09 Okt 2008

Audio-Interview // Erwin Wagenhofer über die Finanzwirtschaft und ihre Krise

26 Kommentare Interviews

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AUDIO. Der öster­rei­chi­sche Autor und Fil­me­ma­cher ist durch sei­nen Doku­men­tar­film »We feed the World« bekannt gewor­den. Nun gibt es einen neuen aus sei­ner Hand, in dem er sich mit dem höchst aktu­el­len Thema der inter­na­tio­na­len Finanz­märk­ten aus­ein­an­der setzt: »Let’s make MONEY«. Wir spra­chen mit ihm dar­über, was ihn zum Fil­men brachte, was er mit sei­nen Fil­men bewir­ken will, wel­chen Pro­bleme wir uns gegen­über sehen – und wel­che Lösun­gen es geben könnte.

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Hier geht’s zum Audio-Interview!

Über Erwin Wagen­ho­fer: Wagen­ho­fer war von 1983 bis 87 frei­schaf­fen­der Regie- und Kame­raas­sis­tent bei diver­sen ORF-Produktionen. Seit 1987 ist er frei­schaf­fen­der Autor und Fil­me­ma­cher. Außer­dem war er zwi­schen 1995 und 2000 Lehr­be­auf­tra­ger an der Donau­uni­ver­si­tät in Krems und seit 2002 Lehr­be­auf­trag­ten an der Uni­ver­si­tät für ange­wandte Kunst in Wien.

Sein bis­her erfolg­reichs­tes Film­pro­jekt ist der im Jahr 2005 erschie­nene Doku­men­tar­film »We Feed the World«, der von der zuneh­men­den Indus­tria­li­sie­rung der Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­tion han­delt und ein kri­ti­sches Auge auf die Rolle der EU und ihre Agrar­po­li­tik in die­sem Zusam­men­hang wirft. Nun kommt sein neuer Film Let’s make MONEY in die Kinos. Der Film doku­men­tiert die Geld­ströme im glo­ba­len Finanzsystem.

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Quelle:
Offi­zi­elle Film-Website: www.lets-make-money.info
Offi­zi­el­les MySpace-Profil: www.myspace.com/letsmakemoney_derfilm
Offi­zi­elle Youtube-profil: www.youtube.com/letsmakemoneyfilm

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Geschrieben von
Die Welt erkunden und darüber berichten ist meine Leidenschaft. Seit über 10 Jahren tue ich dies nun als Jornalistin, Autorin und Bloggerin: ich schreibe, filme, fotografiere und mache Podcasts. Am liebsten natürlich für eine bessere Welt!
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26 Antworten to “Audio-Interview // Erwin Wagenhofer über die Finanzwirtschaft und ihre Krise”

  1. AntwortenAndreas Klement says:

    Sg Herr Wagenhofer,

    per­fekt, per­fekt!! Danke!! Sie öffnen Türen für Men­schen, die da noch nicht drü­ber nach­ge­dacht haben, woher denn all die ver­spro­che­nen Ren­di­ten kom­men.
    Und woher der Hun­ger in der Welt kommt.
    Sehr mutig, und sehr weise vor­aus­ge­se­hen.
    Ich bitte Sie, weiterzumachen.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Ing. Andreas Klement

  2. AntwortenValentina Holub says:

    Sehr geehr­ter Herr Wagenhofer,

    Ich danke Ihnen für die­sen Film und Ihre exzel­lente Arbeit.

    Nach dem ich den Film gese­hen habe ver­su­che ich mit den Men­schen dar­über zu spre­chen
    und stelle fest ‚wie ahnungs­los einige von Ihnen sind, wo sie wirk­lich leben.
    Ich werde aus­ge­lacht und sogar beschimpft ‚dass der Film mani­pu­liert sei und kann nicht stimmen.

    Das erschre­ckendste für mich ist ‚dass die­sen Wahn­sinn mit Steu­er­gel­der finan­ziert wird .
    Die Poli­ti­ker wis­sen es ‚die Pro­feso­ren wis­sen es und , und ‚und.….….….….…..

    Mit bes­ten Grü­ßen
    Valentina

  3. AntwortenNibiru says:

    Ich habe ihn jetzt auch gesehen…

    Er kommt genau zur rich­ti­gen Zeit und hilft viel­leicht, dass die­ses wich­tige Thema nicht wie­der in der Ver­sen­kung der Tages­presse verschwindet.

    Grüße,
    Nibiru

  4. AntwortenValentina Holub says:

    Sg Herr Wagen­ho­fer,
    ich möchte den Film nach Ame­rika sen­den dort habe ich viele Freunde ‚die den Film unbe­dingt sehen wol­len. /ich habe dar­über geschrie­ben »BEST FILM FOREVER« ./
    Bitte um Ihre Hilfe,
    haben Sie schon den Film in DVD For­mat und kann ich den Film jezt kau­fen und nicht in sechs Mona­ten
    wie ich von der Ver­leih­firma infor­miert wurde?

    Liebe Grüße
    Valentina

  5. AntwortenRoland K. says:

    Sehr geehr­ter Herr Wagen­ho­fer,
    end­lich wird diese The­ma­tik klar dar­ge­stellt. Ein Film, der auch in die Schu­len gehört. Wann wird den Mäch­ti­gen die­ser Welt end­lich kar, welch gefähr­li­ches Spiel sie spie­len.
    Wann wird die­ser Welt klar wel­ches Spiel vor allem die ame­ri­ka­ni­schen Macht­ha­ber (nicht das kurz gehal­tene ame­rik. Volk) mit dem Rest der Welt spie­len.
    Nur wenn Geld im Umlauf ist, haben alle Men­schen in die­ser Welt etwas davon.
    Machen Sie wei­ter so.

    Viele Grüße
    Roland K.

    Wann

  6. AntwortenWalter says:

    Hallo Herr Wagenhofer!

    Vie­len Dank erst­mal für den exzel­len­ten Film und die aus­drucks­starke Kame­ra­füh­rung!
    Ich habe es sogar geschafft 9 Freunde ins Kino mit­zu­schlep­pen und etwas für diese The­ma­tik zu sen­si­bi­li­sie­ren - die meis­ten von Ihnen waren sich bis­her über die Trag­weite die­ses Sys­tems nicht wirk­lich bewusst. Man fühlt zwar irgend­wie im Unter­be­wußt­sein, daß etwas nicht stimmt, kann es aber nicht klar for­mu­lie­ren oder defi­nie­ren. Sich auch die Zeit zu neh­men und zu hin­ter­fra­gen ver­langt eben etwas Selbsin­itia­tive. Mir selbst war das ganze Getue um Glo­ba­li­sie­rung, Schul­den, 3.Welt-Verarmung, Kriege, Kli­ma­wan­del, Gen­tech­nik etc. eigent­lich auch bis­her ein Rät­sel - man sollte doch mei­nen das der »nor­male« Mensch nur genug Arbeit, ent­spre­chen­den Lohn hier­für und in Frie­den leben möchte. Lei­der krie­gen aber einige Wenige in die­sem Spiel den Rand nicht voll - der Mehr­heit der Men­schen unter­stelle ich grund­sätz­lich die soziale Ver­ant­wor­tung.
    Vor ca. 2 Jah­ren bin ich zufäl­lig auf sog. »alter­na­tive Medien« im Inter­net gesto­ßen. Seit­dem hat sich meine Ein­stel­lung gegen­über Bericht­er­stat­tung in den »offi­zi­el­len Medien« grund­le­gend geän­dert. Auch die Art der The­ma­ti­sie­rung in Rund­funk, Fern­se­hen und Print­me­dien sehe ich in einem ganz ande­ren Licht. Man muß sich heute bei Allem immer fra­gen: Qui bono - wem nützt es?. Lei­der beherrscht das Thema Geld prak­tisch Alles und die­sem Göt­zen wird auch jede Über­zeu­gung geop­fert. Wenige stel­len sich dage­gen - gerade da macht ein sol­cher Film in der sons­ti­gen hei­len Blockbuster-Kinowelt doch Hoff­nung. Das Kino war ges­tern sicher zu 80% belegt - hätte ich so nicht erwar­tet!!
    Mei­nes Erach­tens liegt das Grund­pro­blem der gesam­ten Misere am Geld­sys­tem selbst, wel­ches spe­zi­ell in Ame­rika durch das geschaf­fene pri­vate Zen­tral­ban­ken­sys­tem und den in Europa und Japan eben­falls instal­lier­ten Zen­tral­ban­ken einen unge­zü­gel­ten glo­ba­len Geld­fluß ermög­licht. Des­wei­te­ren führt die Art der Geld­schöp­fung des zins­ba­sier­ten Gel­des zu einem immer grö­ßer wer­den­den Ungleich­ge­wicht in der Güter­ver­tei­lung. Bei­spiel aus Öster­reich - 1 % der Bevöl­ke­rung besitzt 1/3 des gesam­ten Ver­mö­gens im Land, und das in einem Sozialstaat!!

    Es wäre schön wenn es viel­leicht einen Nachfolge-Film geben würde, sozu­sa­gen Lets make money - reloa­ded. Hier könnte man gezielt auf die Zins­pro­ble­ma­tik ein­ge­hen und hier­auf basie­rend viel­leicht Lösungs­an­sätze zei­gen, wie es sie sogar in der Zwi­schen­kriegs­zeit in Öster­reich unter dem »Wun­der von Wörgl« gege­ben hat. Wich­tigste Vor­den­ker die­ses umlauf­ge­si­cher­ten Gel­des wie Sil­vio Gesell und Irving Fis­her könn­ten so einen Kon­tra­punkt zu der der­zei­ti­gen neo­li­be­ra­len Keyne­sia­ni­schen »Unkul­tur« setzen.

    Viele Grüße
    Walter

  7. AntwortenReinhard Schaupeter says:

    Kom­men­tar zum Film »Let‘s Make Money«

    Linke als Erfül­lungs­ge­hil­fen des Neo­li­be­ra­lis­mus: Let’s Make Money

    Was in dem Film »Let’s Make Money« zuun­recht ganz uner­wähnt bleibt, ist die Tat­sa­che, daß der wis­sen­schaft­li­che Neo­li­be­ra­lis­mus seine theo­re­ti­schen Ent­würfe allein nur unter der Mit­hilfe von Lin­ken in poli­ti­sche Pra­xis hatte umset­zen kön­nen. Und solange eine Unter­su­chung über die Gründe für diese, auch gegen­wär­tig immer noch anhal­tende Mit­hilfe wegen des Unwil­lens lin­ker Theo­re­ti­ker zur Selbst­kri­tik wei­ter­hin ver­hin­dert wird, bleibt solch eine Kri­tik am welt­wei­ten Krisen- und Aus­beu­tungs­sys­tem, wie sie im Film mit Unter­stüt­zung von Rüge­mer, Huff­schmid und Scheer vor­ge­tra­gen wird, unglaub­wür­dig und daher unwirksam.

    Ein argu­men­ta­ti­ver Ansatz zu solch einer Unter­su­chung über die Gründe lin­ker Mit­tä­ter­schaft wird in dem Auf­satz »Die Linke und ihr Pro­blem mit der Abwick­lung des Sozi­al­staats« unter der fol­gen­den Adresse u.a. auch angeboten:

    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=1487&Itemid=130

    Für mich wäre es inter­es­sant zu erfah­ren, ob auch Erwin Wagen­ho­fer von die­ser Anmer­kung Kennt­nis bekom­men wird, ob er die­sen von mir genann­ten Sach­ver­halt bereits vor­her gekannt hatte und warum er ihn im Film unbe­rück­sich­tigt ließ.

    Inso­fern hätte ich auch ganz gern seine per­sön­li­che email-Anschrift, um ihn dies alles sel­ber fra­gen zu können.

  8. AntwortenSchaupeter says:

    Sehr geehrte Redak­tion die­ser Web­site, sehr geehrte LeserInnen,

    weil es bereits vor­kam, daß der Arti­kel »Erfül­lungs­ge­hil­fen. Die Linke und ihr Pro­blem mit der Abwick­lung des Sozi­al­staats« wegen eines Hacker-Angriffs unter dem von mir ange­bo­te­nen Link nicht mehr zu fin­den war, erlaube ich mir, Ihnen zwei wei­tere, bis­her gül­tige Adres­sen des Arti­kels zu nen­nen, und zwar nach qua­li­ta­ti­ver Überein­stim­mung mit der Ori­gi­nal­vor­lage des Tex­tes in abstei­gen­der Reihenfolge:

    http://www.netzwerk-linke-opposition.de/cms/content/view/264/163/

    http://gew-hamburg.de/hlz/080905/debatte.htm

    MfG,
    Rein­hard Schaupeter

  9. Antwortenmarek says:

    Hallo Herr Schaupeter,

    nur auf den ers­ten Blick halte ich Ihre Betrach­tung für gut nach­voll­zieh­bar, allein wenn ich daran denke, das unter der Rot/Grün-Regierung hier bei uns eine Libe­ra­li­sie­rung der Finanz­märkte durch­ge­setzt und hoch­spe­ku­la­tive Hedgefonds/Leerverkäufe zuge­las­sen wer­den. Auf den zwei­ten Blick ist - mei­ner Mei­nung nach - die Ein­tei­lung als sol­che nicht mehr zeitgemäß.

    Wenn man sich welt­weit die Übel­tä­ter mal anschaut, ob das die Kon­ser­va­ti­ven in den USA, Ita­lien, Deutsch­land etc. sind, oder die Macht­ha­ber in China, Russ­land, Nord­ko­rea usw. - die Trenn­li­nie des Ver­hal­tens ist schon lange nicht mehr in schwarz und weiß auf­teil­bar. Wenn man zudem mal einen Blick auf die Sys­tem­theo­rien der neo­kon­ser­va­ti­ven Think Tanks wirft und die Ergeb­nisse mit sozia­lis­ti­schen oder gar kom­mu­nis­ti­schen Gebil­den ver­gleicht, dann ist letzt­lich kein Unter­schied mehr mit blo­ßem Auge aus­zu­ma­chen. So ist z.B. zen­tra­li­sierte (Entscheidungs-)gewalt kein Pri­vi­leg einer poli­ti­schen Kaste, son­dern ledig­lich macht­po­li­tisch ergründ­bar. Tota­li­täre Struk­tu­ren nei­gen zum Zen­tra­lis­mus (was ja logisch ist) - egal ob sie links oder rechts stehen.

    Ich würde die Regie­rung Schrö­der, wie auch die SPD, nicht als links durch­wirkt ver­ste­hen. Wer jedoch heute die Welt in die Kate­go­rien links und rechts auf­teilt, läuft Gefahr, einen viel wesent­li­che­ren Pro­zess zu unter­stüt­zen: Die Spal­tung inner­halb einer Gesell­schaft! Eine sol­che Defi­ni­tion ergibt eine Lager­phi­lo­so­phie, die von einer drit­ten Kraft wun­der­bar medial und poli­tisch aus­ge­nutzt wer­den kann. Diese wird zum »lachen­den Drit­ten«. Ich denke man kann davon aus­ge­hen, dass den Poli­ti­kern die Auf­tei­lung selbst voll­kom­men schnuppe ist.

    Ich erkenne hier zwei Arten von Denk­schu­len: Die eine hält es für pro­bat, so viel wie mög­lich an Geld anzu­häu­fen, um dann von dem Wohl­stand abzu­ge­ben (so die Theo­rie), die andere will die Ver­tei­lung, bis es bei allen ankommt (auch eine Theo­rie). Die einen sagen sich, wenn es mir gut geht, dann kann ich was abge­ben, die ande­ren sagen, wenn jeder jedem abgibt, dann kommt es auch bei mir an. Beide Theo­rien haben poli­ti­sche Sys­teme her­vor gebracht, eli­täre Phi­lo­so­phien und Gesell­schafts­kon­strukte etc. - aber keine hat sich letzt­lich lange gehal­ten. Kein Sys­tem - Kapi­ta­lis­mus oder Kom­mu­nis­mus - funk­tio­niert wirk­lich, keins hat sich in der Pra­xis bewährt, da immer die Grund­ei­gen­schaf­ten des Men­schen im Wege standen.

    Der Mensch ist in der Theo­rie ein edel­mü­ti­ges Geschöpf, doch in der Pra­xis ver­sa­gen auch die sinn­volls­ten Staats- und Gesell­schafts­mo­delle, da sie vom Eigen­nutz man­cher aus­ge­he­belt wer­den. Ob sie ihr Sys­tem nun als links oder rechts ver­kau­fen, spielt mei­nes Erach­tens über­haupt keine große Rolle.

    Wenn wir uns in der Gesell­schaft auf­spal­ten und gegen­ein­an­der auf­brin­gen las­sen, dann wer­den wir zu leicht steu­er­ba­rem Hand­fut­ter für die­je­ni­gen, denen poli­ti­sche Ideo­lo­gien voll­kom­men unwich­tig sind. Denn sie nut­zen diese ledig­lich aus stra­te­gi­schen Gründen…

    Der Film zeigt ledig­lich, wie sich unge­brems­ter Ego­is­mus glo­bal auswirkt.

    Viele Grüße,
    Marek

  10. AntwortenSchaupeter says:

    Hallo Marek,
    Dein Ergeb­nis­satz »Der Film zeigt ledig­lich, wie sich unge­brems­ter Ego­is­mus glo­bal aus­wirkt.« hört sich ja wenig dif­fe­ren­zie­rend und wenig theo­re­tisch begrün­det an! Bleibt es dabei oder möch­test Du dazu etwas nachliefern?

    Würde der Film tat­säch­lich nicht mehr als das von Dir oben genannte zei­gen, dann sprä­che dies nicht für ihn.

    Schau­pe­ter

  11. Antwortenmarek says:

    Hallo Rein­hard,

    natür­lich wid­met sich der Film der The­ma­tik dif­fe­ren­zier­ter . Aber ich sehe ihn auch in einer Tra­di­tion ähnli­cher Filme, die sich ganz grund­sätz­lich mit der Frage aus­ein­an­der­set­zen, was mensch­li­cher Ego­is­mus für selt­same Blü­ten treibt. Bei dem letz­ten Wagenhofer-Film »We feed the World« war es ja im Grunde das selbe Kern­pro­blem, nur ging es hier um die Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie. Ich würde also nicht von mei­nem Fazit auf Dei­nen Anspruch schlie­ßen. Der Film ist wirk­lich sehr sehenswert!

    Mein Ergeb­nis­satz bedarf - denke ich - auch kei­ner theo­re­ti­schen Begrün­dung mehr, da wir die­sen ja in der Pra­xis erle­ben. Mei­ner Mei­nung nach wer­den Theo­rien ohne­hin über­wer­tet, wenn es um die­je­ni­gen Pro­bleme geht, die einen zum Han­deln, zur Pra­xis ver­pflich­ten. Die theo­re­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung führt häu­fig zu einer Sys­tem­frage und dahin­ge­hend zu der Gret­chen­frage, ob sich der Mensch oder das Sys­tem zu ändern habe. Für mich (!) ist ein Sys­tem immer Aus­druck mensch­li­cher Ver­hal­tens­nor­men, wel­che sich dann eta­blie­ren, wenn sie den Kern­mo­ti­va­tio­nen ent­spre­chen, sprich: ein aggres­si­ver Kapi­ta­lis­mus - aber auch ein rigi­des poli­ti­sches Sys­tem - funk­tio­nie­ren, da sie auf der mensch­li­chen Nei­gung nach Besitz, Macht und Rudel­bil­dung basie­ren. Da ist es zunächst ein­mal ganz gleich, wel­che Melo­die hier gesummt wird.

    Übri­gens könnte ja die von Dir monierte Ursa­che für den theo­r­e­thi­schen Neo­li­be­ra­lis­mus, den Du ja nach »links« ver­weist, ebenso das Ergeb­nis rein theo­re­ti­scher, poli­ti­scher Ambi­tio­nen sein. Alles spricht zumin­dest dafür. Wenn wir mal anneh­men, dass es so ziem­lich egal ist, wel­che Par­tei an der Macht ist, da eher Strip­pen­zie­her im Hin­ter­grund die poli­ti­sche Weg­stre­cke vor­ge­ben, dann wäre die Gefahr also eher in die­ser über­par­tei­li­chen Durch­set­zung mark­wirt­schaft­li­cher Theo­rien gege­ben, als in der Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit selbbst. Oder glaubst Du, dass uns diese Wirt­schafts­phi­lo­so­phie erspart geblie­ben wäre? Mal abseits davon: Das diese Theo­rie ledig­lich adap­tiert, aber nicht am »roten-grünen Tisch« der Regie­rung Schrö­der entstand.

    Kurzum: Ich halte nicht so viel von der Über­theo­re­ti­sie­rung, da selbst die bes­ten Kon­zepte meist an der Pra­xis schei­tern. Und jeder der seine Inter­es­sen durch­set­zen will, hat natür­lich immer auch eine pas­sende Theo­rie zur Hand. Die trei­bende Kraft der Wirt­schaft und ihr Ein­fluß auf poli­ti­sche Rah­men­hand­lun­gen, Gesetze und Ent­schei­dun­gen ist weder links noch rechts, und schon gar nicht par­tei­lich. Die­sen Leu­ten ist das poli­ti­sche Sys­tem egal, Haupt­sa­che sie kön­nen ihre Vor­stel­lun­gen ver­wirk­li­chen. Warum wohl sind so viele Wirt­schafts­ver­tre­ter so ent­zückt von dem chi­ne­si­schen Sys­tem… weil sie dort eine Gesell­schaft vor­fin­den, die sich aus »opti­ma­len Kon­su­men­ten« zusam­men setzt, ohne das es gleich­zei­tig eine Gewich­tung der Inter­es­sen die­ser Men­schen gibt. Wenn es nach die­sen Wirt­schafts­ver­tre­tern ginge, dann wäre ein sol­ches Sys­tem am bes­ten für das Geschäft, also zur Durch­set­zung ihrer ego­is­ti­schen Motive.

    Ich wün­sche mir eine Zeit, wo wir uns als Bevöl­ke­rung hier nicht mehr aus­ein­an­der divi­die­ren, und nicht mehr in irgend­wel­che poli­ti­schen Sys­tem­theo­rien assi­mi­lie­ren las­sen, son­dern mal hin­ter den Vor­hang gucken und erken­nen, dass die Draht­zie­her für die Unge­rech­tig­keit in der Welt abso­lut apo­li­tisch sind…

    Grüße,
    Marek

  12. AntwortenSchaupeter says:

    Hallo Marek,

    mit Dei­ner Ver­mu­tung über, »den theo­r­e­thi­schen Neo­li­be­ra­lis­mus, den Du ja nach “links” ver­weist«, liegst Du, zumin­dest bei mir, ganz falsch. Weder moniere ich seine Ursa­che (wel­che auch immer Du damit gemeint haben könn­test), noch ver­weise ich ihn nach links. Nur daß er »seine theo­re­ti­schen Ent­würfe allein nur unter der Mit­hilfe von Lin­ken in poli­ti­sche Pra­xis hatte umset­zen kön­nen«, schrieb ich.

    Außer­dem würde sich der Herr Fried­rich August von Hayek (wenn er noch lebte) bei Dir sicher­lich gerne für Deine Leicht­gläu­big­keit bedan­ken, wenn Du schreibst: »Kurzum: Ich halte nicht so viel von der Über­theo­re­ti­sie­rung, da selbst die bes­ten Kon­zepte meist an der Pra­xis schei­tern.«, weil sie (Deine Leicht­gläu­big­keit) ihm und sei­nen Mit­strei­tern sehr zugute käme. Denn seine Erfah­run­gen mit der Umset­zung theo­re­ti­scher Kon­zepte in poli­ti­sche Pra­xis, unter der Bedin­gung wei­test­ge­hen­der Unin­for­miert­heit der Masse, waren für ihn durch­aus positive.

    Wir soll­ten, da es sich bei unse­rer Dis­kus­sion inzwi­schen kaum noch um Kom­men­tare zum Film “Let‘s Make Money” han­delt, es Ande­ren über­las­sen, sich hier zu äußern.

    MfG,
    Schaupeter

  13. Antwortenmarek says:

    Hallo Rein­hard,

    ja, Du hast Recht: Es betrifft nicht mehr den Film direkt. In dem Inter­view hat Herr Wagen­ho­fer als ein grund­sätz­li­ches Pro­blem genannt, dass wir uns nicht nur in einer welt­wei­ten Finanz- son­dern auch in einer Gesell­schafts­krise befin­den. Und diese kann man tat­säch­lich weder links noch rechts ver­or­ten. Ich glaube aber, dass sich Herr Wagen­ho­fer freuen würde, wenn er wüsste, dass wir hier dis­ku­tie­ren. Das ist doch das beste was einem Film wie die­sem pas­sie­ren kann.

    Bei mei­nem Ver­weis auf Dein Zitat: »…ist die Tat­sa­che, daß der wis­sen­schaft­li­che Neo­li­be­ra­lis­mus seine theo­re­ti­schen Ent­würfe allein nur unter der Mit­hilfe von Lin­ken in poli­ti­sche Pra­xis hatte umset­zen kön­nen…« meinte ich nur, dass ich den Durch­bruch der neo­li­be­ra­len Theo­rien hier gar nicht so sehr von den (lin­ken) Poli­ti­kern ver­ur­sacht sehe, da diese sie nur mit Geset­zen durch­ge­wun­ken haben. Die Medien halte ich hier für wesent­lich entscheidender.

    Das mit der Leicht­gläu­big­keit ver­stehe ich nicht so recht, da ich ja eben nicht leicht daran glaube, dass wirt­schaft­li­che oder poli­ti­sche Theo­rien, wenn sie den Men­schen nicht ein­be­zie­hen, wirk­lich dau­er­haft funk­tio­nie­ren. Eben auch die von August von Hayek nicht. Ich kann nicht sagen, was er zum heu­ti­gen Zustand der Welt­wirt­schaft sagen würde. Da er nicht mehr lebt, müs­sen wir seine mög­li­chen Reak­tio­nen im Dun­keln las­sen. Leicht­gläu­big wäre ich aber wirk­lich, wenn ich glau­ben würde, das eine Theo­rie die unbe­grenz­ten wirt­schaft­li­chen Wachs­tums favo­ri­siert auf einem end­li­chen Pla­ne­ten funk­tio­nie­ren würde.

    Ich glaube, wir lie­gen gar nicht so weit auseinander.

    Unsere »Exkur­sion« hat mich gefreut - ein wirk­lich weit rei­chen­des Thema.

    Viele Grüße,
    Marek Rohde

  14. AntwortenRalf Schwienke says:

    Sehr geehr­ter herr wagenhofer!

    Wären Sie auch bereit,einen Film über die wah­ren Ursa­chen von Reichtum,Armut,Elend ‚Kriegen,Massenarbeitslosigkeit,sozialer Erro­sion ‚perio­disch wie­der­keh­ren­der Kri­sen zu machen?Ein Mann,Silvio Gesell (1862 - 1930),ein Geldreformer,hat die Ursa­chen dafür erkannt!Es liegt ein Web­feh­ler in der Struk­tur des Gel­des vor.Es gibt ein Buch von Her­mann Benn­jes mit dem Titel ›Wer hat Angst vor Sil­vio Gesell?›in dem auf­ge­zeigt wird,wie man die Gesell­schaft ver­än­dern muß.Wenn dies nicht bald geschieht enden wir in einer gesell­schaft­li­chen Kata­stro­phe ›Das Ende der Zins­wirt­schaft bringt Arbeit,Wohlstand und Frie­den für alle›

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Ralf Schwienke

  15. AntwortenAndrew G. says:

    Guten Tag Hr. wagenhofer

    ich bin sehr unzu­frie­den mit dem ser­vice bzw. Ver­brei­tung Ihres letz­ten Filo­mes »Let’s make Money« als die­ser in die Deut­schern Kinos kam,war ich im Aus­land, nach­dem der Film aus den Kinos ging, ist es (fast) unmög­lich die­sen Film direkt irgendwo zu ordern! Ich bin Sozi­al­wis­sen­schaft­ler und würde die­sen Film mei­nen Stu­di­en­kol­le­gen emp­feh­len aber er ist nicht erhältlich!!!!!!

    Bitte um eine Web-Site oder eine direkte Mög­lich­keit Ihren Film zu erwerben!!!!!

    Dafür bedanke ich mich im Voraus.

    Dar­über hin­aus begrüße ich den Vor­schlag von Ralf Schwi­enke hier im Blog einen Film in Anleh­nung an das Thema »GELDSYSTEM« im Sinne von »Goldschmied-Fabian« zu sehen. Ich bin mir aber bewusst, dass solch Tief- und Tiefst-Themen kaum eine Lobby besitzen…

    Ihre Doku­men­tar­filme klä­ren auf, machen Sie weiter!!!

    MfG
    And­rew G.

  16. Antwortenilona says:

    Lie­ber And­rew G., da wir ja nur über den Film von Herrn Wagen­ho­fer berich­ten, haben wir selbst zwar kei­nen genauen Ein­blick darin, wie, wann und warum der Film wo zu sehen ist. Aber ich hab mal im Inter­net nach geschaut: Die offi­zi­elle, deut­sche Web­site zum Film ist http://letsmakemoney.de – und unter http://letsmakemoney.de/schulmaterialien fin­det man Mate­rial für die Unter­richts­ge­stal­tung zum Film. Bzw. hier steht, dass man den Film in Abspra­che mit einem Kino vor Ort vor­füh­ren las­sen kann inkl. Kon­takt­da­ten zum Film­ver­leih von »Let’s Make Money«. Sicher – das ist nicht so ein­fach und bequem wie ein nor­ma­ler Kino­be­such oder das Rein­schmei­ßen einer DVD. Aber viel­leicht sind viele ja dank­bar für jeden, der sich – zusam­men mit einem Kino – vor Ort enga­giert und den Film in die Kinos birngt. Und gleich­zei­tig kann man so auch noch den enga­gier­ten Fil­me­ma­cher unter­stüt­zen. Dass der Film noch nicht auf DVD zu haben ist könnte – so kann ich mir jeden­falls vor­stel­len, ohne dass ich da einen Ein­blick hätte – sicher­lich finan­zi­elle Gründe haben. Irgend­wie muss sich ja auch so ein Film finan­zie­ren, wahr­schein­lich… Viel Glück! Gruss, Ilona

  17. AntwortenHanna Schnoedt says:

    »Let›s make money«, ein Film, der mich umge­hauen hat. Mir fiel es wie Schup­pen von den Augen. Was auf die­ser Welt pas­siert, ist unvor­stell­bar - es wird belo­gen, betro­gen, aus­ge­beu­tet - es ist grau­sam und unwür­dig! Die Armen finan­zie­ren die Rei­chen. »Die­ser Film sollte Pflicht sein. Seht ihn an, schaut hin!«

  18. AntwortenManfred Fröhlich says:

    »Let’s make money« und zuvor »We feed the World« zei­gen die Welt wie sie ist. Und wir alle sind Teil die­ser Struk­tu­ren. Auch ver­gleich­bare Dokumentar-Kurzberichte in »Pan­orama« oder »Moni­tor« scho­ckie­ren und müss­ten die Men­schen auf­rüt­teln. Aber wie rea­gie­ren wir? Wir machen genau so wei­ter wie gewohnt: An unse­rem Arbeits­platz, bei unse­ren Ein­käu­fen, an den Wahl­ur­nen, im Urlaub usw. Her­un­ter gebro­chen auf meine Fami­lie und mei­nen Bekann­ten­kreis spie­geln sich genau die Ver­hal­tens­mus­ter wider, die wir glo­bal »im Gro­ßen« anpran­gern. Wenn ich bei­spiels­weise im klei­nen Kreis Unge­rech­tig­kei­ten anspre­che, befinde ich mich sehr schnell in der belieb­ten »Neid­de­batte« wie­der und meine kri­ti­schen Ein­wände wer­den als »platt oder lang­wei­lig« abge­tan. Ich ver­mute, dass sich unsere Gesell­schaft wenig ver­än­dern wird. Irgend­wie scheint mir, sind wir längst unbe­merkt von der Wirt­schaft umpro­gram­miert und den indus­tri­el­len Not­wen­dig­kei­ten ange­passt wor­den. Oder aber unser Stre­ben nach Reich­tum, Erfolg und Rum hat das Welt­wirt­schafts­sys­tem so geformt, wie es ist. Wenn die These war ist, dass es einen Aus­weg aus den Kri­sen nur durch wei­te­res Wachs­tum geben kann - Ja, was dann?

  19. Antwortenilona says:

    Lie­ber Herr Fröh­lich, vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar. Mir gehen ähnli­che Gedan­ken durch den Kopf. Aber ich denke mitt­ler­weile auch: Was nutzt das in der Tat oft auf Erstau­nen sto­ßende Debat­tie­ren - was nützt es selbst in Krei­sen, in denen alle eine ähnli­che Mei­nung ver­tre­ten? Was das wirk­lich aller­schwie­rigste ist, ist doch seine Über­zeu­gun­gen zu leben! Und ich denke, hier kann jeder auch »im Klei­nen« an sich arbei­ten - das ist sicher­lich schon schwer genug. Bspw. nicht mit Ellen­bo­gen kämp­fen – auch wenn das bedeu­tet, keine Kar­riere zu machen. Nicht so viel Geld anzu­häu­fen, wie wir kön­nen, son­dern es an gemein­nüt­zige Initia­ti­ven spen­den. Sich kein Auto kau­fen, wenn es mög­lich ist (und ich denke mir, dass es wahr­schein­lich viel öfter mög­lich ist, als die meis­ten mei­nen). Etc. etc. Ich glaube, das sind zwar ins­ge­samt betrach­tet Klei­nig­kei­ten – aber sie erfor­dern auch schon viel Mut. Und viel­leicht kann das den ein oder ande­ren doch viel mehr über­zeu­gen und »zur Ein­sicht« brin­gen, als lange Debatten…

  20. AntwortenElisabeth Koch says:

    Lie­ber Herr Wagenhofer,

    vie­len Dank für Ihre Arbeit, unsere Situa­tion auf der Welt im Bereich der Ernäh­rung und der Finan­zen ein­mal Klar­heit zu schaf­fen. Es muß enorm viel Kraft kos­ten, dem gan­zen nach­zu­ge­hen, für uns zu fil­men und aufzubereiten!!

    Beide Filme zei­gen die erschre­ckende Rea­li­tät. Rea­li­tät, die von Men­schen, die mit Wer­bung für Güter, die sie nicht brau­chen, im Halbstunden-Takt zuge»müllt« wer­den - also eigent­lich uns allen - nicht wahr­ge­nom­men und des­halb auch nicht hin­ter­fragt wird. Und des­halb auch nicht ver­än­dert wird.

    Ich wünschte mir von Her­zen einen Film, der jetzt zeigt, daß es in Europa und auf der Welt viele, viele Men­schen und Insti­tu­tio­nen gibt, die sich mit der Abhilfe die­ser Miss-Stände beschäf­ti­gen: Regio­nal­wäh­run­gen, Mikro­kre­dite, Per­ma­kul­tur für alle, und die Men­schen, die dahin­ter­ste­hen. Alter­na­tive Nobel­preis­trä­ger, die diese Glo­ba­li­sie­rung anders bear­bei­ten, und bewäl­ti­gen - sie alle haben Wege für diese Welt gefunden.

    Ein Kino-Film für (deutsch­spra­chi­ges) Europa (und die Welt) wäre die per­fekte Bot­schaft, daß wir alle über die scho­ckie­rende Rea­li­tät hin­aus etwas tun kön­nen.
    Posi­tive Initia­ti­ven gehö­ren in die Welt getra­gen! Jetzt ist die Zeit.

    Vie­len Dank!

  21. AntwortenMariam says:

    Lie­ber Herr Wagen­ho­fer, vie­len vie­len Dank für die­sen inter­es­san­ten und so gut gemach­ten Film. Ich schließe mich dem Vor­schlag von Eli­sa­beth an. Es wäre schön einen mut­ma­chen­den Film zu sehen, der posi­tive Ver­än­de­run­gen und Men­schen zeigt, die sich für eine lie­be­volle Welt ein­set­zen, in der die Natur und das Leben mit Acht­sam­keit behan­delt wer­den. Und der viel­leicht dar­über hin­aus noch eine Ver­net­zung zwi­schen Men­schen schafft, die sich dafür ein­set­zen wollen.

    Herz­li­che Grüße
    Mariam

  22. AntwortenHorst Göpper says:

    Ihre Doku­men­taion war das Beste was ich seit lan­gem gese­hen habe. Scho­nungs­los zei­gen Sie die rie­si­gen glo­ba­len Miß­stände auf. Mehr denn je stimmt der Slo­gan »Geld regiert die Welt«.
    Mil­lio­nen von Men­schen in die­sem Land sind äußerst unzu­frie­den mit die­ser Dik­ta­tur des Kapi­ta­lis­mus.
    Ich frage mich nur, was kön­nen wir, der kleine Bür­ger , tun. Wie sol­len wir uns wehren?

  23. AntwortenGabriele Mechtler says:

    Ich hab heute ihren Film gemein­sam mit mei­nen Kin­dern (19 und 21) angesehn.

    Klar, dass wir das neo­li­be­rale Wirt­schafts­sys­them schon oft kri­tisch bespro­chen haben, aber auch Kapi­ta­lis­mus und Sozia­lis­mus sind eben­so­we­nig ziel­füh­rend. Man fragt sich, wie soll es weitergehn,mit die­ser unse­rer Welt.

    Ich hoffe fest auf die Jugend von heute, über­all auf der Welt und auf ino­va­tive, neue Ideen, fernab von markt­wirt­schaft­li­chen gewinn-und pro­fit­ori­en­tier­ten Lebens­stil der heu­ti­gen Gesellschaft.

  24. AntwortenSchaupeter says:

    Für Horst Göp­pers Frage (28. Juli 2010 11:20) :
    «(.….) Ich frage mich nur, was kön­nen wir, der kleine Bür­ger , tun. Wie sol­len wir uns wehren?«

    Ant­wort:
    Und »(.….) Mil­lio­nen von Men­schen in die­sem Land (.….) arbei­ten an der Ver­schlim­me­rung »(.….) die­ser Dik­ta­tur des Kapi­ta­lis­mus (.….)« mit, was sie nicht zu tun brauch­ten, wenn sie denn nicht-neoliberale Gewerk­schaf­ten schaf­fen würden.

    Dazu in:
    19. Novem­ber 2008 12:23 :
    Kom­men­tar zum Film “Let‘s Make Money”
    (auf die­ser Seite, siehe oben)
    »Linke als Erfül­lungs­ge­hil­fen des Neo­li­be­ra­lis­mus: Let’s Make Money«

    … und ebenso in:
    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=1487&Itemid=130
    (Die Linke und ihr Pro­blem mit der Abwick­lung des Sozi­al­staats, 24.12.2006 - bis­he­rige Auf­rufe: 7003, ErfüllungsgehiIfen)

    … ein Zitat dar­aus:
    «(.….) Dabei wäre es, um eine wir­kungs­volle Gegen­wehr zu orga­ni­sie­ren, (.….) längst an der Zeit, die bis­he­rige Tak­tik des rein ver­ba­len Pro­tes­tes auf­zu­ge­ben und mit Hilfe von fun­dier­tem Wis­sen auf die sog. »Refor­men« mit Arbeits­kampf­maß­nah­men unter­halb der Schwelle von Arbeits­nie­der­le­gun­gen zu rea­gie­ren! (Zu den­ken wäre hier an das Bestrei­ken von ein­zel­nen Abwicklungs-[»Reform«-]funktionen inner­halb des all­täg­li­chen Arbeitsablaufes.) (.….)«

    Unschwer zu erken­nen ist, daß sol­ches z.B., sowohl in den Berei­chen poli­ti­scher und gewerk­schaft­li­cher Arbeit als auch inner­halb der Umstruk­tu­rie­rung staat­li­cher Ver­wal­tun­gen und Betriebe, schon lange Zeit mög­lich gewe­sen war, aber fast gar nicht genutzt wurde.

  25. Grüner Typ
    AntwortenTierschutz-Offensive: 300 Professoren fordern Ausstieg aus Massentierhaltung « Für eine bessere Welt says:

    […] Vege­ta­rier). Allen voran der Film “We feed the World”, des öster­rei­chi­schen Regis­seurs Erwin Wagen­ho­fer (von dem auch “Let´s make Money” kommt), der sich ganz unter­schied­li­chen Aspek­ten der […]

  26. Grüner Typ
    AntwortenWas haben Pommes mit Krieg zu tun? Grundsätzlich so einiges… « Für eine bessere Welt says:

    […] Ver­gleich mit “We feed the World” von Erwin Wagen­ho­fer kann dabei natür­lich nicht aus­blei­ben – wobei ich vor­weg sagen […]

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