder missbrauchte Institutionen. Schon damals. Doch eins war anders als heute, die Grundlage, auf der das alles geschah. Zwei sehr ausgeprägte und weitreichende Perspektiven, die einem halfen, seiner Furcht mit einer gewissen Resilienz zu begegnen: Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass alles besser werden würde. Und ein Grundvertrauen in die Gesellschaft, die Probleme zu bewältigen. Deshalb wurde nicht groß über die Sorgen und Ängste tief in uns gesprochen. Irgendwie galten sie als besiegt und begraben und man richtete seinen Blick lieber nach vorne.

Erst sagte man mir, ich könne alles werden, was ich will. Dann, ich könne alles werden, wenn ich nur meine Interessen verfolge. Dann, ich könne alles werden, wenn ich meine Interessen verfolge und mich besser präsentiere als andere. Und dann, wenn ich mich gegen sie behaupte. Aus dem Versprechen der Selbstverwirklichung wurde mit den Jahrzehnten ein immer brutaleres Gegeneinander. Konkurrenz, Macht und Selbstbehauptung in einem System, das keine Verlierer toleriert. Oder zumindest immer weniger. Die Angst schlich sich ein. Nicht, weil äußere Bedrohungen auf uns lauerten, sondern weil es uns so beigebracht wurde. Und wir das Zutrauen in die Zukunft und in die Gemeinschaft verloren. Und damit in uns selbst …

Angst ist schlauer als man denkt

Angst ist kein guter Begleiter und ein wirklich mieser Ratgeber. Vor allem aber ist sie tückisch, denn sie kennt viele Wege, sich als etwas anderes tarnen. Als Fürsorge („Bloß kein Risiko eingehen“), als Realismus („Es ist sowieso zu spät“ oder Vernunft („Nur ich allein sehe das Problem“). Fatal. In dem Märchen der Gebrüder Grimm wird es als seltsam empfunden, dass der junge Mann noch nie Angst verspürt hat. Geht gar nicht. Also macht er sich auf den Weg und erlebt allerlei, teils recht gruselige, Abenteuer. Er verbringt Zeit bei einem Küster, der ihm als Gespenst erscheint, damit er Angst verspürt; unter sieben Galgen; in einem Schloss voller Geister. Doch das alles hilft ihm nicht weiter.

Aber Angst ist nun mal schlauer, weil sie mehr auf Überraschung, auf persönliche Verwundbarkeit und unvorhersehbare Folgen reagiert als auf inszenierte Situationen. Der Junge weiß nicht, dass er sich vor den Geistern zu fürchten hat. Am Ende lernt er, dass Furcht die Einsicht in Risiken, in Demut vor der Unberechenbarkeit der Welt und das Erfassen eigener Grenzen bedeutet. Und da wird es heikel, denn wie gut sind wir eigentlich heutzutage noch darin? In einer Welt, die uns mit allgegenwärtiger Angst beschallt?

Das Märchen zeigt, dass Furcht kein bloßes Reiz-Reaktions-Muster ist, sondern ein innerer Kompass. Sie ist ein notwendiger und ganz sicher lebensnotwendiger Teil unseres Seins. Es spielt mit der Idee, dass wahre Angst nicht von äußeren Schrecken, sondern unerwarteten Dingen kommt. Was aber, wenn uns alles Angst macht? Wir alles Schlimme erwarten und das permanent? Der Junge sucht nach etwas, das er nicht kennt, und findet es auf unerwartete Weise. Am Ende war es ein Eimer mit kaltem Wasser und zappelnde Fischen darin, die ihm seine Frau im Schlaf über den Körper schüttet. Keine dunkle Geschichte, kein gefährliches Szenario, kein drohendes Ereignis, sondern die direkte Berührung. Der Moment. Das kalte Wasser des Schreckens.

Wenn Funke der Angst überspringt

Wenn ich über meine persönliche Furcht nachdenke, dann habe ich weniger die eingebildeten und echten Gefahren vor mir, sondern die zunehmende Unlust, mich der allgemeinen Angst anzuschließen. Die mich ehrlich gesagt mehr gruselt als die Gefahren. Es ist, als wenn da ein Funke lauert. Begierig, zu mir überzuspringen. Ständig flackert er auf. Und die Reaktionen sind verheerend. So viele Menschen haben Angst um ihr eigenes Fortkommen, aber nicht um die Gemeinschaft. Nicht um die Zukunft, nicht um kommende Generationen, nicht um die Welt. Das ist ein sehr merkwürdiges Gefühl und erzeugt einen fahlen Geschmack. Denn das hat weitreichende Auswirkungen darauf, wie wir alle miteinander umgehen.

Wenn der Funke aufflackert, um mal beim Bild zu bleiben, erinnere ich mich daran, wie sehr ich diese alte Zeit vermisse: Das Gefühl, dass wir es schon schaffen werden und dass wir irgendwie alle zusammengehören, zusammenhalten, zusammen da durch gehen. Klar, schon in den 1990er Jahren hätte ich lernen sollen, dass das „Sozialromantik“ ist. Das die Welt so nicht funktioniert. Aber ehrlich … das glaube ich bis heute nicht. Gäbe es keine Kooperation, wäre das Leben auf diesem Planeten nicht möglich und schon längst zum Scheitern verurteilt. Die Erzählungen vom „Fressen und gefressen werden“, dem „Jeder gegen Jeden“ oder „Die Natur ist grausam“ teile ich nicht. Oder geht es vielleicht allen so und ich denke nur, dass die anderen so ticken? Und sie dasselbe über mich?

Leben ist Kooperation, biologisch in unseren Körpern, sozial in den Gruppen, die wir bilden, in der Tier- und Pflanzenwelt. Alles andere ist, entschuldige, Bullshit. Aber es ist nicht einfach, sich dieses Gefühl zu erhalten. Die Furcht, beginnt in dem Moment, wo wir aufhören daran zu glauben. Genau das macht es so fatal, dass wir uns gesellschaftlich, medial fast nur noch Geschichten der Angst erzählen. Wir sorgen gegenseitig dafür, dass die Hoffnung zu erlöschen droht. Und es kostet unglaublich viel Kraft, dagegenzuhalten. In der Welt, in der wir angekommen sind, nehmen wir uns den Mut, anstatt ihn uns zu geben.

Ist es dann nicht klar, dass wir zögern, ob wir uns für eine bessere Welt einsetzen sollen? Kaum noch an sie glauben können? Lieber schweigen, anstatt für etwas oder jemanden einzustehen? Dass wir Eigensinn vor Gemeinsinn stellen? Und uns deshalb eher allein und klein fühlen, als gegenseitig Kraft zu geben? Nur, weil es uns in der Welt der Konkurrenz vermeintlich einen kleinen Vorteil verschafft?

Aktiv furchtlos sein

Furchtlosigkeit ist ganz bestimmt leichter gesagt als getan. Wir suchen uns ja nicht aus, Angst zu haben und ebenso wenig, darauf zu verzichten. Doch es geht und beginnt mit einem einfachen „Was wäre, wenn …“. Was wäre, wenn wir erkennen, dass die Angst in uns selbst ist und nicht da draußen? Wenn wir nicht alles, was passieren kann, im Kopf zergrübeln? Wir wenigstens genauso häufig an etwas Schönes denken würden? Was, wenn wir das anderen erzählten? Furcht ist ambivalent, sie ist tückisch, aber sie ist auch so flüchtig wie ein Nebel im Sturm. Verschwindet von jetzt auf gleich. Wir können nicht alle ängstlichen Gedanken verbannen, aber wir können uns darin üben, sie als solche zu erkennen.


Ich bin ein alter Mann und ich habe schreckliche Dinge erlebt,
doch das meiste davon ist zum Glück nie eingetreten.

(Mark Twain)


Wenn ich nachts aufwache und etwas geträumt habe, was mich beunruhigt. Daliege und mir die Gedanken und Szenarien durch den Kopf schießen. Über andere und über mich selbst nachdenke. Über das was passieren könnte und was das für mich bedeutet oder die Menschen die mir wichtig sind. Wenn ich Gedanken wälze, versuche ich genau das: aktiv furchtlos zu sein. Und es beginnt immer damit, die Furcht zu zerlegen. Sie auf das natürliche Maß zu schrumpfen, in dem ich mich frage:

1. Was genau fürchtest du eigentlich?

Und wie wahrscheinlich ist es wirklich? Oft sind Ängste vage und übertrieben. Indem ich die konkrete Sorge benenne und realistisch einschätze, wie wahrscheinlich die Ursachen sind, verlieren sie an Macht. Natürlich gibt es große Gefahren und Grund, sich zu sorgen. Doch nicht alles davon ist akut und ich kann nicht alles verhindern. Ich muss meine Möglichkeiten kennen und bereit sein, mich von etwas Last zu befreien.

2. Was kannst du jetzt tun?

Wie gut kann ich mich (und andere) darauf vorbereiten oder davor schützen? Das Gefühl von Kontrolle reduziert Angst. Wir missbrauchen das zwar oft, in dem wir alles kontrollieren wollen. Und das ist gar nicht gut. Aber kleine Schritte helfen uns. Geben uns Sicherheit. Aktives Handeln oder zumindest die Aussicht darauf durchbricht den Grübelkreislauf und stärkt das Selbstvertrauen. Das große Ganze werde ich nicht kontrollieren können (zum Glück), aber vielleicht drei kleine Dinge?

3. Was würdest du jemand anderem raten?

Es klingt simpel. Aber wir sind mit guten Ratschlägen recht schnell bei der Hand, wenn es darum geht, anderen Empfehlungen auszusprechen. Aber bei uns selbst? Also drehe ich es einfach mal um. Was wäre, wenn ich ein Freund oder eine Freundin von mir wäre? Was würde ich mir raten? Ist dir aufgefallen, dass wir oft viel mitfühlender, aber auch rationaler sind, wenn wir anderen einen Rat geben? Diese Frage hilft, mich selbst mit mehr Distanz und Güte zu betrachten.

So kann ich meinen Fokus ändern, meinen Blick auf mögliche, konkrete Handlungen richten und Mitgefühl mit mir selbst zu haben. Und das sind gute Voraussetzungen, um mit der eigenen Furcht umzugehen.

Wohin mit der Furcht?

Es gibt ein Dilemma und das ist nicht gerade klein. Denn wie häufig wacht man morgens auf und geht voller Zuversicht in den Tag. Und dann passiert es, ein Knüppel kommt geflogen. Eine Nachricht, ein falsches Wort von jemanden, der Gedanke an etwas, das einen bekümmert, und schon wird man zurückgeworfen. Die meisten von uns sind nicht besonders gut darin, den Moment zu erkennen, wo es kippt. Aber wir haben viel Talent, unsere Ängste und Sorgen in Wut zu wandeln und dann auf andere zu projizieren. In einer Konkurrenzgesellschaft, werden diese schnell zu Pfeilen, die wir auf andere schießen. Das darf nicht geschehen, denn Furcht und Wut sind wie ein Virus, das sich ausbreitet und immer mehr Menschen infiziert.


Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Angst führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.

(Yoda, Jedi-Meister aus Star Wars)


Nach der verqueren Logik unserer Gesellschaft, müsste ich die Angst bekämpfen, wie alles andere auch. Doch was bedeutet das? Ich würde mich im Kampf erschöpfen, ich würde verdrängen, wo es möglich ist oder alles ganz einfach auf einen anderen projizieren? Eine Gruppe von Menschen, ein Geschlecht, eine Hautfarbe, eine Meinung? Hauptsache, ich muss mich nicht stellen und kann die Furcht auslebe? Sie zur Wut werden lassen? Zu Hass? Da hat Yoda, der weise Jedi-Meister aus Star Wars, Recht: Furcht führt zu unsäglichem Leid, wenn wir nicht wissen, wie wir ihr begegnen. Wenn wir sie unterdrücken, bis sie irgendwann ausbricht.

Also, wohin mit der Furcht? Sie in sich hineinzufressen ist keine gute Idee. Das kann ich sicher sagen. Aber man kann:

  • sie anerkennen: Furcht gehört zum Leben dazu. Sie ist nicht gut oder schlecht. Es kommt darauf an, was wir aus ihr machen. Und sie aus uns. Ich sage mir: „Ich fürchte mich – und das ist in Ordnung. Vielleicht gebe ich ihr auch einen Namen, zum Beispiel: „Den Zukunftszappler“ oder „Den Grummelgroll“. Dir fallen bestimmt noch bessere ein. Aber damit gibst ihr eine Gestalt und sie wird greifbar, und begreifbarer.
  • sie genau benennen: Frage dich nicht nur, was genau du fürchtest, sondern beschreibe es. Die Ursache und auch das genaue Gefühl, das du dabei hast. Wovor genau fürchtest du dich? Schreibe es auf und schon wird es manchmal kleiner, als es sich angefühlt hat.
  • mal kurz durchatmen: Klingt abgedroschen, aber hilft tatsächlich. Atme 3 Sekunden ein und 5 Sekunden aus. Allein schon die kurze Konzentration auf den Atem beruhigt und lenkt den Fokus um. Das kannst du übrigens überall und in jeder Situation tun.
  • trotzdem handeln: Man denkt oft, so lange die Furcht da ist, geht gar nichts. Aber das stimmt nicht. Tue eine kleine Sache, die dich ablenkt. Oder etwas, was dir Angst macht (eine Nachricht schreiben, eine Frage stellen). Nur eine Kleinigkeit und der Erfolg zeigt dir, dass du handlungsfähig bleibst.
  • davon erzählen: Sprich mit jemand anderem über deine Furcht. Es gilt als peinlich, als Schwäche und unangebracht. Aber ganz sicher ist man mit seinen Sorgen und Nöten nicht allein. Vielen gehen ähnliche Dinge durch den Kopf und darüber zu sprechen lässt die Furcht schrumpfen.

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Ich will das Fürchten lernen

Ein wesentliches Mittel der Macht ist die Angst. Immer schon. Wenn wir uns alle fürchten und kopflos handeln, sind wir viel schneller bereit, die Vorgaben und Lösungen anderer anzunehmen. Gerade dann, wenn sie uns ein Wutventil bieten. Etwas, was ich persönlich gar nicht mag. Und noch weniger, wenn jemand ganz bewusst diese Angst erzeugt. Achte mal darauf, welche Menschen über Dinge sprechen, die dir Mut machen und dein Selbstvertrauen stärken. Das Gute in anderen sehen. Und halte dich an sie. Menschen, Organisationen, Parteien, die ihre Macht durch die Erzeugung von Angst und Schrecken erreichen wollen, haben sie nicht verdient. Halte dich fern.

Besonders dann, wenn dir jemand einreden will, dass an deinen Sorgen und Nöten andere Schuld seien. Furcht entsteht zunächst einmal in dir selbst und nur dort allein. Natürlich gibt es Ungerechtigkeit, gegen die wir angehen müssen. Klar. Aber vielleicht eher, in dem wir die Gerechtigkeit stärken und denen, die Intoleranz und Hass verbreiten, nicht folgen. Es ist eine grundsätzliche Wahl, wie wir mit unserer Furcht umgehen: Versuchen wir das zu bekämpfen was uns ängstigt oder das zu stärken, was uns mutig macht. Im ersten Fall, begeben wir uns, wie Yoda erklärt, auf die „dunkle Seite der Macht“ und in dem anderen … ja, in diesem stärken wir das Gute in uns und allgemein. Vielleicht ist es nicht so einfach, nicht so schwarz-weiß, aber probiere es mal aus und achte darauf, wie du dich dann fühlst.

Es ist eine Frage des Blickwinkels. Ich will das Fürchten lernen. Nicht, weil ich nicht weiß, wie es ist Angst zu haben. Sondern weil ich gut darin werden will, trotz meiner Furcht ein guter Mensch zu sein. Ein GOOD REBEL, der sich rebellisch für das Gemeinwohl einsetzt. Denn das ist bereits ein rebellischer Akt, in einer Zeit des Eigennutzes. Mutig zu sein und verantwortungsvoll. Und mit jedem Gedanken und jeder Tat schrumpft meine Angst. Denn ich weiß: Das kann ich tun und das kann ich sein.

Für diesen Text haben wir die KI Lumo von Proton zur Unterstützung bei der Recherche sowie Neuroflash zur Erstellung des Bildes genutzt.

Marek

ist freier Medienmacher und Rebell – ein unbequemer Fragesteller und leidenschaftlicher Geschichtenerzähler. Schon als Kind zog er mit Bleistift und Neugier los, um die Wahrheit hinter den Fassaden zu entdecken. Heute kämpft er gegen die Scheinwelten aus Manipulation, Spaltung und Oberflächlichkeit. Mit rebellischem Geist und klarem Blick berichtet er über die Themen, die unsere Zukunft formen: digitale Freiheit, gesellschaftlichen Wandel, echte Gemeinschaft und lebenswerte Zukunft. Sein Antrieb: Menschen zu inspirieren, zu motivieren und gemeinsam eine bessere Welt zu schaffen.

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