Was es heißt ein Flüchtling zu sein

Mehr als 33 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg und Vertreibung, so der Weltflüchtlingsbericht (2006). Davon haben fast 12 Millionen Menschen ihr Land verlassen, um in Sicherheit zu gelangen (und heißen dann Flüchtlinge), etwa 21 Millionen fliehen innerhalb ihres Landes vor Kämpfen und ähnlichem (sie gelten als Vertriebene). Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag und die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ macht anlässlich dieses Tages in besonderer Weise auf die Not dieser Menschen aufmerksam.

In einer Open-Air-Ausstellung kann man vom 19. Juni bis zum 12. Juli ein „echtes“ Flüchtlingslager  in Frankfurt am Main (Carlo-Schmid-Platz, Bockenheimer Warte) besichtigen. Die Organisation will auf diese Weise vermitteln, wie es ist, von heute auf morgen seine gesamte Existenz hinter sich lassen zu müssen – um sich ein Lager mit Zehntausenden anderer Flüchtlinge zu teilen, sich mit 50 bis 100 fremden Menschen eine Latrine teilen zu müssen oder mit fünf Litern Wasser täglich auskommen zu müssen.

Mitarbeiter berichten über ihre Arbeit

  1. Anja Braune schreibt aus Peshawar im Nordwesten Pakistans, wo Ärzte ohne Grenzen vor einem halben Jahr mit der Arbeit in einem Vertriebenenlager begann.
  2. Der Krankenpfleger Thomas Prochnow berichtet von der schwierigen Lage der Vertriebenen in Kolumbien.
  3. Und  Logistiker Alexis Moens erzählt, wie ein Großeinsatz beim schlimmsten Meningitis-Ausbruch in Niger seit langem ablief.

Weitere Infos unter: www.aerzte-ohne-grenzen.de

ilona

ist freie Jour­na­lis­tin, Publizistin, Projekt­ma­che­rin und Medienaktivistin. Seit über zehn Jahren schreibt sie Bücher, Blogposts, macht Podcasts, gibt Workshops und hält Vorträge. Zudem begleitet und berät sie öko-soziale Organisationen, Gemeinschaften, Künstler:innen, Kreative und Aktivist:innen bei der ganzheitlichen und nachhaltigen Planung und Kommunikation ihrer Projekte und Bücher.

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