Der Jahrestag von Fukushima und was dann in Deutschland los ist

Am Sonntag (11.3.) ist es ein Jahr her. Und schon reden die einen Atomkraft wieder schön (Günter Jauch) und die anderen fördern sie eben im Ausland (Bundesregierung). Es heißt also weiter protestieren! Wir zeigen, welche Möglichkeiten ihr habt, euch für eine saubere Energie einzusetzen.

Günther Jauch moderierte seine Sendung (aus Protest nicht geschaut, falls es jemanden interessiert) damit an, dass angeblich »ganz Deutschland« den Ausstieg aus dem Ausstieg des Ausstiegs bereue… Wohl eher die Lobbyisten. Obwohl die eigentlich ganz zufrieden sein dürften – denn die Bundesregierung fördert die Atomkraft ja immer noch: mit riesigen, aber laut NGOs unsinnigen Bürgschaften für Atomkraftwerke in Brasilien, China, Indien u.v.m.

Es kann also keine Rede davon sein, dass wir uns gemütlich in unseren Sessel zurücklehnen und »die da oben« mal machen lassen können. Nein, wir müssen aktiv werden. Diese Woche bis einschließlich 11.3. ist eine gute Zeit, denn vor und während des Jahrestages des Fukushima-GAUs ist die Aufmerksamkeit für das Thema natürlich groß. Hier eine Übersicht, was ihr so alles Gutes tun könnt, um euren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Welt zu hinterlassen:

Postkarten-Aktion: Ich bin doch kein Atom-Bürger

Schickt eine Postkarte an Merkel und Co., auf der steht, dass ihr die Milliardenbürgschaft der Bundesregierung für den Bau eines Atomkraftwerkes in Brasilien sowie die Anträge für Atom-Bürgschaften aus China, Indien, Finnland und Großbritannien nicht wollt! Eine Aktion von Urgewalt:
http://urgewald.org/shop/protestaktion-ich-bin-doch-kein-atom-b-rger

 

Tragt die Anti-Atom-Sonne

Die Anti-Atom-Initiative .ausgestrahlt ruft dazu auf, den Button-Klassiker anzustecken, die entsprechende Fahne rauszuhängen und die passenden Aufkleber auf Briefkästen, Fahrräder, Autos und was euch so noch zur Verfügung steht, zu kleben. »Rund um den Fukushima Jahrestag soll die Republik Sonne zeigen«, meint sie:
http://bit.ly/yk4odR

 

Demonstrationen am Sonntag

Demonstrationen und Aktionen soll es in 6 Standorten in Deutschland geben. Nämlich in Gronau, Brockdorf, Hannover, bei der ASSE II, in Neckarwestheim und Gundremmingen. Je nach Standort geht es es zwischen 12.00 und 13.30 Uhr los. Eine Übersicht findet ihr unter: http://anti-atom-demo.de/start/aktionsorte/grosse-karte/

 

Protest vor dem Kanzleramt

Am Freitag (9.3.) will Campact vor dem Kanzleramt gegen die »schizophrene Haltung der Bundesregierung zur
Atomkraft« protestieren: Gemeint ist die Hermesbürgschaft für den Bau des Atomkraftwerkes Angra 3 in Brasilien. Geplant ist, dass Menschen in Skelettkostümen – angeführt von einer Schauspielerin mit Merkel-Maske – versuchen, den Atomtod in Form eines großen aufblasbaren Atomkraftwerks ins Ausland zu transportieren. Um 10:15 Uhr geht es los (Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße, Berlin). http://www.campact.de

 

Anti-Atom Proteste in Frankreich und der Schweiz

Auch unsere Nachbarn haben die Nase voll: Franzosen planen eine 235 Kilometer lange Menschenkette zwischen Lyon und Avignon: http://bit.ly/yP1bqB. In der Schweiz ist ein Menschenstrom gegen Atom geplant: Auf einer 6,5 km langen Wanderroute soll es laut taz zum Atomkraftwerk Mühleberg gehen in der Nähe von Bern:http://bit.ly/yk0dOm.

Autor: ilona Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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2 Antworten auf "Der Jahrestag von Fukushima und was dann in Deutschland los ist"

  1. Gabi 7 Jahren ago .Antworten

    und nirgendwo liest man news von tschernobyl. frag mich, ob das nicht irgendwie scheinheilig ist… http://mondamo.de/blog/?p=422

  2. Arianne 7 Jahren ago .Antworten

    Also ich muss sagen, dass bei Manchen seit Fukushima etwas im Kopf kaputt ist 😉 Nicht böse gemeint, ich bin gegen Atomkraft. Aber so schnell aussteigen und sich nicht Gedanken über die Zukunft machen, das ist in meinen Augen etwas falsch.

    Grüße

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