Neuer Ratgeber – kein Gen-Food

Seit einigen Jahren schon informiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit ihrem Ratgeber darüber, warum man keine Lebensmittel essen sollte, die gen-manipulierte Pflanzen in sich haben (meistens über das Tierfutter – das beispielsweise dann eben auch in die Milch oder den Joghurt wandert) – und auch, welche Hersteller keine gen-technisch veränderten Inhaltsstoffe in ihren Produkten haben. Den gibt es nun in einer neuen Auflage – und mit positiven Erkenntnissen…

Seid Anfang des Jahres gibt es übrigens auch ein Label, das Hersteller verwenden können, um anzuzeigen, dass sie Gen-Technik freie Produkte anbieten. Das ist schon mal eine gute Nachricht und hat sicherlich auch mit dem unermüdlichen Kampf der Verbraucher- und Umweltschutzorganisationen zu tun. Greenpeace nimmt auch die Hersteller in seinem neuen Ratgeber noch mal genauer unter die Lupe. Das Fazit: immer mehr Hersteller tendieren zu Lebensmitteln ohne gen-technisch manipulierte Inhaltsstoffe. Das kann man wohl ebenfalls als „Erfolg“ der Verbraucher werten, die mit ihrer seit Jahren ablehnenden Haltung auch die Anbieter in eine entsprechende Richtung bringen.

Zu dem neuen Ratgeber gibt es auch einen mehr oder weniger ansprechenden Film (versucht leider ein bisschen auf TV-Spot zu machen):
[flash]http://www.youtube.com/watch?v=hVu_M7fEFlU&eurl=http%3A%2F%2Fwww.greenpeace.de%2F&feature=player_embedded[/flash]

Herunter laden kann man sich den Ratgeber als PDF auch hier: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/gentechnik/Gentechnikratgeber-2009.pdf

ilona

ist freie Jour­na­lis­tin, Publizistin, Projekt­ma­che­rin und Medienaktivistin. Seit über zehn Jahren schreibt sie Bücher, Blogposts, macht Podcasts, gibt Workshops und hält Vorträge. Zudem begleitet und berät sie öko-soziale Organisationen, Gemeinschaften, Künstler:innen, Kreative und Aktivist:innen bei der ganzheitlichen und nachhaltigen Planung und Kommunikation ihrer Projekte und Bücher.

2 Kommentare

  • Das Thema: Gentechnik soll immer wieder und neu behandelt werden. Je mehr man darüber sprechen wird, desto größeren Wert werden die Hersteller darauf legen, welche Lebensmittel sie produzieren. Ich weiß, dass das alles viel mit Geld zu tun hat, aber es kann nicht zu weit gehen. Es geht schließlich um unsere Gesundheit. Die Hersteller müssen darauf achten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Buchtipp: Gemeinwohl vor Markt

Eine neue Studie mit dem Titel „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ von BUND, Brot für die Welt und Evangelischer Entwicklungsdienst führt (mal wieder)...

Ökologische Kleinbauern fördern

Die Agrarsubventionspolitik in Deutschland und Eurpa ist bekanntermaßen umstritten: Bislang erhalten weniger als zwei Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland rund 1,5 Milliarden Euro...

Die Arena des Tauschens, Borgens und Leihens ist eröffnet

Wir brauchen eine Arena des Tauschens in unserer maßlosen Überflussgesellschaft. Rund 10.000 Gegenstände besitzt ein Europäer im Durchschnitt. Das zumindest behauptet Birte Frey, Autorin...

Ein Lexikon gegen die Sprachmacht der Greenwashing-Mythen

Die Sprachmacht des Greenwashing ist groß. »Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach...