Fairteiler in Onkel Jo sein Laden

Fairteiler für gerettete Lebensmittelmittel

Rund 80 kg Lebens­mit­tel schmeißt jeder von uns jähr­lich fort. Gro­ße Ver­schwen­dung. Die Initia­ti­ve Food­s­haring Hagen rich­tet des­halb Fair­tei­ler­stel­len ein. Zum Bei­spiel in »Onkel Jo sein Laden«.

Gegen die Verschwendung

Die Initia­ti­ve Food­s­haring (Lebens­mit­tel tei­len) kämpft seit gut fünf Jah­ren deutsch­land­weit gegen den Ver­schwen­dungs­wahn­sinn. Jetzt auch in Hagen. Im Som­mer hat sich die Grup­pe „Food­s­haring Hagen“ gegrün­det – am Valen­tins­tag wur­de die zwei­te Fair­tei­ler­stel­le in der Wie­der­her­stell-Bar in Wehring­hau­sen eröff­net.

Fairteiler in Onkel Jo sein Laden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Onkel Jo sein Laden steht ein Kühl­schrank…

Seit Anfang an mit einem Kühl­schrank dabei, der als Fair­tei­ler dient: »Onkel Jo sein Laden«. Dort kann man nicht nur fair gehan­del­te und nach­hal­tig pro­du­zier­te Mode, Schu­he und Taschen kau­fen, son­dern auch Lebens­mit­tel ret­ten und natür­lich auch abge­ben.

20-30 akti­ve Food­s­ha­rer sind mitt­ler­wei­le in der Grup­pe orga­ni­siert und auch bei den regel­mä­ßi­gen Tref­fen dabei.

Das Geldspiel

Das Min­dest­halt­bar­keits­da­tum (MHD) ist für die „Food-Saver „(Lebens­mit­tel-Ret­ter) kein Pro­blem. „Wenn es auf dem Pro­dukt ange­ge­ben ist, rich­ten wir uns nach dem Ver­brauchs­da­tum. Und gekühl­te Joghurts, die das MHD um weni­ge Tage über­schrit­ten haben, kön­nen durch­aus noch geges­sen wer­den“, ver­si­chert die Spre­che­rin und emp­fiehlt, ein­fach auf die eige­nen Sin­ne zu ach­ten.

Auch Bir­git Olek-Flen­der von der Hage­ner Ver­brau­cher­zen­tra­le bestä­tigt, dass Lebens­mit­tel mit abge­lau­fe­nem MHD wie Milch und Käse mit ent­spre­chen­dem Hin­weis durch­aus wei­ter­ver­kauft wer­den kön­nen. In Metro­po­len und Stu­den­ten­städ­ten hat die „Foodsharing“-Bewegung mitt­ler­wei­le zahl­rei­che Anhän­ger. „Der Händ­ler hat aller­dings eine erhöh­te Sorg­falts­pflicht und muss über­prü­fen, ob die Ware tat­säch­lich noch ein­wand­frei ist“, betont Olek-Flen­der.

Fairteiler in Onkel Jo sein Laden

 

… bis oben hin voll mit geret­te­ten Lebens­mit­teln

Die Folge

Die meis­ten Händ­ler scheu­en noch den Auf­wand und ent­sor­gen die Pro­duk­te lie­ber. „Sie könn­ten die­se aber wei­ter ver­kau­fen, eine gesetz­li­che Frist, wie lan­ge dies gesche­hen darf, exis­tiert nicht“, bringt es die Bera­te­rin auf den Punkt.

Wir fin­den, dass noch viel mehr Läden sol­che Fair­tei­ler­stel­len ein­rich­ten soll­ten. So wäre viel­leicht mal in jeder Stra­ße zumin­dest ein Laden denk­bar, der nicht nur Lebens­mit­tel umlie­gen­der Super­märk­te ent­hal­ten müss­te. Wie wäre es, wenn wir noch gut erhal­te­ne Lebens­mit­teln ein­fach dort abgä­ben wür­den, damit ande­re Men­schen davon etwas haben? Zum Bei­spiel vor dem Urlaub, wenn wir zu viel ein­ge­kauft haben oder ein­fach so, damit alle genü­gend haben?

Links zu Projekt und Laden:

Autor: Marek Als kleiner Junge lief ich immer mit einem Bleistift in der Hand herum und fragte die Menschen in meiner Umgebung Löcher in den Bauch. Denn genauso stellte ich mir einen Reporter vor: wie einen Detektiv mit Schreibblock... Auch heute noch versuche ich gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anzutreten – so wie meine Helden von damals. Und das Projekt „Für eine bessere Welt“ ist ein wichtiger Teil dieser Arbeit.
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2 Antworten auf "Fairteiler für gerettete Lebensmittelmittel"

  1. Eva
    Eva 3 Wochen ago .Antworten

    Sehr schö­ner Bei­trag:-)
    Heu­te Food gesaved zum ers­ten Mal !
    Aus wun­der­bar rei­fen Toma­ten mit mei­nem Vit­amix und lecke­ren Gewür­zen vega­ne Toma­ten­so­ße ein­ge­kocht.
    Mor­gen gibt es Schwarz­wur­zeln, Zuc­chi­ni geschnib­belt und eingefroren.…Die Lebens­mit­tel sind frisch und müs­sen eben nur schnell ver­ar­bei­tet wer­den oder ein­ge­fro­ren! Im Laden ärge­re ich mich immer über unrei­fe Toma­ten und ich bin geschockt, was alles weg­ge­schmis­sen wird, so trau­rig !

  2. Johann
    Johann 1 Monat ago .Antworten

    Scha­de nur wenn das Gesund­heits­amt dem gan­zen einen Strich durch die Rech­nung macht und mit so vie­len und teil­wei­se abso­lut unver­ständ­li­chen Auf­la­gen belegt (bsp. eine Lis­te ALLER geret­te­ten Lebens­mit­tel, am bes­ten noch mit Char­gen­num­mer), das eine ver­nünf­ti­ge Arbeit nur mit extre­men Mehr­auf­wand durch­führ­bar ist.

    Ein Fair­tei­ler, wie oben im Bild zu sehen, wur­de vom Gesund­heits­amt unter­sagt und ist damit His­to­rie.
    Fehlt hier doch schließ­lich der glä­ser­ne Spuck­schutz für die Bro­te u.a.

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