Community Supported Agriculture (c) Markus Walti

Ökologische Selbstversorung per Community Supported Agricultur (CSA)

Die »Community Supported Agricultur« (CSA) oder auch solidarische Landwirtschaft führt in Deutschland bislang ein Schattendasein. Doch das ändert sich. Gemeinschaft + ökologische Landwirtschaft überzeugt immer mehr (Städter).

Was ist Community Supported Agricultur (CSA)?

Die Idee der Community Supported Agricultur (CSA) oder solidarischen Landwirtschaft ist einfach: Eine Gruppe von Menschen finanziert einen Bio-Bauernhof über feststehende Jahres- oder Monatsbeiträge und bekommt von diesem dafür alle Lebensmittel in hoher Bio-Qualität, die sie so braucht. Doch es geht dabei um viel mehr, als einfach nur (relativ) günstig Lebensmittel zu beziehen.

Die Community Supported Agricultur hat nämlich eine ganze Reihe von positiven Nebeneffekten: Zum einen entsteht so eine Gemeinschaft – nämlich die zwischen den Verbrauchern und den Bauern. Das führt auch dazu, dass sich die Konsumenten der CSA-Gemeinschaft viel intensiver mit dem Thema der ökologischen Landwirtschaft beschäftigen, als sie dies normalerweise tun würden. Die meisten Community Supported Agricultur-Projekte bieten deshalb auch neben den Lebensmitteln Seminare und Infoveranstaltungen für ihre Mitglieder an.

 

Die Entkopplung von Preis und Wert

Zum anderen soll die Community Supported Agricultur auch den Preis (in Euro) vom tatsächlichen Wert der ökologischen Landwirtschaft und der Bio-Lebensmittel entkoppeln. Indem die Gemeinschaft der Community Supported Agricultur die wirtschaftliche Verantwortung für den Hof gemeinsam trägt (und sich in diesem Zuge entsprechend über die Arbeits- und Produktionsweise des Bauernhofes informiert), bekennt sie sich auch zur gemeinsamen Förderung der ökologischen Landwirtschaft als Faktor für den Umweltschutz.

Darüber hinaus entsteht somit ein Beispiel für ein alternatives Wirtschaftsmodell: Bei Community Supported Agricultur geht es nämlich um Kostendeckung und nicht um Gewinnmaximierung. Anstatt der anonymen Nachfrage am Markt, bestimmt die Gemeinschaft, welche Produkte sie haben möchte. Mit anderen Worten: Der Mensch steht bei Community Supported Agricultur im Mittelpunkt und nicht der »Markt«.

 

Schwierigkeiten der Community Supported Agricultur

Natürlich gibt es Schwierigkeiten – und zwar die Gleichen, die es bei fast allen Gemeinschafts- und Solidaritätsprojekten gibt: die Menschen und ihr Misstrauen. Laut hofgruender.de erscheint vielen Menschen der Preis für die Mitgliedschaft (etwa 100 bis 150 Euro pro Person und Monat) auf den ersten Blick zu hoch. Dabei würde man viel mehr Geld ausgeben, wenn man Lebensmittel in gleicher Bio-Qualität im Laden kaufen würde. Außerdem fällt es den meisten von uns mittlerweile sehr schwer, sich auf eine saisonal begrenzte Auswahl von Lebensmitteln einzulassen. Und schließlich kommt es – wie in jeder Gemeinschaft – natürlich hin und wieder zu Missverständnissen und Konflikten, die gelöst werden wollen.

Dagegen hilft nur Vertrauen und eine offene Kommunikation. hofgruender.de empfiehlt allen Bauern, die über Community Supported Agricultur nachdenken, viel Sorgfalt auf ein Informations- und Öffentlichkeitsarbeitsprogramm sowie eine transparente Bewirtschaftung zu legen. Gute, persönliche Kontakte sind nach dessen Erfahrung das A und O einer erfolgreichen Community Supported Agricultur-Gemeinschaft.

 

Erfolgreiche Community Supported Agricultur-Höfe in Deutschland

Soweit, so gut. Wer sich nun genauer informieren möchte, muss natürlich wissen, ob es einen entsprechenden Hof in seiner oder ihrer Nähe überhaupt gibt. Im folgenden findet ihr schon mal eine Reihe von Solidarhöfen, die bereits seit vielen Jahren Community Supported Agricultur betreiben. Weitere Informationen und eine umfangreichere Liste von Solidarhöfen findet ihr auch unter www.solidarische-landwirtschaft.org.

Wer Interesse hat, sollte sich vorab auf dem Hof informieren und den Solidarhof am besten einmal besuchen. Wie gesagt, halten die Bauernhöfe in der Regel umfangreiche Informationen bereit. Dort könnt ihr euch auch darüber informieren, wo ihr zum Beispiel die Lebensmittel abholen könnt und was die Mitgliedschaft kostet. In der Regel gibt es für Kinder und Menschen mit geringem Einkommen günstigere Preise. Im Sinne der Gemeinschaft ist es sicherlich, dass ihr euch zunächst genau informiert und euch gut überlegt, ob ihr der Community Supported Agricultur-Gemeinschaft wirklich beitreten wollt. Euer Engagement sollte schließlich langfristig sein.

1// Buschberghof
Ort: 40 km östlich von Hamburg
Gründung: 1988
URL: www.buschberghof.de

2// Kattendorfer Hof
Ort: 35 km nördlich von Hamburg
Gründung: 1998
URL: www.kattendorfer-hof.de

3// Schmitthof
Ort: 30 km von Kaiserlautern
Gründung: 2003
URL: Infos bei hofgruender

4// Hof Hollergraben
Ort: 45 km nördlich von Lübeck
Besonderheit: Bewirtschaftung mit Pferden
URL: www.hof-hollergraben.de

5// Gärtnerhof Entrup
Ort: 12 km nordwestlich von Münster
Gründung: 1999
Besonderheit: Kleine CSA mit Schafhaltung
URL: www.entrup119.de

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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Eine Antwort auf "Ökologische Selbstversorung per Community Supported Agricultur (CSA)"

  1. You do not share facilities and amenities as you would in a hotel.

    This as you can see still sustain their culture, as taking
    care of family is one of their important thing in their culture that has
    been passing through generations. However, the pricing of the two will also be different.

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